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  • Brief des Vorstandsvorsitzenden

    Im Geschäftsjahr 2013 haben sich die Arbeit und die Investitionen in unser firmeneigenes Wirkstoffportfolio stattlich ausbezahlt und zu zwei Lizenzverträgen mit den Pharmakonzernen Celgene und GlaxoSmithKline geführt.

  • Produktpipeline

    Die Fortschritte des firmeneigenen und des mit Partnern betriebenen Teils unserer Pipeline haben den Firmenwert erheblich gesteigert. Mit Gantenerumab, Bimagrumab und Guselkumab befinden sich mehrere Kandidaten in unserer Pipeline, die dringliche medizinische Probleme adressieren.

  • Ergebnisentwicklung

    Auch finanziell betrachtet war das Jahr 2013 geprägt durch die Fortschritte unserer Produktpipeline. Die Allianzen mit Celgene und GlaxoSmithKline, der Verkauf von AbD Serotec und eine Kapitalerhöhung haben unsere liquiden Mittel auf rund 400 Millionen Euro ansteigen lassen.

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Engineering the medicines
of tomorrow

MorphoSys hat sich in der pharmazeutischen Industrie den Ruf als
Partner der Wahl für die Suche nach neuen Antikörpermedikamenten
erarbeitet. Aus einer Vielzahl von sehr erfolgreichen Forschungsallianzen
und eigenen Entwicklungsaktivitäten sind mehr als 20 therapeutische
Antikörper in klinische Studien gelangt. Darauf bauen wir auf und werden
unser firmeneigenes Portfolio weiter in eigener Regie voranbringen und erweitern.

Wir sind der Überzeugung, dass erfolgreiche Medikamentenentwicklung
keine Frage des Zufalls sein darf, sondern auf tiefgreifendem Verständnis
für die Krankheitsbiologie, umfangreichen Erfahrungen bei der Auswahl,
Charakterisierung und Entwicklung von Wirkstoffkandidaten
und exzellenten Tech­nologien basiert.

Wir haben unsere Fähigkeiten und Kenntnisse angewandt, um ein
firmen­eigenes Portfolio an Medikamentenkandidaten aufzubauen und
werden in Zukunft verstärkt eigene Produktentwicklung verfolgen. Im Jahr
2013 haben wir mit Celgene und GlaxoSmithKline zwei renommierte
Partner für die Weiterentwicklung von zwei Kandidaten aus unserem
Portfolio gewinnen können.

Engineering

Der Grundstein für den Erfolg oder Misserfolg eines thera-
peutischen Projektes wird meist gleich zu Beginn gelegt.
Umfangreiches + Verständnis der Krankheitsbiologie und
die Wahl des besten Ansatzpunktes für eine Behandlung,
bilden die wissenschaftlichen Grundvoraus­setzungen. Aber
selbst mit dem richtigen Behandlungsansatz ist die Qualität
des Wirkstoffs häufig alles entscheidend für Erfolg oder
Miss­erfolg des Projekts.

MorphoSys-Wissenschaftler sind Experten auf dem Gebiet
der therapeutischen Antikörper und unsere Fähigkeiten
können auch auf andere Molekülklassen angewandt werden.
Mit mehr als 20 Jahren + Erfahrung in der Wirkstoffsuche
und der therapeutischen Antikörperentwicklung kann
MorphoSys Projekten einen optimalen Start ermöglichen.

+ Technologie ist ein essenzieller Teil dieses Prozesses.
Mit besseren Werkzeugen lassen sich Wirkstoffe noch
schneller, flexibler und in höherer Qualität entwickeln.
Mit seinen Plattformen Ylanthia und Slonomics bewegt sich
MorphoSys an den Grenzen des technisch Machbaren,
um Antikörperwirkstoffe mit bestmöglichen Entwicklungs-
und Produkteigenschaften zu generieren.

100.000.000.000.
Antikörper

Sowohl die HuCAL- als auch die Ylanthia-Bibliothek umfassen die
Bauanleitungen für mehrere Milliarden unterschiedlicher Antikörper
und bilden dank der zusätzlichen Optimierungsmöglichkeiten das
immense Spektrum an therapeutisch relevanten Antikörpern ab.
Die große Herausforderung besteht darin, den bestmöglichen
Antikörper aus dieser immensen Vielzahl an Möglichkeiten
herauszufiltern und diesen dann sorgfältig, vorausschauend
und zügig zu entwickeln.

  • Die Ylanthia-Technologie von MorphoSys setzt bei der Generierung
    therapeutischer Antikörper neue Standards. Ihre strukturelle Vielfalt
    ermöglicht es, Antikörper gegen bislang nicht adressierbare Zielmoleküle
    zu liefern und eine einzigartige Abdeckung aller möglichen therapeutischen
    Ansatzstellen zu erzielen.

  • Mit der HuCAL-Technologie hat MorphoSys die derzeit
    erfolgreichste Antikörperbibliothek in der biopharmazeutischen
    Industrie etabliert.

  • Slonomics ermöglicht punktgenaue Modifikationen
    der Gensequenz und die Herstellung präzise definierter
    Genbibliotheken.

  • MorphoSys hat weitreichende Erfahrung bei der Auswahl und
    Anwendung aussagekräftiger In-vivo-Modelle im Bereich der
    entzündlichen Erkrankungen sowie der Onkologie durch seine
    firmen­eigenen Programme und im Rahmen von Partnerschaften in
    einem noch breiteren Krankheitsspektrum.

  • Um den bestmöglichen Antikörper zu identifizieren, sind die
    Bestimmung seiner biophysikalischen Eigenschaften und insbesondere
    die funktionale Charakterisierung wichtig. Kann der
    Antikörper Krebszellen im Laborversuch abtöten? Durchdringt der
    Antiköper Tumorgewebe?

Viele Eigenschaften eines Antikörpermoleküls
können für eine bessere Entwickelbarkeit
im jeweiligen Krankheitsbereich und eine höhere
Erfolgswahrscheinlichkeit des gesamten
Projekts optimiert werden.

Aggregationsverhalten

Wie stabil bleibt der Antikörper in Lösung? Kann er länger so gelagert werden?

Löslichkeit

Wie viel Antikörper löst sich in vorgegebenen Flüssigkeitsmengen? Ist eine subkutane Verabreichung möglich?

Kreuzreaktivität

Erkennt der Antikörper das Zielmolekül auch in anderen Spezies?

Bindungsstärke

Wie fest ist die Verbindung zwischen Antikörper und Zielmolekül?

Spezifität

Wie spezifisch erkennt der Antikörper sein Ziel­molekül? Bindet er auch an andere Strukturen im Körper?

Produktionseigenschaften

Wie hoch sind die Ausbeuten, wenn der Antikörper in größerem Maßstab hergestellt wird?

MorphoSys’ Erfolgsraten
vom Zielmolekül zur Auswahl eines
therapeutischen Kanditaten liegen bei 80%.

MEDICINES

Aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften sind therapeutische
Antikörper nach wie vor eine der am schnellsten wachsenden
Medikamentenklassen der Humanmedizin. Bis ein Wirkstoff auf
dem Markt als Medikament zugelassen wird, muss er in klinischen
Studien einer äußerst kritischen Prüfung standhalten und
zahlreiche Auflagen und behörd­liche Anforderungen erfüllen.
MorphoSys hat umfangreiche Kenntnisse erworben, sodass die klinischen
Studien seiner firmeneigenen Programme international geplant und
durch­geführt werden können.

Alle Disziplinen und Teams innerhalb der MorphoSys-
Gruppe arbeiten eng verzahnt miteinander, um Programme
schnell von der Wirkstoffsuche in die klinische Entwicklung
voranzubringen. Das Unternehmen hat zusätzlich die
Weichen gestellt, um mittelfristig zu einer kommerziellen
Organisation zu reifen.

  • Antikörpertechnologien: industrieweit führende Antikörperbibliotheken und Zusatzsysteme
  • Antikörperscreening und -auswahl: unterschiedliche Strategien zur Identifikation der besten Antikörper
  • Charakterisierung der Antikörper, Assay-­Entwicklung und biologische Expertise: Jeder Wirkstoff wird auf Herz und Nieren geprüft
  • Antikörperproduktion und
    CMC-Management:
    Entwicklung
    der besten Produkt­ionsmethode
    und Verabreichungsform
  • Präklinische Entwicklung: Evaluierung der Wirksamkeit und Sicherheit im Tiermodell

Klinische Entwicklung:
Erprobung des Wirkstoffs
am Menschen

Klinische Phase 1

Studien mit einer kleinen Anzahl gesunder Probanden oder Patienten. Erste Erkenntnisse bezüglich Dosierung, Sicherheit und Verträglichkeit

16 laufende klinische Studien der Phase 1 mit MorphoSys-Antikörpern

Klinische Phase 2

Studien mit einer begrenzten Anzahl an Patienten. Beurteilung der Wirksamkeit des Produkts für spezifische Indikationen. Festlegung der optimalen Dosierung, Bestimmung von Risiken und Nebenwirkungen

24 laufende klinische Studien der Phase 2 mit MorphoSys-Antikörpern

Klinische Phase 3

Verabreichung des Produkts an eine größere Patientenzahl über einen längeren Zeitraum zur Beurteilung des grundlegenden Nutzen-Risiko-Verhältnisses. Meist sind zwei oder mehr Phase-3-Studien erforderlich, um eine behördliche Marktzulassung zu erreichen.

4 laufende klinische Studien der Phase 3 mit MorphoSys-Antikörpern

  • Bislang hat MorphoSys klinische Studien an 40 Klinik­zentren
    in 12 Ländern durchgeführt und erfolgreich geleitet.

  • MorphoSys verfügt über umfangreiche Kenntnisse im Bereich
    der Herstellungsprozesse sowie der Formulierungs- und Stabilitätsstudien.

  • Als Teil des MOR103-Projekts hat MorphoSys intravenöse und
    subkutane Verabreichungsformen etabliert.

  • MorphoSys hat im Rahmen seiner Programme MOR103 und MOR202
    verschiedene Toxikologie- und präklinische Wirksamkeitsstudien
    erfolgreich durchgeführt.

Tomorrow

Zukünftige Medikamente müssen in vielerlei Hinsicht
besser sein als die heute verfügbaren Präparate. Klar
differenzierte Wirkstoffe, die aus der Masse an Ansätzen
hervorstechen und innovative Ansätze verfolgen,
werden dabei die wichtigsten Werttreiber in der Pharma­-
industrie bilden. MorphoSys’ Technologien und Erfahrung
helfen dabei, Wirkstoffe mit einmaligen Eigenschaften
zu finden.

Zellmembran
ZielmolekülKrankheits-
entstehung

Die Wechselwirkungen von Rezeptoren in der Zellmembran
sind ein natürlicher Prozess, der jedoch insbesondere bei
Krebserkrankungen aus der Balance gerät. Ein Antikörper-
wirkstoff,der an die am besten geeignete Stelle, an ein
einzigartiges Epitop eines Rezeptors, bindet, kann so in
den Krankheitsverlauf am besten eingreifen.

Einzigartige Ansatzpunkte: MorphoSys’ Ylanthia-Antikörper­bibliothek
hat aufgrund ihrer strukturellen Vielfalt und Diversität die bestmöglichen
Voraussetzungen, Antikörper gegen alle möglichen Ansatzpunkte
krankheitsrelevanter Zielmoleküle zu liefern. Gelingt es, alle
Möglichkeiten, Antikörper an ein aussichtsreiches Ziel­molekül zu
binden, auszuschöpfen, ergeben sich einzigartige Produktmöglichkeiten
und Wirkstoffkandidaten, die an den alles entscheidenden Stellen in den
Krankheitsverlauf eingreifen können.

Zellmembran
ZielmolekülGPCR-Molekül

Die sogenannten GPCR-Moleküle repräsentieren
die größte Klasse an krankheitsrelevanten Zielmolekülen
für pharmazeutische Wirkstoffe, die sich derzeit am Markt
befinden. GPCRs finden sich in jeder Zelle des Körpers
und dienen dazu, Signale aus der Zellumgebung durch die
Membran ins Zellinnere auf nachgeschaltete Signalkaskaden
zu übermitteln sowie die Kommunikation zwischen Zellen
und Organen zu ermöglichen.

Bislang unerreichbare Zielmoleküle: Dank der leistungsfähigen
Technologien von MorphoSys und seinen Partnern rücken auch
Therapieansätze in den Bereich des Möglichen, die bislang mit
Antikörpern kaum oder nicht gezielt verfolgt werden konnten.
MorphoSys ist der Überzeugung, dass durch diesen Ansatz
eine neue Welle an zukünftigen Antikörpermedikamenten
möglich wird.

Klar differenzierte Wirkstoffe sind die Zukunft des Gesundheitswesens.

Simon Moroney, Vorstandsvorsitzender der MorphoSys AG
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