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16. Finanzinstrumente und Risikomanagement

Zusätzlich zu den im Lagebericht angegebenen Risiken hat der Konzern folgende Risiken identifiziert:

AUSFALL- UND LIQUIDITÄTSRISIKO

Finanzinstrumente, die für die Gesellschaft möglicherweise eine Konzentration des Ausfall- und Liquiditätsrisikos bewirken können, sind hauptsächlich Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente, marktgängige Wertpapiere und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft lauten vorwiegend auf Euro und US-Dollar. Bei den marktgängigen Wertpapieren handelt es sich um qualitativ hochwertige Anlagen. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und marktgängige Wertpapiere werden grundsätzlich bei drei renommierten Finanzinstituten in Deutschland gehalten. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend ihre Positionen bei den Finanzinstituten, die ihre Vertragspartner bei den Finanzinstrumenten sind, sowie deren Bonität und kann derzeit kein Risiko der Nichterfüllung erkennen.

Es ist Politik des Konzerns, alle Kunden mit dem Wunsch nach Zahlungszielen einer Kreditwürdigkeitsprüfung zu unterziehen. Dennoch unterliegen die Umsatzerlöse und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft einem Ausfallrisiko durch Kundenkonzentration. Forderungen gegen den wichtigsten Kunden des Konzerns beliefen sich auf 1,8 Mio. € zum 31. Dezember 2008 (2007: 3,8 Mio. €). Vom Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns entfielen zum Jahresende 2008 rund 43 % auf diesen einzelnen Kunden. Überdies machten drei einzelne Kunden der Gesellschaft 50 %, 7 % bzw. 6 % der gesamten Umsatzerlöse des Jahres 2008 aus. Am 31. Dezember 2007 hatten 40 % des letztjährigen Forderungsbestands der Gesellschaft einen einzelnen Kunden betroffen; von den Umsatzerlösen des Jahres 2007 waren 25 %, 14 % bzw. 8 % auf drei Kunden entfallen. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung waren im Segment AbD zum 31. Dezember 2008 und 2007 Wertberichtigungen in Höhe von 73.579 € bzw. 65.498 € erforderlich. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen das maximale Ausfallrisiko dar.

Das maximale Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach geographischer Aufteilung stellt sich wie folgt dar:

in € 2008 2007
Europa und Asien 2.862.293 6.504.707
USA und Kanada 1.317.226 2.775.052
Sonstige 31.739 182.073
Gesamt 4.211.258 9.461.832

Die Alterstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in €; Fälligkeit 2008
0 – 30 Tage
2008
30 – 60 Tage
2008
60 + Tage
2008
Gesamt
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.703.447 443.967 137.423 4.284.837
Wertberichtigung 0 0 – 73.579 – 73.579
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
nach Abzug der Wertberichtigung
3.703.447 443.967 63.844 4.211.258
in €; Fälligkeit 2007
0 – 30 Tage
2007
30 – 60 Tage
2007
60 + Tage
2007
Gesamt
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.546.578 822.362 158.390 9.527.330
Wertberichtigung 0 0 – 65.498 – 65.498
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
nach Abzug der Wertberichtigung
8.546.578 822.362 92.892 9.461.832

Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine von und die zugehörigen Zahlungsmittelflüsse aus Finanzverbindlichkeiten liegen innerhalb eines Jahres. Die an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. € haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2009 (2007: 0,1 Mio. €, Laufzeit bis 31. Dezember 2009). Zu den derivativen Finanzinstrumenten sowie den Fälligkeiten und Beträgen der zugehörigen Zahlungsmittelzu- und -abflüssen verweisen wir auf Ziffer 6 dieses Anhangs zum Konzernabschluss.

MARKTRISIKO

Das Marktrisiko beschreibt das Risiko, dass sich Änderungen in Marktpreisen wie Währungskurse, Zinssätze und Anteilsbewertungen auf die Ertragslage des Konzerns oder den Wert der gehaltenen Finanzinstrumente auswirken. Der Konzern ist einem Währungsrisiko und einem Zinsrisiko ausgesetzt.

WÄHRUNGSRISIKO

Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt. Während die Aufwendungen von MorphoSys überwiegend in Euro anfallen, hängt ein wesentlicher Teil der Umsatzerlöse vom jeweiligen Wechselkurs zwischen US-Dollar und Euro ab. Die Gesellschaft prüft im Jahresverlauf die Notwendigkeit von Kurssicherungsmaßnahmen zur Minderung des Währungsrisikos und begegnet ihm durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten.

Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:

31. Dezember 2008 - in € EUR USD GBP Sonstige Gesamt
Liquide Mittel 38.306.089 85.704 1.721.934 0 40.113.727
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte 97.752.016 0 0 0 97.752.016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.995.096 1.738.197 418.663 59.302 4.211.258
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Lizenzverbindlichkeiten – 1.149.401 – 160.695 – 345.065 – 11.567 – 1.666.728
Gesamt 136.903.800 1.663.206 1.795.532 47.735 140.410.273
31. Dezember 2007 - in € EUR USD GBP Sonstige Gesamt
Liquide Mittel 46.650.873 1.009.294 746.897 0 48.407.064
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte 57.293.734 0 1.198.118 0 58.491.852
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.921.385 1.908.302 509.663 122.482 9.461.832
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Lizenzverbindlichkeiten – 507.286 – 270.394 – 620.898 – 21.603 – 1.420.181
Gesamt 110.358.706 2.647.202 1.833.780 100.879 114.940.567

Ein Anstieg von 10 % des Euro gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember 2008 hätte das Ergebnis des Konzerns um 0,2 Mio. € verrin- gert (unter der Annahme konstanter Zinssätze, 2007: Rückgang um 0,3 Mio. €). Ein Rückgang um 10 % des Euro gegenüber dem US-Dollar hätte das Ergebnis des Konzerns um 0,2 Mio. € erhöht (2007: Erhöhung um 0,3 Mio. €). Ein Anstieg von 10 % des Euro gegenüber dem Britischen Pfund zum 31. Dezember 2008 hätte das Ergebnis des Konzerns um 0,2 Mio. € verringert (unter der Annahme konstanter Zinssätze, 2007: Rückgang um 0,1 Mio. €). Ein Rückgang um 10 % des Euro gegenüber dem Britischen Pfund hätte das Ergebnis des Konzerns um 0,2 Mio. € erhöht (2007: Erhöhung um 0,2 Mio. €).

Unter der Annahme gleichbleibender Währungskurse von USD/EUR und GBP/EUR im Vergleich zum Jahresdurchschnittskurs von 2007 wären die Umsatzerlöse des Konzerns um 1,5 Mio. € höher (2007: 1,0 Mio. €).

ZINSRISIKO

Das Risiko des Konzerns aus Zinssatzänderungen ergibt sich im Wesentlichen aus den zur Veräußerung gehaltenen Wertpapieren. Eine Änderung des allgemeinen Zinsniveaus könnte zu einer Erhöhung oder einem Rückgang des Marktwerts dieser Wertpapiere führen. Das Risiko eines Rückgangs des Marktwerts ist jedoch aufgrund von Marktwertgarantien der ausgebenden Banken, zusätzlich zu der Tatsache, dass alle Finanzinstrumente in diesen Geldmarktfonds kurze Fälligkeitstermine haben, begrenzt. Diese Garantien werden halbjährlich erneuert. Im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sieht sich der Konzern derzeit keinem wesentlichen Zinsrisiko ausgesetzt.

BEIZULEGENDE ZEITWERTE

Die Buchwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, marktgängigen Wertpapieren sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen angesichts ihrer kurzen Fälligkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Der Marktwert von marktgängigen Wertpapieren bestimmt sich nach ihren notierten Marktpreisen (siehe Ziffer 4 dieses Anhangs zum Konzernabschluss). Der den Lizenzverbindlichkeiten beizulegende Zeitwert ermittelt sich nach der Effektivzinsmethode. Wandelschuldverschreibungen werden mit den zugeschriebenen Werten ausgewiesen, die annähernd dem zum Fälligkeitstag fälligen Kapitalbetrag entsprechen.

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