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9. Immaterielle Vermögenswerte

in T € Patente Lizenzen Software Know-how und
Kundenstamm
Geschäfts- oder
Firmenwert
Gesamt
Anschaffungskosten
1. Januar 2008 3.955 22.815 2.281 5.960 26.954 61.965
Zugänge 103 1.743 398 0 0 2.244
Abgänge – 72 – 48 – 28 0 0 – 148
Währungseffekte 0 – 129 – 56 – 1.055 – 282 – 1.522
31. Dezember 2008 3.986 24.381 2.595 4.905 26.672 62.539
Kumulierte Abschreibungen
1. Januar 2008 2.361 6.384 1.649 2.273 0 12.667
Jahresabschreibung 498 2.339 305 492 0 3.634
Wertberichtigungen 0 350 0 0 0 350
Abgänge – 72 – 46 – 2 0 0 – 120
Währungseffekte 0 – 24 – 21 – 353 0 – 398
31. Dezember 2008 2.787 9.003 1.931 2.412 0 16.133
Buchwerte
1. Januar 2008 1.594 16.431 632 3.687 26.954 49.298
31. Dezember 2008 1.199 15.378 664 2.493 26.672 46.406
Anschaffungskosten
1. Januar 2007 3.845 12.741 1.669 6.478 27.003 51.736
Zugänge 110 10.202 628 0 0 10.940
Abgänge 0 – 85 – 6 0 0 – 91
Währungseffekte 0 – 43 – 10 – 518 – 49 – 620
31. Dezember 2007 3.955 22.815 2.281 5.960 26.954 61.965
Kumulierte Abschreibungen
1. Januar 2007 1.895 4.965 1.425 1.643 0 9.928
Jahresabschreibung 466 1.467 227 764 0 2.924
Wertberichtigungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 – 42 0 0 0 – 42
Währungseffekte 0 – 6 – 3 – 134 0 – 143
31. Dezember 2007 2.361 6.384 1.649 2.273 0 12.667
Buchwerte
1. Januar 2007 1.950 7.776 244 4.835 27.003 41.808
31. Dezember 2007 1.594 16.431 632 3.687 26.954 49.298

Währungseffekte aus in Fremdwährung gehaltenen immateriellen Vermögenswerten beliefen sich zum 31. Dezember 2008 auf 0,1 Mio. € (2007: 0,1 Mio. €).

Der Abschreibungsaufwand ist in den folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

in T € 2008 2007
Forschung und Entwicklung 2.938 2.285
Forschung und Entwicklung (Wertberichtigungen) 350 0
Vertrieb, Allgemeines und
Verwaltung
629 563
Herstellungskosten 160 127
Gesamt 4.077 2.975

Zum 31. Dezember 2008 wurde eine Wertberichtigung auf eine erworbene Lizenz in Höhe von 350.000 € im Segment Therapeutische Antikörper ergebniswirksam erfasst.

Zum 31. Dezember 2008 waren die im Eigenkapital unter „Währungsumrechnungsdifferenzen“ erfassten Fremdwährungseffekte aus erworbenen Vermögenswerten von untergeordneter Bedeutung.

Die Gesellschaft hat folgende Lizenzvereinbarungen über bestimmte patentgeschützte Technologien und krankheitsrelevante Zielmoleküle geschlossen, die aktiviert sind (nicht aktivierte Lizenzvereinbarungen werden nicht einzeln offengelegt):

DYAX Corp., USA

Im November 2007 hat MorphoSys mit der Dyax Corp. ein Lizenzabkommen über ein umfangreiches Patentportfolio im Bereich Antikörper und anderer Proteine geschlossen. Die Vereinbarung sichert MorphoSys eine vollständig bezahlte Lizenz an einer Reihe von Phagen-Display- Patenten von Dyax sowie Lizenzen für andere Patente, die unter anderem Methoden für das Display und die Selektion von Antikörpern und anderen Proteinen durch den Einsatz alternativer Display-Verfahren schützen. Im Rahmen der Lizenzvereinbarung hat MorphoSys das Recht, seinerseits Lizenzen für diese Patente im Zusammenhang mit seiner firmeneigenen Technologie zu erteilen. Die Vereinbarung bietet MorphoSys einen flexiblen Rahmen für die künftige Weiterentwicklung seiner Technologie, um sein Portfolio an Antikörpertechnologien weiter zu diversifizieren und sein Angebot für Kunden in den Bereichen therapeutische Antikörper sowie Diagnostik und Forschung zu verbessern.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von ungefähr neun Jahren.

SCA VENTURES, INC., USA

Im Dezember 1999 hat die Gesellschaft eine nicht exklusive, produktbezogene Lizenzvereinbarung mit SCA Ventures, Inc., USA, geschlossen. Die nicht exklusive Lizenz der SCA Ventures dient der Konzipierung, Entdeckung, Entwicklung, Herstellung und Nutzung sowie dem Verkauf, Verkaufsangebot und Import von auf der Grundlage von HuCAL entwickelten Produkten unter den Patentrechten von SCA Ventures auf einkettige Antikörper. Die Gesellschaft ist berechtigt, die von SCA Ventures lizenzierten Technologien zur Erforschung und Identifizierung neuartiger therapeutischer Wirkstoffe und Zielmoleküle einzusetzen und Unterlizenzen an ihre Geschäftspartner zu vergeben. Sie kann diese Lizenzvereinbarung aus beliebigem Grund gegenüber SCA Ventures schriftlich mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten kündigen. Die Gesellschaft hat eine Einmalzahlung für den Technologiezugang geleistet und entrichtet daneben jährliche Lizenz- und Lizenzvergabegebühren.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von einem Jahr.

BIOSITE DIAGNOSTICS, INC., USA

Im Januar 2000 hat die Gesellschaft eine Kooperationsvereinbarung mit Biosite Diagnostics, Inc. unterzeichnet, in deren Rahmen die Gesellschaft eine lizenzgebührenpflichtige, nicht exklusive, weltweite Lizenz für Patente von Biosite und XOMA Corporation auf bestimmte Technologien im Hinblick auf das Display und Screening von mehrkettigen Antikörpern erhielt. Die Gesellschaft ist berechtigt, die lizenzierten Technologien zur Erforschung und Identifizierung neuartiger therapeutischer Wirkstoffe und Zielmoleküle einzusetzen und Unterlizenzen an ihre Geschäftspartner zu vergeben.

Sofern die Vereinbarung nicht vorzeitig gekündigt wird, läuft sie bis zum späteren Zeitpunkt aus Ablauf der Verpflichtung zur Lizenzzahlung und Auslaufen des letzten Patents, für das von einer der Vertragsparteien eine Lizenz an die andere Partei gewährt wurde. Die Gesellschaft hat eine Einmalzahlung für den Technologiezugang geleistet und entrichtet jährliche Lizenz- und Lizenzvergabegebühren.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von einem Jahr.

GENENTECH, INC., USA

Im Mai 2000 hat die Gesellschaft eine Lizenzvereinbarung mit Genentech, Inc. geschlossen, die ihr im Rahmen der Genentech-Patente Rechte an der monovalenten Phagen-Display-Screeningtechnologie gewährt. Die Gesellschaft ist berechtigt, die lizenzierten Technologien zur Erforschung und Identifizierung neuartiger therapeutischer Wirkstoffe und Zielmoleküle einzusetzen und Unterlizenzen an ihre Geschäftspartner zu vergeben. Die Gesellschaft hat eine Einmalzahlung für den Technologiezugang geleistet und entrichtet jährliche Lizenz- und Lizenzvergabegebühren.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von etwa eineinhalb Jahren.

XOMA IRELAND LTD., IRLAND

Im Februar 2002 hat die Gesellschaft mit XOMA Ireland Ltd. eine gegenseitige Lizenzvereinbarung über antikörperbezogene Technologien geschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung entrichtete MorphoSys an XOMA 1,1 Mio. € und im September 2002 eine zweite Rate in Höhe von 4,6 Mio. €. Die Gesellschaft hatte die Möglichkeit, die zweite Rate in bar oder in Form neuer Stammaktien der Gesellschaft im Gegenwert von 5,5 Mio. € zu leisten. Die Gesellschaft erfasste im Jahr 2002 einen Betrag von 2,5 Mio. € als Forschungs- und Entwicklungsaufwand. Die verbleibenden 3,2 Mio. € stellen den Wert der erhaltenen Lizenz dar. Sie wurde als immaterieller Vermögenswert aktiviert und wird über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben.

Im Oktober 2002 hat die Gesellschaft die Option ausgeübt und die zweite Rate in Form von 363.466 neuen eigenen Stammaktien entrichtet, deren Anzahl sich aus dem Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Bekanntgabe ergab. Im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Option hat die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aktienausgabe im Mai 2003 einen Zinsaufwand von 0,7 Mio. € gebucht.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von vier Jahren.

CAMBRIDGE ANTIBODY TECHNOLOGY LTD. (CAT), Großbritannien

Im Dezember 2002 hat MorphoSys mit Wirkung vom Juli 2003 ein Lizenzabkommen und einen Vergleich mit CAT geschlossen. Der Vergleich erstreckt sich auf die bisherige, gegenwärtige und künftige Nutzung sowie die Vermarktung sämtlicher Versionen der HuCAL-Bibliotheken von MorphoSys und auf alle Patente, die Gegenstand der langjährigen Patentstreitigkeiten zwischen beiden Gesellschaften waren. Eingeschlossen sind auch die Rechtsstreitigkeiten in den USA bezüglich der Griffiths-, McCafferty-, Winter II- und Winter/Lerner/Huse-Patente von CAT wie auch die von MorphoSys beim Europäischen Patentamt eingereichten Einsprüche gegen die CAT-Patente Winter II und McCafferty.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von fünf Jahren.

CRUCELL N.V., NIEDERLANDE

Im August 2006 hat die MorphoSys AG mit dem niederländischen Biotechnologieunternehmen Crucell N.V. ein zweites Lizenzabkommen für PER.C6® und mit dessen Technologiepartner DSM Biologics eine biopharmazeutische Produktionsvereinbarung geschlossen. Die Lizenz berechtigt MorphoSys, die Zelllinie PER.C6® bei der Herstellung von klinischem Material für die Entwicklung seines firmeneigenen therapeutischen Antikörperprogramms MOR103 einzusetzen. Die vollhumane PER.C6® Zelllinie erlaubt eine Antikörperproduktion mit hohen Ausbeuten und verleiht im Gegensatz zu anderen, Tierbasierten Zelllinien zusätzlich ein menschliches Glykolisierungsmuster der resultierenden Antikörper. Aus diesen Gründen wird die Zelllinie als sehr geeignet für die Produktion der ebenfalls vollständig humanen HuCAL-Antikörper im Großmaßstab angesehen.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von acht Jahren.

Im März 2008 hat die MorphoSys AG eine weitere Lizenz- und Produktionsvereinbarung für PER.C6® mit Crucell und DSM Biologics geschlossen und damit die Nutzungsrechte an der Zelllinie PER.C6® auf die Herstellung von klinischem Material für die Entwicklung seines firmeneigenen therapeutischen Krebs-Antikörperprogramms MOR202 erweitert.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von neun Jahren.

UNIVERSITY OF MELBOURNE, AUSTRALIEN

Im Geschäftsjahr 2007 hat MorphoSys eine Vereinbarung mit der Universität von Melbourne getroffen, die MorphoSys den exklusiven Zugang zu allen Rechten an der Verwendung von Hemmstoffen des humanen Zytokins GM-CSF (Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor) im Rahmen einer US-Patentanmeldung und deren Nachfolger sichert. Das Zytokin GM-CSF ist das Zielmolekül für das firmeneigene Antikörperprogramm MOR103 von MorphoSys zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis und anderen Entzündungserkrankungen.

Am 25. November 2008 hat das US-Patent- und Markenamt das im Rahmen eines Lizenzabkommens zwischen den beiden Parteien exklusiv an MorphoSys lizensierte US-Patent 7,455,836 erteilt, das den Einsatz von Antikörpern bei entzündlichen Erkrankungen gegen das Zielmolekül GM-CSF schützt. Das Patent stammt aus einer vorläufigen Patentanmeldung, die die Universität von Melbourne im Jahr 2000 beim US-Patentamt eingereicht hatte. Das neue Patent gewährt MorphoSys breiten Schutz für sein Antikörperprogramm MOR103 in den USA, dem bei weitem größten Markt für Medikamente gegen Rheumatoide Arthritis.

Weitere Lizenzvereinbarungen, die gegenwärtig aus Wettbewerbsgründen nicht offengelegt werden, wurden in Verbindung mit der Erweiterung der Eigenproduktpalette von MorphoSys unterzeichnet, um Zugang zu neuartigen krankheitsbezogenen Zielmolekülen zu erhalten.

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