Unternehmerisches Umfeld und Geschäftsaktivitäten

Wirtschaftliche entwicklung

Zu Beginn des Jahres wirkte sich der in den USA Ende 2012 übergangsweise gefundene Kompromiss zwischen Demokraten und Republikanern bezüglich der Fiskalklippe noch positiv aus. Im März hingegen konnte keine endgültige Einigung erzielt werden und die als Fiskalklippe umschriebenen automatischen Haushaltskürzungen werden nun eintreten.

Die Krise der Eurozone schien ihren Tiefpunkt im Februar erreicht zu haben. Deutschland konnte mit starken Daten zum Export positive Signale senden. Die Europäische Zentralbank hielt die Zinsen im Euro-Raum auf dem niedrigen Stand von 0,75 Prozent, da sie eine Erholung der Konjunktur im Laufe des Jahres erwartet.

Im März lag der Fokus zunächst auf den italienischen Parlamentswahlen. Da diese keinen klaren Sieger hervorbrachten, entstanden weitere Unsicherheiten in der Eurozone. Ein weiterer konjunkturell belastender Faktor kam aus Zypern. Um die Zahlungsfähigkeit abzuwenden, wurde ein viel diskutierter Sparplan ausgearbeitet, der vorsah, auch Kleinsparer in die Haftung zu nehmen. Ähnliche Maßnahmen wurden daraufhin für weitere Problemstaaten in der EU befürchtet, was zu vermehrten Unsicherheiten führte und Druck auf die Aktienmärkte ausübte.

branchenüberblick

Im ersten Quartal 2013 wurden mehrere Ankündigungen auf dem Gebiet der Antikörpertechnologien und -produkte veröffentlicht.

In den USA wurde mit dem Präparat Kadcyla (Trastuzumab Emtansine) ein neues Antikörper-Wirkstoff-Konjugat für die Behandlung von HER2-positivem metastasierendem Brustkrebs zugelassen. Das Medikament wird vom Pharmakonzern Roche vertrieben.

Die US-Arzneimittelaufsicht FDA  hat mit den sogenannten „breakthrough designations“ einen neuen, wesentlich schnelleren Zulassungsweg eingeführt, der Wirkstoffen mit erheblichem medizinischen Potenzial einen schnellen Marktzugang ermöglicht. Erste Wirkstoffe, wie das im Bereich der malignen B-Zell-Erkrankungen angesiedelte Präparat ibrutinib in den Indikationen Mantelzell-Lymphom und Waldenström Makroglobulinämie, wurden von der FDA für diesen Zulassungsweg bestätigt.

Das Biotechnologie-Unternehmen Biogen Idec hat bekannt gegeben, seinem Entwicklungspartner Elan Corp. alle Rechte am Multiple-Sklerose-Antikörper Tysabri abzukaufen. Biogen zahlt Elan dafür 3,25 Milliarden US-Dollar.

geschäftsverlauf

MorphoSys ist wie geplant ins Jahr 2013 gestartet. Die Pipeline hat sich stabil entwickelt mit einem ersten neuen Klinikgang durch das Partnerunternehmen Novartis. Im Rahmen seiner firmeneigenen Entwicklungsprogramme hat MorphoSys die Vorbereitungen der Phase-2-Studien für den Krebswirkstoff MOR208 weiter vorangebracht, sodass erste Patienten im April in die ALL- Studie eingeschlossen werden konnten. Verhandlungen für die Auslizensierung des Wirkstoffprograms MOR103 wurden fortgeführt.

Am Ende des ersten Quartals 2013 zählte die Produktpipeline von MorphoSys 80 Partner- und firmeneigene Programme, von denen sich 21 in der klinischen Entwicklung befanden.

Für seine Technologieplattform Ylanthia  konnte MorphoSys mit der US-Biotechnologiefirma Heptares einen zweiten Partner gewinnen. Der im Rahmen dieser Partnerschaft ebenfalls gesicherte Zugang zu neuen Zielmolekülen der GPCR-Klasse könnte die weitere Kommerzialisierung der Ylanthia-Plattform positiv beeinflussen.

Die Veräußerung der AbD Serotec-Geschäftseinheit an den Diagnostikkonzern Bio-Rad wurde nach der Bekanntgabe der Transaktion im Dezember 2012 binnen weniger Wochen am 10. Januar 2013 endgültig abgeschlossen.

Mit den in den ersten drei Monaten 2013 gezeigten Ergebnissen befindet sich MorphoSys auf gutem Weg, seine für das Gesamtjahr gesteckten Geschäfts- und Finanzziele zu erreichen.