Strategie und Leistungsmanagement

STRATEGIE

MorphoSys ist auf die Entwicklung von innovativen Technologien und Medikamentenkandidaten fokussiert. Der Schwerpunkt liegt auf Antikörper-basierten Wirkstoffen. Umsatzgenerierende Partnerschaften mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen schaffen dabei den finanziellen Freiraum für eine zusätzliche Wertsteigerung durch die Entwicklung von firmeneigenen Medikamentenkandidaten. Dieses Geschäftsmodell ermöglicht einen stetigen Ausbau der Produktpipeline und damit lang­fristigen Wertzuwachs für die Aktionäre der Gesellschaft, ohne dass MorphoSys dabei auf den Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle angewiesen ist. Im Jahr 2012 wurde mit einer Investition in Höhe von 18,1 Mio. € oder ca. 35 % der Umsatzerlöse der fortgeführten Geschäftsbereiche in die firmeneigene F&E  ein vergleichbares Investitionsniveau hinsichtlich der langfristigen Werttreiber erreicht wie in 2011.

Das Segment Partnered Discovery als erste Säule der Unternehmensstrategie entwickelt für Partner aus der Pharmaindustrie optimierte therapeutische Antikörper. Mit 70 Partnerprogrammen zum Ende des Geschäftsjahres 2012 verfügt MorphoSys über eine der breitesten Antikörperpipelines der Branche. Die daraus vertraglich zugesicherten Zahlungen beziehen Lizenzgebühren für Technologien und finanzierte Forschungsleistung ebenso mit ein, wie erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Produktverkäufe. Die auf diese Weise generierten Cashflows* können im Segment Proprietary Development, der zweiten Säule, investiert werden. Die Entwicklung firmeneigener Antikörperprogramme basiert auf den gleichen Technologieplattformen. Allerdings werden in diesem Segment die Wirkstoffe bis zum Nachweis ihrer klinischen Wirksamkeit komplett eigenständig oder auch in gleichberechtigen Partnerschaften (co-development) entwickelt, bevor sie für die Spät­phasen der Entwicklung und zur Vermarktung an ein Pharma- oder Biotechnologieunternehmen auslizenziert werden sollen. Unter bestimmten Voraussetzungen könnten einzelne Projekte auch länger in eigener Regie entwickelt werden, eventuell sogar bis zur Marktreife.

Technologieentwicklung ist nach wie vor ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Im November 2012 wurde mit Ylanthia  erstmals MorphoSys’ nächste Generation der Antikörpertechnologien in eine erfolgreiche Kooperation eingebracht. Parallel dazu startete MorphoSys in 2012 eine neue Initiative in diesem Bereich. Das Unternehmen investiert in vielversprechende Start-Ups, deren Technologien und Produkte zu den Interessen von MorphoSys passen. Als erstes Engagement in diesem Zusammenhang gab MorphoSys im November 2012 eine Kooperation mit dem Biopharmazie-Unternehmen Lanthio Pharma ­bekannt. Das niederländische Unternehmen ist auf die Erforschung und Entwicklung von Lantipeptiden spezialisiert, einer neuartigen Klasse von Peptid-Therapeutika, mit einer hohen Zielmolekülselektivität und verbesserten Wirkstoffeigenschaften. Durch ihre Größe – Lantipeptide  sind deutlich kleiner als Antikörper  – können Zielmolekülklassen adressiert werden, die für Antikörper ungeeignet sind. Im Rahmen ihrer Kooperation werden MorphoSys und Lanthio Pharma ihre Technologien gemeinsam einsetzen, um hochqualitative und -diverse Lantipeptid-Bibliotheken zu entwickeln.

Im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung beobachtet MorphoSys die internationale Biotechnologiebranche sehr intensiv, um durch sich bietende Akquisitionen und durch Einlizenzierung nachhaltiges Wachstum sicherzustellen. Die am Ende des Jahres 2012 vorhandenen Liquiditätsreserven von rund 135,7 Mio. € (inklusive eines verzinslichen übertragbaren Dar­lehens in Höhe von 10,0 Mio. € und liquiden Mitteln in Höhe von 5,3 Mio. € aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich AbD Serotec) sind für strategische Transaktionen und für Investitionen in unternehmenseigene Forschung und Entwicklung reserviert, die die Technologiebasis und die therapeutische Pipeline von MorphoSys stärken können. Das erklärte Ziel ist es, bei gleichbleibender finanzieller Disziplin und mit konsequenter Kostenkontrolle durch signifikante Investitionen in die fir­meneigenen Entwicklungsaktivitäten den Firmenwert weiter zu steigern.

Ende 2012 gab MorphoSys die Veräußerung des überwiegenden Teils seines Segments für Forschungs- und diagnostische Antikörper, AbD Serotec, bekannt. Diese Transaktion soll den Fokus der Gesellschaft noch stärker auf MorphoSys’ Kernkompetenz im therapeutischen Bereich lenken, die das größte Wachstums­potenzial im Unternehmen bietet. In der Folge wird die Orga­nisation vollständig auf Technologien und Medikamentenentwicklung ausgerichtet sein, was einen gezielten Einsatz der finanziellen und personellen Ressourcen auf die entscheidenden Werttreiber ermöglicht.

LEISTUNGSMANAGEMENT

Um ein nachhaltiges Unternehmenswachstum und damit eine Wertsteigerung für seine Aktionäre zu erzielen, kommen bei MorphoSys sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Indikatoren zum Einsatz. Diese helfen, im operativen Tagesgeschäft den Erfolg der strategischen Entscheidungen zu überwachen und bei Bedarf zeitnah geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Als Finanzindikatoren im Hinblick auf die operative Unternehmensleistung dienen vor allem Kennziffern wie Umsatzerlöse und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Für alle Segmente wird die Leistung auf monatlicher Basis ermittelt; die Budgetplanung des laufenden Geschäftsjahres wird vierteljährlich überarbeitet und aktualisiert. Darüber hinaus wird einmal im Jahr eine mittelfristige, die nächsten drei Jahre abdeckende Planung erstellt. Eine eingehende Kostenanalyse, anhand derer die Gesellschaft die Einhaltung von Finanzzielen überwacht und einen Vergleich zu Vorperioden vornimmt, erfolgt auf fortlaufender Basis. Die Kosten für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung sowie für F&E werden besonders sorgfältig überwacht.

TAB. 3 /// ENTWICKLUNG DER FINANZIELLEN LEISTUNGSINDIKATOREN

in Mio. €   2012   2011   2010   2009   2008  
MorphoSys-Konzern
Konzernumsatz der fortgeführten
Geschäftsbereiche*
51,9 82,1 87,0 81,0 71,6
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) der
fortgeführten Geschäftsbereiche**
2,4 9,8 9,8 11,4 16,4
Partnered Discovery
Segmentumsatz 44,7 79,3 66,3 61,7 54,3
Segmentergebnis 23,0 55,7 42,7 39,6 34,4
Proprietary Development
Segmentumsatz 7,0 2,4 1,8 1,0 0
Segmentergebnis – 11,0 – 32,2 – 24,5 – 18,3 8,9
AbD Serotec
Segmentumsatz 18,0 19,3 20,2 19,3 18,2
Segmentergebnis 0,3 0,9 1,2 1,0 0,4

* Konzernumsatz des aufgegebenen Geschäftsbereichs 2012: 17,7 Mio. € (2011: 18,7 Mio. €); 2008 bis 2010 Konzernumsatz des Gesamtkonzerns.
** 2008 bis 2010: Konzernergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

MorphoSys’ Geschäftsverlauf wird durch Faktoren wie Meilenstein- und Lizenzzahlungen, Forschungs- und Entwicklungskosten, operative Cashflows, Liquidität und Betriebskapital (working capital) beeinflusst. Diese Indikatoren werden ebenfalls regelmäßig bewertet und abgeglichen, wobei das Cash-Management, der ­Einfluss von Währungseffekten und sich bietende Investitionschancen im Mittelpunkt stehen. Der Barwert von Investitionen wird mithilfe von Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt.

NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Neben den finanzbezogenen Leistungsindikatoren müssen für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung nicht-finanzielle Leistungsindikatoren als ebenbürtige Komponenten herangezogen werden, um die gesamte Wertschöpfungskette abzubilden.

MorphoSys’ Ziel ist es, erstklassige Antikörpertechnologien zu entwickeln und dank seiner breiten Produktpipeline seine führende Position im Markt für Therapeutika zu behaupten. Zur Erreichung dieses Ziels richtet sich die Unternehmensstrategie insbesondere auf die stetige Weiterentwicklung der Produktpipeline, sowohl im Hinblick auf die Anzahl der therapeutischen Antikörper als auch auf deren Qualität und Reife. Da erfolgreiche Produkte auf erstklassigen Technologien basieren, sind Fortschritte in der Technologieentwicklung ein weiterer zentraler Leistungsindikator. Nähere Informationen zu F&E im MorphoSys-Konzern finden Sie unter Forschung und Entwicklung.

Zusätzlich zur Qualität der Forschungs- und Entwicklungsarbeit steht ein professionelles Management der Partnerschaften im Zentrum des Erfolgs. Dies umfasst neben Neuverträgen auch die strategische Weiterentwicklung von bestehenden Allianzen, wie der erfolgreiche Vermarktungsbeginn der Ylanthia-Plattform mit Novartis im November 2012 zeigte. Mehr zu Partnerprojekten erfahren Sie unter „Forschung und Entwicklung mit Patnern“.

Darüber hinaus ist die Überwachung weiterer nicht-finanzieller Indikatoren entscheidend für den Unternehmenserfolg.

Gut ausgebildete und engagierte Mitarbeiter sind die Voraussetzung dafür, in einer auf F&E basierenden Branche wie der Biotechnologie langfristig erfolgreich bestehen zu können. Nur mit einer leistungsorientierten und vorausschauenden Personalstrategie kann die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesichert und weiter ausgebaut werden. Deshalb kommt dem Personalmanagement eine strategische Schlüsselrolle zu. Ziel ist es, vielversprechende Talente für MorphoSys zu begeistern, Leistungsträger an die Gesellschaft zu binden sowie Mitarbeiter kontinuierlich und gezielt weiterzuentwickeln. Ein Ausdruck für den Erfolg des Personalmanagements in den vergangenen Jahren ist die hoch qualifizierte und erfahrene ­Belegschaft. Informationen rund um das Personalmanagement von MorphoSys erfahren Sie unter Personal sowie unter Nachhaltigkeitsbericht.

Verantwortungsvolles Handeln ist ein wesentliches Kennzeichen von MorphoSys’ Unternehmensführung. Entscheidend ist dabei, im Einklang mit strengen ökologischen und sozialen Grundsätzen zu arbeiten. Aus diesem Grund werden alle Prozesse und Produkte im Hinblick auf ihre Auswirkung auf Umweltschutz und Arbeitssicherheit geprüft. Ebenso zentral für eine zukunftsgerichtete Geschäftsstrategie ist eine strenge Qualitätssicherung, damit sowohl den eigenen hohen Qualitätsansprüchen, als auch den Anforderungen unserer Partner und Kunden Genüge getan wird. Details hierzu finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht.

Um der wachsenden Bedeutung von Beschaffungsprozessen in der Wertschöpfung Rechnung zu tragen, wurde eine entsprechende Richtlinie im Unternehmen etabliert. Sie stellt die Einhaltung von Best-Practice-Lösungen bei Einkaufsprozessen sicher und regelt den Einkauf von Waren, Dienst- und Beratungsleistungen. Näheres zum Einkaufs- und Beschaffungsmanagement ­finden Sie ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht.

Im Frühjahr 2012 wurde das Effizienzsteigerungsprojekt ­„Gepard“ ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, Verbesserungsvorschläge von allen Mitarbeitern zu identifizieren und umzusetzen, die die Effizienz und Qualität der Arbeit steigern. Das Projekt unterstreicht das permanente Streben nach Optimierung als Teil der MorphoSys-Unternehmenskultur, die darauf ausgerichtet ist, das Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig zu halten.

TAB. 4 /// SUSTAINABLE DEVELOPMENT KEY PERFORMANCE INDICATORS (SD-KPIS) BEI MORPHOSYS

  2012   2011   2010   2009   2008   2007   2006  
Performance in eigener
Forschung & Entwicklung (Anzahl)
Programme in der Wirkstoffsuche 2 4 5 3 1 0 0
Programme in der Präklinik 0 0 1 1 1 1 2
Programme in der Phase I 2 3 1 0 1 1 0
Programme in der Phase II 2 1 1 1 0 0 0
Performance in ­
Partnerprogrammen (Anzahl)
Programme in der Wirkstoffsuche 34 28 32 32 22 23 27
Programme in der Präklinik 20 24 20 27 29 24 14
Programme in der Phase I 8 9 10 4 3 3 2
Programme in der Phase II 7 7 5 3 1 0 0
Programme in der Phase III 1 0 0 0 0 0 0
F&E Aufwand nach Segment (in Mio. €)
Partnered Discovery 16,0 19,1 18,9 19,2 27,1 21,0 14,5
Proprietary Development 18,1 33,9 25,9 19,1 0,0 0,0 0,0
Technologieentwicklung 3,6 2,9 2,1 0,7 0,5 1,2 3

ABB. 3 /// KLINISCHE PIPELINE AM JAHRESENDE

ABB. 4 /// ÜBERSICHT ÜBER DIE NEUESTEN MORPHOSYS-TECHNOLOGIEN

TAB. 5 /// MITARBEITERBEZOGENE KENNZAHLEN 2012 MORPHOSYS-KONZERN

Mitarbeiterschulungen zum Code of Conduct   (%)   100  
Mitarbeiter F&E (Anzahl) 278
Frauenanteil an der Belegschaft (%) 60
Auszubildende (Anzahl) 10
Arbeitsunfälle (Anzahl) 3
Fehlzeiten im Unternehmen (%) 3,01

Die Mitarbeiter des Unternehmens konnten im Rahmen dieses Projekts ab Juni 2012 innerhalb eines definierten Zeitraums Verbesserungsvorschläge zu unterschiedlichen Themengebieten einreichen. In dieser Zeit gingen 168 Vorschläge ein, die im Anschluss von neun Arbeitsgruppen bearbeitet wurden. Knapp die Hälfte der Vorschläge wurde zum Ende 2012 bereits erfolgreich umgesetzt. Neben Themen aus dem Bereich IT/Software wurden auch Personalthemen sowie Verbesserungen der Labor­abläufe genannt. Aber auch Verbesserungsvorschläge zu ­weiteren internen Prozessen sowie im Bereich Finanzen und Verträge waren vertreten.

Beispielsweise wurde mit MOR2WORK eine Online-Mitfahrzentrale für Mitarbeiter eingerichtet, über die sich Fahrgemeinschaften für den Arbeitsweg organisieren können. Die Vorteile liegen zum einem in einem nachhaltigen Verhalten mit vermindertem CO2-Ausstoß, zum anderen profitieren die Mitarbeiter auch ganz konkret von Ersparnissen beim Benzinverbrauch. Zudem fördert der auf dieser Plattform angeregte Austausch die Kommunikation und den Gemeinschaftssinn der Mitarbeiter.

FRÜHINDIKATOREN

MorphoSys überprüft auf monatlicher Basis Frühindikatoren, die sich auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld, die Branche und das Unternehmen selbst beziehen. Auf Unternehmens­ebene werden für die therapeutischen Segmente ökonomische Daten zum Fortschritt der einzelnen Programme erhoben, für AbD Serotec waren Statistiken zu den Absatzvolumina ausschlaggebend. Als makroökonomische Frühindikatoren nutzt MorphoSys allgemeine Marktdaten aus externen finanzwirtschaftlichen Studien, die insbesondere im Hinblick auf Trans­aktionen der Branche, Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen sowie die Verfügbarkeit von Forschungsgeldern geprüft werden.

Bei bestehenden aktiven Kooperationen tagt regelmäßig ein ­gemeinschaftlicher Lenkungsausschuss, dessen Aufgaben die Aktualisierung und Überwachung der Programmfortschritte und eventuell daraus entstehender Meilensteinzahlungen sind. Diese laufende Überprüfung im Rahmen des Alliance Management ermöglicht zum einen ein frühzeitiges Eingreifen bei möglichen Fehlentwicklungen und gibt zum anderen in einem sehr frühen Stadium bereits Aufschluss über zu erwartende Einnahmen aus Meilensteinen. Im Fall von nicht-aktiven Kooperationen wird ein Bericht erstellt, der MorphoSys hilft, den Status der laufenden therapeutischen Programme zu verfolgen.

Als Frühindikatoren im Bereich der Geschäftsentwicklung dienen Marktanalysen, mittels derer der Bedarf neuer Technologien im Markt eruiert wird. Eine permanente Beobachtung des Marktes ermöglicht es MorphoSys, frühzeitig auf Trends und Anforderungen zu reagieren und so neue eigene Aktivitäten oder Partnerschaften in die Wege zu leiten.

Vor der Entwicklung eines therapeutischen Produktes wird ein Target Product Profile ( TPP  )* erstellt. Dieses Vorgehen gibt frühzeitig Aufschluss darüber, welche Eigenschaften ein Produkt erreichen muss, um in Zukunft erfolgreich am Markt platziert werden zu können. Zentrale Fragestellungen werden im Rahmen dieses Prozesses geklärt, beispielsweise welche Wirksamkeit erzielt werden soll, ob eine Verbesserung des Sicherheitsprofils im Zentrum der Entwicklung steht oder ob der Fokus auf einer veränderten Darreichungsform des Medikamentenkandidaten liegen soll. Auch die konkrete Beschreibung der möglichen Positionierung im Markt sowie der relevanten Pa­tientengruppen fällt unter das TPP. Ein dauerhaftes Monitoring der Kriterien und deren Erfüllung stellt sicher, dass im Lauf ­einer Produktentwicklung stets die wichtigsten Einflussfaktoren berücksichtigt werden und auf Veränderungen rechtzeitig reagiert werden kann.

Im Segment AbD Serotec wurden sowohl monetäre, als auch nicht-monetäre Frühindikatoren herangezogen. Die Erstellung von Umsatzprognosen spielte ebenso wie die Überwachung von Neuentwicklungen am Markt eine entscheidende Rolle. Die Überwachung der Fördermittelvergabe an wissenschaftliche Einrichtungen und Institute gibt frühzeitig Aufschluss über die zu erwartenden finanziellen Mittel dieses Kundensegments. Ebenfalls von zentraler Bedeutung für ein vorausschauendes Management ist die Beobachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen im Bereich Forschung und Diagnostik.