Ausblick

voraussichtliche entwicklung des gesundheitssektors

Die Pharmabranche steht unverändert vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Verkaufs- und Marketingstrategien werden zur Bekämpfung der auf den Markt drängenden Generika überdacht. Das Outsourcing nimmt weiter zu – selbst in Kernbereichen wie beispielsweise Forschung und Entwicklung. Einlizenzierungsabkommen und M&A-Aktivitäten sind weiterhin das Mittel der Wahl für Pharmaunternehmen, die ihre Pipelines stärken wollen. Der Bedarf von Pharmaunternehmen an neuartigen Produktkandidaten und technologischen Innovationen bietet der Biotechnologiebranche weiterhin attraktive Chancen. Die Sicherstellung der für die umfangreichen Entwicklungsaktivitäten erforderlichen Finanz­mittel stellt für die Biotechnologiebranche die größte Herausforderung dar.

MorphoSys ist für diese anspruchsvollen Rahmenbedingungen gut gerüstet. Mit seinen etablierten und bewährten Technologien entwickelt MorphoSys zusammen mit Partnern und auf eigene Rechnung eine breite und nachhaltige Pipeline an innovativen Antikörper-Medikamentenkandidaten. Im therapeutischen Bereich sorgt die Vermarktung dieser Technologien für gesicherte Mittelzuflüsse aus langfristigen Kooperationen mit großen Pharmaunternehmen. Im Gegensatz zu den meisten Biotechnologieunternehmen verfügt der MorphoSys-Konzern über stabile Cashflows und eine starke Liquiditätsposition, was ihn in die Lage versetzt, seine Geschäftstätigkeit durch Investitionen in die firmeneigene Medikamenten- und Technologieentwicklung weiter auszubauen.

Finanzprognose

Am 05. März 2013 veröffentlichte die MorphoSys AG ihre Finanzprognose für das laufende Jahr. MorphoSys erwartet für das Jahr 2013 Umsatzerlöse zwischen 48 Millionen Euro und 52 Millionen Euro sowie einen Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen -18 Millionen Euro und -22 Millionen Euro. Der Ausblick umfasst dabei jedoch nicht die Auslizenzierung eines firmeneigenen Entwicklungs­programms des Unternehmens, den das Unternehmen für 2013 anstrebt. Die Investitionen in die firmeneigene Forschung und Entwicklung werden sich 2013 auf ca. 32 Millionen Euro bis 37 Millionen Euro belaufen.

Die im Geschäftsbericht 2012 auf den Seiten 58 bis 61 getätigten Aussagen zum strategischen Ausblick, zur voraussichtlichen Geschäfts- und Personalentwicklung, zur künftigen Forschung und Entwicklung sowie zur Dividendenpolitik haben unverändert Gültigkeit.