Ausblick und Prognose
MorphoSys konzentriert sich auf die Entwicklung von vollständig menschlichen Antikörpern und beabsichtigt, seine Position in den kommenden Jahren in den für seine Produkte aussichtsreichsten Märkten weiter auszubauen. Die Strategie des Unternehmens sieht vor, die Maßnahmen zur Entwicklung eigener Wirkstoffe auf eine noch breitere Basis zu stellen um lukrative Möglichkeiten im Markt für therapeutische Antikörper zu erschließen. Darüber hinaus plant MorphoSys, seinen Marktanteil auf den Gebieten der Forschung und insbesondere der Diagnostik zu steigern. Der Markt für Diagnostika stellt einen besonders lukrativen Markt für die Technologie des Unternehmens dar.
Strategischer Ausblick
Das Geschäftsmodell von MorphoSys basiert hauptsächlich auf seiner firmeneigenen HuCAL-Technologie, die für die Entwicklung innovativer Medikamente, aber auch für Anwendungen in der Forschung und Diagnostik eingesetzt wird. Seit dem Jahr 2004 betreibt MorphoSys sein Geschäft in zwei operativen Segmenten, nämlich dem Segment Therapeutische Antikörper, das die Medikamentenentwicklung mit Partnern und in Eigenregie umfasst, und dem Segment Forschungsantikörper (AbD) für Forschungszwecke. Aus der Sicht heutiger Planung beabsichtigt MorphoSys, künftig sein Geschäft in drei operativen Segmenten zu verfolgen. In 2009 wird MorphoSys ein drittes Segment etablieren, um unabhängig von seinen Geschäftsaktivitäten mit Partnerunternehmen Nutzen aus der wachsenden Bedeutung und der unterschiedlichen Natur seiner firmeneigenen Medikamentenentwicklung zu ziehen.
Im Bereich der therapeutischen Antikörper wird MorphoSys einen Teil seiner im Rahmen langfristiger Entwicklungskooperationen zugesicherten Cashflows zur Ausweitung und Stärkung der firmeneigenen Pipeline, des zukünftig dritten Segments, einsetzen. Die Gesellschaft entwickelt therapeutische Antikörper auf eigene Rechnung, indem sie Medikamentenkandidaten in den meisten Fällen bis zum klinischen Wirksamkeitsnachweis entwickelt, bevor sie einen Partner für die Vermarktung sucht. Die firmeneigene Pipeline soll jedoch nicht allein durch den Start von de-novo-Programmen erweitert werden, sondern auch durch Einlizenzierung oder möglicherweise durch Firmenzukäufe, um sich Zugang zu interessanten krankheitsrelevanten Zielmolekülen oder Medikamentenkandidaten zu sichern. Ferner könnte MorphoSys mit anderen Biotechnologie- oder Pharmaunternehmen gemeinsame Entwicklungsprojekte für HuCAL-Antikörper starten und seine Pipeline so weiter diversifizieren.
Daneben wird die Entwicklung von therapeutischen Antikörpern im Rahmen der MorphoSys-Kooperationen fortgeführt. Die mit Partnern betriebene Pipeline für Therapeutika soll weiter reifen und in den kommenden Jahren wachsen, wobei sich die Ausfallrate aufgrund des fortschreitenden Stadiums der Entwicklungsprogramme erhöhen könnte.
Im Segment AbD liegt das Umsatzwachstum etwas unter den Erwartungen. Der weltweite Konjunkturrückgang und die ungünstigen Wechselkursentwicklungen ließen die Wachstumsraten schrumpfen. Dennoch geht MorphoSys davon aus, seinen Marktanteil bei Forschungsantikörpern und insbesondere bei diagnostischen Anwendungen ausweiten zu können. Die Ergebnismarge wird nach der derzeitigen Einschätzung der Gesellschaft in dem Maße weiter wachsen, in dem die Skaleneffekte zum Tragen kommen.
Künftige Konjunkturentwicklung
Die EU-Kommission rechnet für 2009 mit einem Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von weniger als 1 % und damit mit einer weltweiten Rezession. Das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts könnte im Jahr 2010 wieder geringfügig zulegen.
Die US-Regierung hat Pläne für ein Konjunkturprogramm in Höhe von 825 Mrd. US$ veröffentlicht. Die deutsche Regierung hat ähnliche Schritte unternommen und einem Konjunkturpaket von 50 Mrd. € zugestimmt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann nicht abgeschätzt werden, in welchem Maße die in den USA und in Europa verabschiedeten Konjunkturbelebungsprogramme den weltweiten Konjunkturrückgang abfedern werden.
Im Allgemeinen gelten die Pharma- und die Biotechnologiebranche als relativ unabhängig von Konjunkturschwankungen, da diese Branchen zu denen zählen, die als letzte von einer Abschwächung des privaten Konsums betroffen sind.
Künftige Entwicklung des Gesundheitssektors
Nach Angaben des Marktforschungsinstituts IMS Health wird damit gerechnet, dass der weltweite Pharmamarkt im nächsten Jahr zwischen 4,5 % und 5,5 % wachsen wird und sich das Wachstum in den kommenden Jahren in einem Korridor von 5 % bis 8 % bewegen wird. Es wird erwartet, dass das zusammengefasste Wachstum von Pharma-Schwellenländern wie China, Indien und Russland mit 14 % bis 15 % das der traditionellen Märkte übersteigen wird.
Der Zugang zu frischem Kapital wird in 2009 für börsen- und nicht-börsennotierte Biotechnologieunternehmen eine der wesentlichen Herausforderungen sein. Es wird allgemein erwartet, dass die Kapitalmärkte zumindest in der ersten Jahreshälfte 2009 nicht zugänglich sein werden. Das könnte im Zusammenhang mit den eingeschränkten Finanzierungsmöglichkeiten im Jahr 2008 für viele Unternehmen zu einem Liquiditätsengpass führen. Nach Auskunft von Thomson Reuters gab es allein im Zeitraum von Ende September bis zur ersten Dezemberwoche 2008 einen Abfluss von mehr als 700 Mio. US$ an Investorengeldern aus Biotechnologieunternehmen. In einem kürzlich im Industriemagazin BioCentury erschienenen Artikel wurde darauf hingewiesen, dass es gegenwärtig mindestens 17 börsennotierte Biotechnologieunternehmen mit Medikamentenkandidaten in der Phase 3 gibt, die für weniger als ein Jahr ausreichend finanziert sind. Nach Ansicht des amerikanischen Branchenverbands Biotechnology Industry Organisation (BIO)* sind mehr als ein Drittel aller 370 börsennotierten US-Biotechnologieunternehmen für weniger als sechs Monate ausreichend finanziert.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann nicht abgeschätzt werden, in welchem Maße sich die Konjunkturbelebungsprogramme auf die Biotechnologie- und Pharmabranche auswirken werden. Als erste hat die norwegische Regierung im Rahmen ihres 2,87 Mrd. US$ umfassenden nationalen Belebungsprogramms explizit Vorsorge für Unternehmen im Bereich Life Sciences und innovative Forschung getroffen. Der für die Biotechnologiebranche vorgesehene Anteil an diesem Paket wird auf knapp 418 Mio. US$ geschätzt.
Biotechnologie- und Pharmaunternehmen sind gezwungen, ihre Pipelines um innovative Therapieformen zu erweitern. Innovative Biotechnologieunternehmen können von dieser Nachfrage durch verschiedene Vereinbarungen weiter profitieren. Diese Entwicklungen könnten bedeuten, dass die Biotechnologiebranche von den schlimmsten Auswirkungen des Konjunkturabschwungs verschont bleibt. Eine steigende Anzahl von Übernahmen und Fusionen, Kooperationsvereinbarungen und Auslizenzierungsabkommen können genutzt werden, um Finanzierungsengpässe zu überbrücken. Dessen ungeachtet wird die Zahl kleinerer Biotechnologieunternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit einstellen müssen, höher sein als in den bisherigen Konjunkturabschwüngen.
Die Pharmaindustrie wird ihre Investitionen in die Forschung und Entwicklung wahrscheinlich weiter erhöhen, um wichtige Medikamente, deren Patentschutz ausläuft, durch die Markteinführung neuer Produkte zu ersetzen. Gemäß dem 2008 EU Industrial R&D Investment Scoreboard*, einer Erhebung von F&E-Investitionen von 2.000 EU- und Nicht-EU-Unternehmen, hat die Pharma- und Biotechnologiebranche ihre Spitzenstellung bei Forschungsinvestitionen im Jahr 2008 gefestigt. Auf die Branche entfielen mehr als 19 % der F&E-Investitionen aller teilnehmenden Unternehmen. Mehrere Pharmaunternehmen zeigten einen besonders starken Anstieg ihrer Forschungsinvestitionen (vor allem aufgrund von Akquisitionen), so z. B. Schering-Plough (+ 33,7 %), AstraZeneca (+ 29,8 %), Roche (+ 25,9 %) und Novartis (+ 21,1 %).
Künftige Geschäftsentwicklung
Mit dem Novartis-Vertrag, und den damit verbundenen sicheren Mittelzuflüssen in den kommenden Jahren, wird sich MorphoSys auf die Stärkung seiner firmeneigenen Pipeline konzentrieren. Die Gesellschaft wird sich jetzt mehr auf die Einlizenzierung interessanter Zielmoleküle oder innovativer Entwicklungsprogramme wie auch auf Möglichkeiten zur Mitentwicklung fokussieren. Nach dem Nachweis der klinischen Wirksamkeit werden die Entwicklungskandidaten in den meisten Fällen an Partner auslizenziert werden. Für MOR103, das am weitesten fortgeschrittene Entwicklungsprogramm in der Pipeline von MorphoSys, wird die Auslizenzierung für 2011 oder 2012 ins Auge gefasst, wobei unerwartet auftretende Entwicklungen diesen Zeithorizont verändern könnten.
Das Segment AbD wird verstärkt sein Vertriebsnetz ausbauen, neue Forschungsantikörper einlizenzieren sowie weitere Maßnahmen zur Angebotserweiterung und -verbesserung ergreifen.
Künftige Personalentwicklung
Im Zuge der Ausweitung seiner mit Partnern und in Eigenregie betriebenen Medikamentenentwicklung beabsichtigt MorphoSys, seine F&E-Abteilung weiter aufzustocken. Daher geht die Gesellschaft davon aus, im Jahr 2009 mehr als 40 neue Beschäftigte hauptsächlich für den Bereich Forschung und Entwicklung vornehmlich am Standort München einzustellen. Demzufolge werden sich die F&E-Aufwendungen in 2009 deutlich erhöhen.
Künftige Forschung und Entwicklung
Das F&E-Budget für die firmeneigene Entwicklung von Medikamenten und Technologien wird sich in 2009 auf 18 Mio. € bis 20 Mio. € mehr als verdoppeln. Der Großteil dieser Investitionen wird in die klinischen und präklinischen Entwicklungsaktivitäten von MOR103 und MOR202 fließen. Der Trend zu höheren Investitionen wird sich in 2010 und den Folgejahren in Abhängigkeit vom Stand der firmeneigenen Pipeline und der Umsatzentwicklung fortsetzen. Dessen ungeachtet ist die Gesellschaft entschlossen, weiterhin profitabel zu bleiben.
Die für 2009 geplanten Eigenentwicklungsschritte der Gesellschaft beinhalten:
- den Start einer klinischen Phase-1b/2a-Studie für den Leitwirkstoff MOR103 gegen rheumatoide Arthritis;
- die Festlegung eines zweiten Krankheitsbereichs für MOR103 und Vorbereitung einer weiteren Phase-2-Studie;
- die formelle präklinische Entwicklung und Herstellung des klinischen Materials für MOR202;
- die Erweiterung der firmeneigenen Pipeline um bis zu fünf de-novo-Programme, von denen eines bereits vor kurzem gestartet wurde;
- ein Vorentwicklungsprogramm mit Novartis; die entsprechende Vereinbarung sieht für MorphoSys die Option vor, eine formale Co-Entwicklung für das betreffende Programm einzugehen;
- die Validierung von drei Zielmolekülen zusammen mit Galapagos, welche die Basis für künftige Antikörperprogramme bilden können.
Als Ergebnis der geplanten Aktivitäten könnte die firmeneigene Pipeline von MorphoSys bis zum Jahresende 2009 auf bis zu acht Entwicklungsprogramme anwachsen. Darin eingeschlossen ist ein gemeinsam mit Novartis verfolgtes Projekt. Im Jahr 2008 hatte die firmeneigene Pipeline zwei proprietäre Programme und ein gemeinsam mit Novartis betriebenes Programm umfasst.
In 2008 hat MorphoSys die neueste Version seiner firmeneigenen Antikörperplattform, HuCAL PLATINUM, fertiggestellt. Dessen ungeachtet wird MorphoSys in 2009 und den Folgejahren weiter in die Technologieentwicklung investieren, um seine technologisch führende Position im Bereich menschlicher Antikörper zu sichern.
Im Hinblick auf das Segment AbD, wird ein profitables Wachstum mithilfe innovativer Produkte und Services angestrebt. Das Geschäft mit maßgeschneiderten monoklonalen HuCAL-Antikörpern hat die attraktivsten Wachstumsaussichten und bleibt deshalb weiterhin im Fokus der Aktivitäten des Segments. Darüber hinaus wird sich die Geschäftseinheit AbD zunehmend auf diagnostische Anwendungen spezialisieren, da die HuCAL-Technologie im Vergleich zu traditionellen Immunisierungsverfahren auf Tierbasis zahlreiche Vorteile bietet und leistungsfähigere diagnostische Produkte ermöglicht.
Künftige Entwicklung der Finanz- und Liquiditätslage
Therapeutische Antikörper bilden eine fest etablierte und schnell wachsende Medikamentenklasse, von deren Entwicklung MorphoSys profitiert. Das Segment Therapeutische Antikörper war in den letzten Jahren hochprofitabel und erwirtschaftete einen starken operativen Cashflow. Langfristige Kooperationen werden die Gesellschaft in den kommenden zehn Jahren mit zugesicherten Mittelzuflüssen versorgen. In den nächsten Jahren beabsichtigt MorphoSys, seine Ausgaben für die Entwicklung eigener Medikamente zu erhöhen und in 2009 die Investitionen zu verdoppeln. Trotz dieses Anstiegs ist die Gesellschaft entschlossen, weiterhin profitabel zu arbeiten.
Das Segment AbD hat in 2008 die Gewinnzone erreicht und damit ein entscheidendes Ziel erfüllt. Das Management von MorphoSys erwartet, dass das Segment im Jahr 2009 zu einem Umsatzwachstum zurückkehrt, beabsichtigt aber auch, durch Investitionen das Segment so aufzustellen, dass im Jahr 2010 und darüber hinaus das Marktwachstum übertroffen werden kann.
Am Ende des Geschäftsjahres 2008 belief sich die Liquiditätsposition von MorphoSys auf 137,9 Mio. €. MorphoSys sieht diese gute Ausstattung mit liquiden Mitteln als wertvollen Vorteil an und beabsichtigt, seine Finanzmittel dazu zu verwenden, das künftige Wachstum potentiell in allen Geschäftssegmenten durch Akquisitionen zu beschleunigen. Trotz der durch die weltweite Finanzkrise erschwerten Rahmenbedingungen verfügt MorphoSys über eine solide Finanzbasis.
Künftige Entwicklung der Ertragslage
Die Geschäftsleitung von MorphoSys strebt für die kommenden Jahre ein durchschnittliches Umsatzwachstum zwischen 15 % und 20 % an. Zukünftig wird der Umsatzanstieg in stärkerem Maße von der Auslizenzierung eigener Produkte wie MOR103 abhängen und von steigenden Meilensteinzahlungen sowie Tantiemen getragen werden, sobald HuCAL-Antikörper die Marktzulassung erhalten. Aller Voraussicht nach wird der Umsatzbeitrag der beiden Geschäftsbereiche in 2009 dem des Vorjahres annähernd entsprechen.
Auf der Basis der aktuellen Planungen der Geschäftsleitung werden sich die Aufwendungen in den Jahren 2009 und 2010 bei entsprechendem Umsatzanstieg erhöhen. In den kommenden Jahren wird MorphoSys seine Investitionen in die Entwicklung eigener Medikamente steigern, um die firmeneigene Antikörperpipeline einschließlich MOR103 und MOR202, zusätzlicher de-novo-Forschungsprogramme und Co-Entwicklungsprogramme weiter voranzutreiben. Im Segment AbD werden die Herstellungskosten im gleichen Verhältnis wie die Umsätze steigen.
Die Kosten für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung werden voraussichtlich leicht steigen. Auf der Basis der aktuellen Planung erwartet MorphoSys auch in 2009 und 2010 einen Gewinn auszuweisen. Für 2009 sieht das Unternehmen einen Gewinn vor. Dieser wird aufgrund erheblich höherer Investitionen in die firmeneigene Produktentwicklung geringer als im Vorjahr ausfallen. Dies steht im Einklang mit der festen Überzeugung des Managements von MorphoSys, dass der Ausbau der firmeneigenen Pipeline die beste Strategie ist, um den Unternehmenswert weiter zu steigern.
Dividende
Eine Dividende darf ausschließlich auf der Grundlage des Bilanzgewinns des deutschen Einzelabschlusses der Gesellschaft (nach Abzug bestimmter Rücklagen) beschlossen und ausgeschüttet werden. Dieser Betrag unterscheidet sich aufgrund der Anpassungen des Konzernabschlusses an IFRS von der Summe aus Kapitalrücklage und Bilanzverlust im vorliegenden Konzernabschluss. Obwohl die Gesellschaft in ihrem deutschen Einzelabschluss für das Jahr 2008 ein zu versteuerndes Ergebnis ausgewiesen hat, ergab sich zum 31. Dezember 2008 und 2007 kein Bilanzgewinn für eine Ausschüttung. Die Fähigkeit der Gesellschaft, eine Dividende zu zahlen, hängt daher von ihrer zukünftigen Ertragsentwicklung ab.
Das Unternehmen plant, auch in den kommenden Jahren keine Dividende auszuschütten. Die erzielten Gewinne aus der Geschäftstätigkeit sollen im Wesentlichen wieder investiert werden, um zukünftige Wachstumschancen nutzen zu können.
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung
Die gegenwärtige Konjunkturkrise trifft MorphoSys in einem geringeren Maße als die überwiegende Anzahl seiner Vergleichsunternehmen. Die Gesellschaft arbeitet profitabel und verfügt über eine starke Liquiditätsposition, die für strategische Akquisitionen oder das Einlizenzieren von Wirkstoffen genutzt werden kann. Wir rechnen für MorphoSys mit den folgenden Entwicklungen auf den jeweiligen Märkten:
Die Nachfrage nach neuen Behandlungsmöglichkeiten bleibt weiterhin hoch und erlaubt der Gesellschaft, ihre therapeutische Antikörperpipeline sowohl innerhalb ihrer Partnerschaften als auch in Eigenregie weiter auszubauen.
Der Markt für Antikörper zu Forschungszwecken und zur Anwendung in der Diagnostik ist vom Konjunkturabschwung betroffen. Daher wird für 2009 nicht mit einem Anstieg der öffentlichen und privaten Ausgaben für Antikörper zu Forschungszwecken gerechnet. Es wird erwartet, dass die Ausgaben des NIH (US National Institute of Health), als größte öffentliche Quelle für Fördermitteln für Forschungsprojekte, in 2009 unverändert bleiben und kleine und mittelgroße Unternehmen ihre Forschungsbudgets wahrscheinlich kürzen werden. Daneben könnten Wechselkurse das Segment negativ beeinflussen. Dessen ungeachtet ist MorphoSys jedoch zuversichtlich, dass das Segment AbD zu organischem Wachstum zurückkehrt und damit den Marktanteil der Gesellschaft erhöht.
Dieser Ausblick zieht alle Faktoren in Betracht, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Finanzberichts bekannt sind und unser Geschäft in 2009 und in der weiteren Zukunft beeinflussen könnten, und basiert auf den Annahmen des Managements. Zukünftige Resultate können von den Erwartungen, die im Ausblick beschrieben wurden, abweichen. Die wichtigsten Risiken werden im Risikobericht erläutert.
