Konzern-Zwischenlagebericht:
1. Januar – 31. März 2011

Unternehmerisches Umfeld und Geschäftsaktivitäten

Wirtschaftliche Entwicklung

Die Katastrophe in Japan in Folge des Erdbebens und des Tsunami sowie die Instabilität im Nahen Osten und in Nordafrika haben im Berichtsquartal die globalen Finanzmärkte verunsichert. Dennoch scheint nach OECD-Angaben (Organization for Economic Co-operation and Development) das Wachstum in den G7-Staaten (ohne Japan) ausgeprägter zu sein als prognostiziert.

Branchenüberblick

Im ersten Quartal 2011 hat die US-Zulassungsbehörde für Arznei- und Lebensmittel (FDA) dem von Human Genome Sciences und GlaxoSmithKline entwickelten vollständig menschlichen monoklonalen Antikörper Benlysta® (belimumab) zur Behandlung von systemischem Lupus Erythematodes die Zulassung erteilt. Außerdem hat die FDA dem vollständig menschlichen Antikörper Yervoy™ (ipilimumab) zur Behandlung von Patienten mit frisch diagnostizierten bzw. vorbehandelten unresezierbaren oder metastatischen Melanomen, der tödlichsten Form von Hautkrebs, die Zulassung erteilt.

Zu den bedeutenden Abkommen auf dem Gebiet der Antikörpertechnologien und -produkte zählten das Forschungs- und Entwicklungsabkommen zwischen Pfizer und Theraclone Sciences im Bereich entzündlicher Erkrankungen und Onkologie sowie das Lizenzabkommen zwischen Xencor und Amgen für den entzündungshemmenden Antikörper XmAb®5871. Daneben ist Xoma für sein Antirheumatikum XOMA 052 mit dem französischen Arzneimittelhersteller Servier eine Partnerschaft eingegangen.

Im privatfinanzierten Bereich der Biotechnologiebranche hat das dänische Antikörperunternehmen Symphogen eine Platzierung von 100 Mio. € durchgeführt. Die Finanzierungsrunde gilt als die bislang größte Kapitalmaßnahme eines privaten Biotechnologieunternehmens in Europa.

Geschäftsverlauf

MorphoSys hatte ein starkes erstes Quartal mit dem im Rahmen der Novartis-Allianz erreichten Technologiemeilenstein als wichtigen Wachstumstreiber. Die durch dieses Ereignis ausgelöste Zahlung in Höhe eines zweistelligen Millionen-Euro-Betrags beeinflusste die Umsatzerlöse deutlich und wird im zweiten Quartal 2011 die Liquiditätsposition der Gesellschaft weiter verbessern. Die Produktpipeline von MorphoSys verminderte sich im Vergleich zum Jahresanfang um ein firmeneigenes Programm. Zum Abschluss des ersten Quartals 2011 zählt MorphoSys’ Medikamentenpipeline 74 Partner- und firmeneigene Programme, von denen sich 17 in der klinischen Entwicklung befinden.

Mit der im ersten Quartal gezeigten Leistung befindet sich MorphoSys auf dem besten Weg, seine für das Gesamtjahr gesteckten Ziele zu erreichen.