Analyse der Vermögens-, Finanz und Ertragslage

Ende 2012 hat MorphoSys den Verkauf des überwiegenden Teils der Geschäftseinheit AbD Serotec an Bio-Rad Laboratories, Inc. (Bio-Rad) bekannt gegeben. Zum 31. Dezember 2012 bildete der überwiegende Teil des Geschäftssegments AbD Serotec einen aufgegebenen Geschäftsbereich im Sinne von IFRS 5. Die Geschäftssegmente Partnered Discovery und Proprietary Development und der nicht aufgegebene Geschäftsbereich des Segments AbD Serotec waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 als fortgeführte Geschäftsbereiche zu qualifizieren. Der vollständige Abschluss der Transaktion war an die Erfüllung bestimmter Bedingungen geknüpft, die am 10. Januar 2013 (Closing) erfüllt wurden, so dass der überwiegende Teil des Geschäftssegments AbD Serotec mit Wirkung von diesem Datum veräußert wurde. Folglich sind die finanziellen Auswirkungen für den noch bis zum 10. Januar 2013 zur MorphoSys-Gruppe gehörenden aufgegebenen Geschäftsbereich AbD Serotec im Folgenden erläutert.

Zum 31. Dezember 2013 waren die Gesellschaften MorphoSys UK Ltd., Oxford, Großbritannien, MorphoSys US, Inc., Raleigh, USA und MorphoSys AbD GmbH, Düsseldorf, nicht mehr im Konsolidierungskreis des MorphoSys-Konzerns enthalten.

Umsatzerlöse

Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Konzernumsatzerlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen um 50 % auf 78,0 Millionen Euro (2012: 51,9 Millionen Euro) gesteigert. Dieser Anstieg ergab sich vor allem aus der Auslizenzierung des Antikörperprogramms MOR103 an GlaxoSmithKline sowie aus Lizenzeinnahmen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Geschäftseinheit AbD Serotec an Bio-Rad. Im Rahmen dieses Verkaufs wurde Bio-Rad auch eine nicht-exklusive Lizenz für den Einsatz der HuCAL-Technologie im Markt für Forschungsreagenzien und Diagnostik übertragen. Darüber hinaus resultiert der Anstieg aus dem weltweiten Abkommen mit Celgene Corporation zur gemeinsamen Entwicklung des Krebsprogramms MOR202 und dessen gemeinsamer Vermarktung (co-promotion) in Europa.

Geografisch gesehen erzielte MorphoSys 11 % bzw. 8,8 Millionen Euro seiner kommerziellen Umsatzerlöse mit Biotechnologie- und Pharmaunternehmen bzw. gemeinnützigen Gesellschaften mit Sitz in Nordamerika und 89 % bzw. 69,2 Millionen Euro mit vornehmlich in Europa und Asien ansässigen Kunden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten diese Anteile 5 % bzw. 95 % betragen.

SEGMENTE PARTNERED DISCOVERY UND PROPRIETARY DEVELOPMENT

Die Umsatzerlöse des Segments Partnered Discovery enthielten 48,0 Millionen Euro finanzierte Forschungsleistungen und Lizenzeinnahmen (2012: 42,7 Millionen Euro) sowie 3,0 Millionen Euro (2012: 1,9 Millionen Euro) erfolgsabhängige Zahlungen. Die erfolgsabhängigen Zahlungen machten 4 % (2012: 4 %) der gesamten Umsatzerlöse der Segmente Partnered Discovery und Proprietary Development aus. Die finanzierten Forschungsleistungen und Lizenzeinnahmen stiegen insgesamt an, da im Rahmen des Verkaufs des überwiegenden Teils der Geschäftseinheit AbD Serotec an Bio-Rad auch eine nicht-exklusive Lizenz für den Einsatz der HuCAL-Technologie im Markt für Forschungsreagenzien und Diagnostik übertragen wurde.

Im Segment Proprietary Development wurden 2013 Umsatzerlöse von 26,9 Millionen Euro erzielt (2012: 7,0 Millionen Euro). Dieser Anstieg im Vergleich zum Vorjahr war im Wesentlichen beeinflusst durch die Verbuchung einer Vorauszahlung im Rahmen der Auslizenzierung des Antikörperprogramms MOR103 an GlaxoSmith- Kline sowie durch die anteilige Verbuchung einer Vorauszahlung im Rahmen des Vertrages über die gemeinsame Entwicklung des Antikörperprogramms MOR202 mit Celgene. Der Umsatz aus finanzierten Forschungsleistungen in diesem Segment verringerte sich auf 0,5 Millionen Euro (2012: 7,0 Millionen Euro), da die gemeinsamen Entwicklungsaktivitäten (co-development) mit Novartis beendet wurden.

Rund 88 % des Konzernumsatzes entfielen auf die Kunden Novartis, GlaxoSmithKline und Bio-Rad (2012: 97 % mit Novartis, Pfizer und Roche).

Legt man die durchschnittlichen Währungsumrechnungskurse für 2012 zugrunde, hätten sich die Umsatzerlöse für die Segmente Partnered Discovery und Proprietary Development auf 78,1 Millionen Euro belaufen.

Betriebliche Aufwendungen

Die betrieblichen Aufwendungen stiegen 2013 um 36 % auf 67,9 Millionen Euro (2012: 49,8 Millionen Euro). Diese Erhöhung um 18,1 Millionen Euro ist sowohl auf den Anstieg der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 31 % bzw. 11,5 Millionen Euro auf 49,2 Millionen Euro als auch der Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung um 55 % bzw. 6,7 Millionen Euro auf 18,8 Millionen Euro zurückzuführen.

Die betrieblichen Aufwendungen stiegen sowohl im Segment Partnered Discovery (2013: 25,5 Millionen Euro; 2012: 21,8 Millionen Euro) als auch im Segment Proprietary Development (2013: 27,5 Millionen Euro; 2012: 18,1 Millionen Euro).

Der Personalaufwand aus anteilsbasierten Vergütungen ist in den Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung sowie im Forschungs- und Entwicklungsaufwand enthalten. Er summierte sich 2013 auf 5,1 Millionen Euro (2012: 1,3 Millionen Euro) und ist nicht zahlungswirksam. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch eine Anpassung der LTI-Programme aus den Jahren 2011 und 2012 sowie auch durch das jeweils im zweiten Quartal 2013 gewährte neue LTI-Programm bzw. Wandelschuldverschreibungsprogramm.

AUFWENDUNGEN FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand erhöhte sich 2013 um 11,5 Millionen Euro auf 49,2 Millionen Euro (2012: 37,7 Millionen Euro). Hauptgründe waren höhere Kosten für externe Laborleistungen (2013: 13,0 Millionen Euro; 2012: 7,2 Millionen Euro) sowie höhere Personalkosten (2013: 21,2 Millionen Euro; 2012: 17,9 Millionen Euro). In den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung waren auch außerplanmäßige Abschreibungen auf Lizenzen in Höhe von 0,7 Millionen Euro sowie auf Sachanlagen in Höhe von 0,5 Millionen Euro enthalten.

2013 entstanden der Gesellschaft Aufwendungen für die Eigenproduktentwicklung in Höhe von 27,5 Millionen Euro (2012: 18,1 Millionen Euro) sowie für Technologieentwicklung in Höhe von 4,2 Millionen Euro (2012: 3,6 Millionen Euro) (s. folgende Tab. 9).

Aufteilung der F&E-Aufwendungen

9
In Mio. €  2013  2012  2011  2010  2009 
F&E-Aufwendungen im Auftrag von Partnern 17,5 16,0 19,1 18,9 19,2
Aufwendungen für Eigenentwicklung 27,5 18,1 33,9 25,9 19,1
Aufwendungen für Technologieentwicklung 4,2 3,6 2,9 2,1 0,7
Gesamt F&E 49,2 37,7 55,9 46,9 39,0

AUFWENDUNGEN FÜR VERTRIEB, ALLGEMEINES UND ­VERWALTUNG

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung um 55 % oder 6,7 Millionen Euro auf 18,8 Millionen Euro (2012: 12,1 Millionen Euro), im Wesentlichen aufgrund höherer Aufwendungen für Personal (2013: 11,3 Millionen Euro; 2012: 7,4 Millionen Euro) sowie für externe Dienstleistungen (2013: 4,1 Millionen Euro; 2012: 2,2 Millionen Euro). In den Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung waren auch außerplanmäßige Abschreibungen auf Patente in Höhe von 0,3 Millionen Euro enthalten.

Die sonstigen Erträge beliefen sich auf 0,8 Millionen Euro (2012: 0,4 Millionen Euro) und setzten sich hauptsächlich aus Dienstleistungserträgen aus der Unterstützung von Bio-Rad bei der Integration des Geschäftsbereichs AbD Serotec sowie aus Zuwendungen der öffentlichen Hand zusammen, während die sonstigen Auf­wendungen von 0,9 Millionen Euro (2012: 0,1 Millionen Euro) vor allem aus Währungsverlusten, Wertberichtigungen auf Forderungen sowie rückzuzahlenden Forschungszuschüssen bestanden.

EBIT

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der fortgeführten ­Geschäftsbereiche belief sich auf 9,9 Millionen Euro, im Vorjahr betrug das EBIT 2,5 Millionen Euro. Gegliedert nach Segmenten betrug das EBIT der fortgeführten Geschäftsbereiche Partnered Discovery und Proprietary Development 25,4 Millionen Euro (2012: 23,0 Millionen Euro) bzw. – 0,5 Millionen Euro (2012: – 11,0 Millionen Euro).

Finanzerträge/-aufwendungen

Die Finanzerträge beliefen sich auf 0,9 Millionen Euro (2012: 0,7 Millionen Euro) und enthielten überwiegend realisierte Gewinne aus in der Berichtsperiode veräußerten Wertpapieren sowie Zinserträge. Die Finanzaufwendungen in Höhe von 0,1 Millionen Euro (2012: 0,1 Millionen Euro) resultierten vor allem aus Bank­gebühren, Verlusten aus Fremdwährungsabsicherungsgeschäften und Zinsaufwendungen.

Steuern

Die fortgeführten Geschäftsbereiche wiesen 2013 einen Ertragssteueraufwand in Höhe von 3,3 Millionen Euro aus (2012: 0,7 Millionen Euro), der sich aus laufendem Steueraufwand in Höhe von 3,7 Millionen Euro und einem latenten Steuerertrag in Höhe von 0,4 Millionen Euro zusammensetzte.

Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen

Im Jahr 2013 wurde ein Ergebnis nach Steuern von 7,4 Millionen Euro für die fortgeführten Geschäftsbereiche erwirtschaftet (2012: 2,4 Millionen Euro). Der sich für 2013 ergebende unverwässerte Periodenüberschuss je Aktie belief sich auf 0,30 Euro (2012: 0,10 Euro).

Ergebnis aus dem aufgegebenen ­Geschäftsbereich

Der Verkauf des überwiegenden Teils des Geschäftsbereichs AbD Serotec an Bio-Rad wurde am 10. Januar 2013 abgeschlossen. Im Rahmen der Endkonsolidierung wurde ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 8,0 Millionen Euro erzielt. Nach Abzug von Veräußerungskosten belief sich der Veräußerungsgewinn auf 6,2 Millionen Euro.

Das Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich belief sich auf 6,0 Millionen Euro (2012: – 0,4 Millionen Euro).

Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs setzte sich wie folgt zusammen.

In den ersten zehn Tagen des Jahres 2013 erzielte der aufgegebene Geschäftsbereich einen Umsatz in Höhe von 0,6 Millionen Euro (2012: 17,7 Millionen Euro).

Die betrieblichen Aufwendungen summierten sich auf 2,3 Millionen Euro (2012: 18,1 Millionen Euro), davon stammten 0,2 Millionen Euro aus Herstellungskosten (2012: 6,2 Millionen Euro). Die Kosten für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung in Höhe von 2,1 Millionen Euro (2012: 10,0 Millionen Euro) enthielten Trans­aktionskosten im Zusammenhang mit der Veräußerung der Geschäftseinheit AbD Serotec in Höhe von 1,8 Millionen Euro (2012: 0,5 Millionen Euro).

Der erhebliche Rückgang der Umsatzerlöse und Kosten gegenüber dem Vorjahr ist auf das Ausscheiden des überwiegenden Teils der Geschäftseinheit AbD Serotec aus dem MorphoSys-Konzern am 10. Januar 2013 zurückzuführen.

Der aufgegebene Geschäftsbereich AbD Serotec erzielte 2013 ein EBIT von – 1,7 Millionen Euro (2012: – 0,6 Millionen Euro).

Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 6,3 Millionen Euro (2012: – 0,6 Millionen Euro). 2013 wurde ein Aufwand aus Ertragsteuern in Höhe von 0,4 Millionen Euro (2012: Ertrag von 0,2 Millionen Euro) ausgewiesen. Dieser beinhaltete Ertragssteueraufwand in Höhe von 0,4 Millionen Euro, der das Veräußerungsergebnis für den aufgegebenen Geschäftsbereich betraf.

ERGEBNIS DES AUFGEGEBENEN GESCHÄFTSBEREICHS

10
In T€  20131  2012 
Umsatzerlöse 603 17.690
Herstellungskosten 158 6.238
Forschung und Entwicklung 6 1.845
Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung 2.101 10.010
Betriebliche Aufwendungen gesamt 2.265 18.093
Sonstige Erträge (+)/Aufwendungen (–) 10 – 153
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) – 1.652 – 556
Finanzerträge (+)/-aufwendungen (–) – 5 – 85
Sonstiger Ertrag aus dem Verkauf von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten,
die zu einer als zur Veräußerung gehalten eingestuften Veräußerungsgruppe gehören
8.001 0
Ergebnis vor Steuern 6.344 – 641
Ertragsteueraufwand (-)/-ertrag (+) aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich – 35 217
Ertragsteueraufwand betreffend das Veräußerungsergebnis für den aufgegebenen Geschäftsbereich – 358 0
Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich 5.951 – 424

1 Umfasst den Zeitraum vom 1. bis zum 10. Januar 2013

Konzern-Periodenergebnis

Im Jahr 2013 wurde ein Konzern-Ergebnis nach Steuern von 13,3 Millionen Euro erwirtschaftet (2012: 1,9 Millionen Euro). Der sich für 2013 ergebende unverwässerte Periodenüberschuss je ­Aktie belief sich auf 0,54 Euro (2012: 0,08 Euro).

Finanzlage

GRUNDLAGEN DES FINANZMANAGEMENTS

Die oberste Zielsetzung des Finanzmanagements bei MorphoSys ist, zu jeder Zeit ausreichend Liquiditätsreserven für branchenspezifische Fluktuation und das anhaltende Wachstum der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Die wichtigsten Quellen hierfür sind die operativen Geschäftstätigkeiten der einzelnen Gesellschaftsteile und die daraus resultierenden Cashzuflüsse. Zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs werden Szenario- und Cashflow-Planungen eingesetzt.

Mehrjahresübersicht – Gewinn­- und Verlustrechnung

11
In Mio. €  20131  20121  20111  2010  2009 
Umsatzerlöse 78,0 51,9 82,1 87,0 81,0
Herstellungskosten 0 0 0 7,3 6,7
Bruttogewinn 78,0 51,9 82,1 79,7 74,3
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 49,2 37,7 55,9 46,9 39,0
Aufwendungen für Vertrieb,
Allgemeines und Verwaltung
18,8 12,1 14,9 23,2 23,9
Sonstige Erträge/Aufwendungen2 – 0,1 0,3 – 1,5 0,2 0,1
EBIT2,3 9,9 2,5 9,8 9,8 11,4
Finanzerträge/-aufwendungen2 0,8 0,6 1,4 3,4 1,6
Aufwand aus Ertragsteuern – 3,3 – 0,7 – 3,0 – 4,0 – 4,1
Ergebnis aus den fortgeführten
Geschäftsbereichen
7,4 2,4 8,2 9,2 9,0
Ergebnis aus dem aufgegebenen
Geschäftsbereich1
6,0 – 0,4 0,01 0 0
Konzernjahresüberschuss 13,3 1,9 8,2 9,2 9,0

1 Aufgrund der im Dezember 2012 vereinbarten Übernahme des überwiegenden Teils des Segments AbD Serotec werden ab dem Jahr 2011 die mit der Transaktion zusammenhängenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung in einer Summe im „Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich“ ausgewiesen. Die übrigen Posten enthalten die Werte der fortgeführten Geschäftsbereiche. Siehe auch Ziffer 4.5 des Anhangs.
2 Um die Vergleichbarkeit mit der Peergroup zu erhöhen, hat MorphoSys die Struktur seiner Gewinn- und Verlustrechnung im Jahr 2012 umgestellt und zeigt nun das EBIT anstelle des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
3 2009 – 2010: Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit

Mehrjahresübersicht – Finanzlage

12
In Mio. €  2013  2012  2011  2010  2009 
Mittelzu-/-abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit1 89,1 1,8 27,1 1,9 – 1,0
Mittelzu-/-abfluss aus Investitionstätigkeit – 193,9 – 12,1 – 18,1 – 2,0 0,6
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit1 130,6 1,6 1,3 2,3 1,4
Liquide Mittel (zum 31. Dezember)2 71,9 40,7 54,6 44,1 41,3
Wertpapiere, zur Veräußerung verfügbar 188,4 79,7 79,8 64,3 93,9
Anleihen, zur Veräußerung verfügbar 11,1 0 0 0 0
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie
„Kredite und Forderungen“
119,3 10,0 0 0 0

1 Im Jahr 2011 wurden Käufe von derivativen Finanzinstrumenten und Erlöse aus dem Verkauf der derivativen Finanzinstrumente innerhalb der Kapitalflussrechnung aus der Finanzierungstätigkeit in die operative Geschäftstätigkeit umgegliedert. Um vergleichende Informationen für das Vorjahr zu bieten, wurden die Zahlen für das Jahr 2010 entsprechend angepasst.
2 Im Jahr 2012 wurden 5,3 Mio. € der liquiden Mittel in den Vermögenswerten, die zu einer als zur Veräußerung gehalten eingestuften Veräußerungsgruppe gehören, ausgewiesen.

CASHFLOWS

2013 betrug der Netto-Finanzmittelzufluss aus operativer Tätigkeit 89,1 Millionen Euro (2012: Finanzmittelzufluss von 1,8 Millionen Euro). Davon entfiel 2013 auf den aufgegebenen Geschäftsbereich ein Netto-Finanzmittelabfluss von 1,9 Millionen Euro (2012: Finanzmittelzufluss von 1,0 Millionen Euro), während die fortgeführten Geschäftsbereiche einen Finanzmittelzufluss aus opera­tiver Tätigkeit von 91,1 Millionen Euro erwirtschafteten (2012: Finanzmittelzufluss von 0,7 Millionen Euro).

2013 investierte die Gesellschaft in diverse Finanzanlagen, wie zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere und Anleihen, kurzfristige Handelspapiere und Festgelder. Diese Investitionen resultierten in einem Finanzmittelabfluss in Höhe von 193,9 Millionen Euro (2012: Finanzmittelabfluss von 12,1 Millionen Euro), wovon ein Finanzmittelzufluss von 36,6 Millionen Euro durch den aufgegebenen Geschäftsbereich (2012: Finanzmittelabfluss von 0,3 Millionen Euro) und ein Finanzmittelabfluss von 230,5 Millionen Euro durch die fortgeführten Geschäftsbereiche (2012: Finanzmittelabfluss von 11,8 Millionen Euro) verursacht wurden.

Aus Finanzierungstätigkeiten ergab sich 2013 ein Finanzmittel­zufluss von 130,6 Millionen Euro (2012: Finanzmittelzufluss von 1,6 Millionen Euro), der jeweils in vollem Umfang auf die fortgeführten Geschäftsbereiche zurückzuführen war.

INVESTITIONEN

MorphoSys tätigte 2013 Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 1,0 Millionen Euro (2012: 1,0 Millionen Euro) für die fortgeführten Geschäftsbereiche. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sach­anlagen beliefen sich 2013 auf 1,5 Millionen Euro gegenüber 2,3 Millionen Euro im Jahr 2012. Im vierten Quartal 2013 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Laborgeräte in Höhe von 0,5 Millionen Euro vorgenommen.

2013 investierte die Gesellschaft 4,5 Millionen Euro in immaterielle Vermögenswerte (2012: 1,3 Millionen Euro) der fortgeführten Geschäftsbereiche. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte beliefen sich in 2013 auf 3,3 Millionen Euro und lagen damit unter dem Niveau des Vorjahres (2012: 4,0 Millionen Euro). Im dritten Quartal 2013 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Patente und Lizenzen in Höhe von 1,1 Millionen Euro vorgenommen.

LIQUIDITÄT

Am 31. Dezember 2013 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel und marktgängige Wertpapiere sowie andere finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 390,7 Millionen Euro, verglichen mit 135,7 Millionen Euro am 31. Dezember 2012.

Dieser Betrag gliederte sich auf in Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 71,9 Millionen Euro (31. Dezember 2012: 40,7 Millionen Euro), marktgängige Wertpapiere und An­leihen in Höhe von 199,5 Millionen Euro (31. Dezember 2012: 79,7 Millionen Euro) sowie weitere finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 119,3 Millionen Euro (31. Dezember 2012: 10,0 Millionen Euro), die unter Zuordnung zur Kategorie „Kredite und Forderungen“ unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen werden. Zum 31. Dezember 2012 wurden zudem liquide Mittel im Betrag von 5,3 Millionen Euro in den Vermögenswerten, die zu einer als zur Veräußerung gehalten eingestuften Veräußerungsgruppe gehören, ausgewiesen.

Der Anstieg der Liquidität gegenüber dem Vorjahr resultierte hauptsächlich aus dem Vertrag mit Celgene (Einmalzahlung von 70,8 Millionen Euro und Erwerb von MorphoSys-Aktien im Wert von 46,2 Millionen Euro), aus der im September durchgeführten Kapitalerhöhung (84,4 Millionen Euro), aus der Zahlung des Kaufpreises für den veräußerten Geschäftsbereich AbD Serotec (53,2 Millionen Euro inkl. Betrag, der noch auf einem Treuhandkonto abgegrenzt ist) sowie aus dem Vertrag mit GlaxoSmithKline (Vorauszahlung von 22,5 Millionen Euro).

Vermögenslage

AKTIVA

Die Bilanzsumme lag am 31. Dezember 2013 mit 447,7 Millionen Euro um 223,4 Millionen Euro über dem Wert vom 31. Dezember 2012 (224,3 Millionen Euro). Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um 263,7 Millionen Euro resultierte im Wesentlichen aus dem Zufluss liquider Mittel im Zusammenhang mit dem Vertrag mit Celgene, der im September durchgeführten Kapitalerhöhung, der Zahlung des Kaufpreises für den veräußerten Geschäftsbereich AbD Serotec sowie dem Vertrag mit GlaxoSmithKline.

Der überwiegende Teil der zugeflossenen Barmittel wurde in verschiedenen Wertpapieren angelegt. Zum 31. Dezember 2013 war ein Betrag in Höhe von 188,4 Millionen Euro (31. Dezember 2012: 79,7 Millionen Euro) in verschiedenen Geldmarktfonds investiert, die im Posten „Wertpapiere, zur Veräußerung verfügbar“ ausgewiesen sind. Der Posten „Anleihen, zur Veräußerung verfügbar“ enthielt Anleihen in Höhe von insgesamt 11,1 Millionen Euro (31. Dezember 2012: 0 Millionen Euro).

Die sonstigen Forderungen stiegen von 10,3 Millionen Euro zum 31. Dezember 2012 auf 119,5 Millionen Euro. Dieser Posten enthielt im Wesentlichen verschiedene Investments, die der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zuzuordnen waren (114,6 Millionen Euro), sowie in Höhe von 4,7 Millionen Euro den zum Teil auf einem Escrow Account einbehaltenen Kaufpreis für den veräußerten Geschäftsbereich AbD Serotec.

Gegenüber dem 31. Dezember 2012 stiegen die langfristigen Vermögenswerte nur unwesentlich um 0,5 Millionen Euro. Die Er­höhung des Postens „Einlizenzierte Forschungsprogramme“ aufgrund der Aktivierung von geleisteten Meilensteinzahlungen in Höhe von 2,3 Millionen Euro und die Einlage in die Lanthio Pharma B.V. in Höhe von 0,8 Millionen Euro wurden teilweise ­kompensiert durch eine Abnahme der Lizenzen und der Patente um 1,7 Millionen Euro bzw. 0,8 Millionen Euro aufgrund von plan­mäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen.

VERBINDLICHKEITEN

Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten von 11,9 Millionen Euro am 31. Dezember 2012 auf 35,4 Millionen Euro am 31. Dezember 2013 ergab sich vor allem aus dem höheren kurzfristigen Anteil der Umsatzabgrenzung (+14,7 Millionen Euro) infolge der abgegrenzten Vorauszahlung von Celgene. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie abgegrenzte Aufwendungen stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 6,5 Millionen Euro an, im Wesentlichen bedingt durch erhöhte abgegrenzte Aufwendungen für externe Laborleistungen. Darüber hinaus erhöhten sich die Steuerverbindlichkeiten aufgrund der Ergebnis­situation um 2,1 Millionen Euro.

Die langfristigen Verbindlichkeiten veränderten sich im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 signifikant um 53,5 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund der Umsatzabgrenzung im ­Zusammenhang mit der Vorauszahlung von Celgene.

EIGENKAPITAL

Am 31. Dezember 2013 belief sich das Konzerneigenkapital auf 352,1 Millionen Euro, verglichen mit 202,0 Millionen Euro am 31. Dezember 2012.

Die Zahl der ausgegebenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2013 insgesamt 26.220.882, von denen sich 25.880.992 im Umlauf befanden (31. Dezember 2012: 23.358.228 bzw. 23.102.813 Aktien). Im Rahmen der Kapitalerhöhung im September 2013 sowie des Erwerbs von MorphoSys-Aktien durch Celgene wurden insgesamt 2.311.216 neue Aktien ausgegeben.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2012 sank die Anzahl der genehmigten Stammaktien von 43.142.455 auf 36.614.174, da das genehmigte Kapital 2008-I seit der ordentlichen Hauptversammlung 2008 nicht ausgenutzt worden und zum 30. April 2013 ausgelaufen ist.

Am 27. August 2013 wurden im Rahmen der Barkapitalerhöhung im Zusammenhang mit der Celgene-Transaktion aus dem „Genehmigten Kapital 2012-II“ 797.150 Aktien ausgegeben. Am 23. September 2013 wurden im Rahmen einer weiteren Barkapitalerhöhung aus dem „Genehmigten Kapital 2012-II“ weitere 1.514.066 Aktien ausgegeben. Das „Genehmigte Kapital 2012-II“ war damit voll ausgeschöpft.

Im Verlauf des zweiten Quartals 2013 kaufte die Gesellschaft 84.475 Aktien über die Börse zurück und erhöhte den Bestand an eigenen Aktien entsprechend. Die Aktien werden zur Bedienung eines langfristigen Anreizvergütungsplans der Gesellschaft für das Management verwendet.

Finanzierung

Am 31. Dezember 2013 belief sich die Eigenkapitalquote der Gesellschaft auf 79 % verglichen mit 90 % am 31. Dezember 2012. Die trotz der erwähnten Kapitalmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Eigenkapitalquote resultiert aus dem starken Anstieg der kurz- und langfristigen Umsatzabgrenzung, weil im Rahmen der Celgene-Transaktion erhaltene Vorauszahlungen über mehrere Perioden abgegrenzt werden (s. Anhang, S. 113 – Kapitalmanagement).

Der Konzern hat derzeit keine Finanzschulden.

Außerbilanzielle Finanzierung

MorphoSys nutzt keinerlei außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie den Verkauf von Außenständen, durch Vermögenswerte besicherte Wertpapiere („Asset-backed Securities“), „Sale and Lease back“-Transaktionen oder Eventualverbindlichkeiten in Verbindung mit nicht-konsolidierten Zweckgesellschaften.

Bonitätseinstufung

MorphoSys wird gegenwärtig von keiner Agentur auf seine Kreditwürdigkeit hin beurteilt.

Mehrjahresübersicht – Bilanzstruktur

13
In Mio. €  31. 12. 2013  31. 12. 2012  31. 12. 2011  31. 12. 2010  31. 12. 2009  31. 12. 2008 
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte 406,6 142,9 153,9 132,5 155,6 150,1
Langfristige Vermögenswerte 41,1 40,6 73,7 77,3 50,5 53,2
Vermögenswerte, die einer als zur Veräußerung gehalten eingestuften Veräußerungsgruppe angehören 0 40,9 0,8 0 0 0
Gesamt 447,7 224,3 228,4 209,8 206,1 203,3
             
Passiva
Kurzfristige Verbindlichkeiten 35,4 11,9 23,8 21,4 24,3 27,4
Langfristige Verbindlichkeiten 60,1 6,6 7,5 2,5 7,9 13,9
Verbindlichkeiten, die im Zusammenhang mit langfristigen zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten stehen 0 3,7 0 0 0 0
Eigenkapital 352,1 202,0 197,1 185,9 173,9 162,0
Gesamt 447,7 224,3 228,4 209,8 206,1 203,3

Vergleich von tatsächlichem und prognostiziertem Geschäftsverlauf

MorphoSys zeigte im Berichtsjahr 2013 eine sehr erfreuliche ­Finanzleistung. Das zu Beginn 2013 veröffentlichte Umsatz- und Ergebnisziel erhöhte die Gesellschaft mehrmals, anlässlich des Lizenzvertrags mit GlaxoSmithKline zu MOR103, anlässlich des Kooperationsvertrags mit Celgene und anlässlich geringer als erwartet anfallender Kosten 2013 für die Entwicklung von MOR202.

Die detaillierten Vergleiche von prognostizierten Zielen und Ergebnissen sind Tabelle 14 zu entnehmen.

Vergleich von tatsächlichem und
prognostiziertem Geschäftsverlauf

14
  Ziele 2013  Ergebnisse 2013 
Finanzziele Konzernumsatz am oberen Ende der Spanne zwischen 74 Mio. € und 78 Mio. € (ursprüngliche Prognose 48 Mio. € bis 52 Mio. €,
Anpassung nach Lizenzvereinbarung mit GSK im Juni auf 68 Mio. € bis 72 Mio. € sowie nach Transaktion mit Celgene im August auf
74 Mio. € bis 78 Mio. €, finale Anpassung Ende Oktober)
Konzernumsatz von 78,0 Mio. €
Investitionen in die eigene F&E in Höhe von 32 Mio. € bis 37 Mio. € Investitionen in die eigene F&E in Höhe von 31,7 Mio. €
EBIT von 7 Mio. € bis 10 Mio. € (ursprüngliche Prognose – 18 Mio. € bis – 22 Mio. €, Anpassung nach Lizenzvereinbarung mit GSK im Juni auf – 2 Mio. € bis 2 Mio. € sowie nach Transaktion mit Celgene im August auf 2 Mio. € bis 6 Mio. €, finale Anpassung Ende Oktober) EBIT von 9,9 Mio. €
Eigene F&E MOR103
  • Festlegung eines Partners zur Fortführung der klinischen ­Entwicklung
  • Fortführung der bereits gestarteten Phase-1b-Studie in MS als zweiter Indikation
MOR103
  • Unterzeichnung einer globalen Lizenzvereinbarung mit GlaxoSmithKline gegen entzündliche Erkrankungen
  • Weiterführung der Phase-1b-Studie. Daten werden im ersten Halbjahr 2014 erwartet
MOR202
Weiterführung der Phase-1/2a-Studie in Multiplem Myelom
MOR202
Unterzeichnung einer strategischen Allianz mit Celgene zur Weiterentwicklung und gemeinsamer Vermarktung (co-promotion) des CD38-Krebsprogramms
MOR208
Start von zwei Phase-2-Studien in NHL und ALL
MOR208
  • Start einer Phase-2-Studie in Patienten mit rezidivierter/ refraktärer B-Zell-Leukämie (B-ALL)
  • Start einer Phase-2-Studie in Patienten mit rezidiviertem/ refraktärem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL )
  • Start einer Phase-2-Studie von MOR208 in Kombination mit dem Medikament Lenalidomid (Revlimid®) in Patienten mit CLL. Die Studie wird durchgeführt von der Ohio State University (OSU) im Rahmen eines Investigator-Sponsored-Trials
  • Bekanntgabe von vielversprechenden Daten nach erfolgreichem Abschluss der von Xencor finanzierten erweiterten Phase-1/2a-Studie in CLL/SLL
Partner-Pipeline Fortsetzung von Entwicklungsprogrammen mit Partnern
  • Nettozunahme um sechs Partnerprogramme
  • Pipeline reift weiter um ein weiteres Phase-1-Programm, drei Phase-2-Programme und ein Phase-3-Programm
Bis zu fünf klinische Meilensteine 2013 wurden vier klinische Meilensteine erreicht:
  • Beginn einer Phase-1-Studie eines HuCAL-Antikörpers durch Partner Novartis in der Indikation Augenheilkunde
  • Beginn einer klinischen Phase-2-Studie bei Asthmapatienten mit dem HuCAL-Antikörper CNTO 3157 durch Partner Janssen Biotech
  • Beginn einer Phase-1-Studie bei Patienten mit aktiver rheumatoider Arthritis mit dem HuCAL-Antikörper CNTO 6785 durch Partner Janssen
  • Phase-2/3-Meilenstein durch Novartis mit dem Beginn einer klinischen Studie von Bimagrumab (BYM338) im Krankheits­bereich sporadische Einschlusskörpermyositis

Beurteilung des Geschäftsverlaufs durch den Vorstand

Auch für das Geschäftsjahr 2013 blickt der Vorstand auf eine sehr erfolgreiche Geschäftsentwicklung des MorphoSys-Konzerns zurück. Die Anfang 2013 gesteckten Ziele wurden größtenteils erfüllt, in einiger Hinsicht sogar übertroffen. Wie beabsichtigt, konnte für die weitere Entwicklung des Wirkstoffs MOR103 mit GlaxoSmithKline ein finanzstarker Partner gewonnen werden. Im Fall von MOR202 konnte MorphoSys eine günstige Marktsituation und gestiegenes Interesse an dem Therapieansatz von MOR202 dazu nutzen, ohne vorliegende klinische Daten eine finanziell und strategisch attraktive Allianz mit Celgene abzuschließen.

Im Geschäftsjahr 2013 beträgt der Umsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche des MorphoSys-Konzerns 78,0 Millionen Euro, 50 % über dem ebenfalls korrigierten Vergleichswert des Vorjahres. Mit einem EBIT von 9,9 Millionen Euro blieb das Unternehmen erneut profitabel. Die Eigenkapitalquote von 79 %, eine Liquiditätsposition von 390,7 Millionen Euro sowie keinerlei Finanzschulden belegen die sehr solide finanzielle Situation des Unternehmens.

Das Segment Partnered Discovery erwirtschaftete im Berichtsjahr erneut den größten Beitrag zum Geschäftserfolg. Das Segment Proprietary Development realisierte durch die Vertragsabschlüsse mit GlaxoSmithKline und Celgene erstmals nennenswerte Umsätze. Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs beider Geschäftssegmente konnte MorphoSys weiterhin signifikant in seine Eigenprodukt- und Technologieentwicklung investieren. Trotz des weiterhin hohen Investitionsniveaus konnte das Unternehmen einen soliden operativen Gewinn ausweisen.

Die Investitionen in F&E spiegeln sich auch in einer weiter gereiften Produktpipeline wider. MorphoSys’ eigene Wirkstoffe zeigten erfreuliche Fortschritte, mit weiteren klinischen Wirksamkeits­daten zu MOR208 und dem Vorrücken dieses Medikamenten­kandidaten in drei Phase-2-Studien. Mit Bimagrumab erreichte 2013 das zweite HuCAL-Programm eine Phase-3-Studie.

Die Veräußerung des AbD Serotec-Segments an Bio-Rad verlief ­zügig und reibungslos und der Abschluss der Transaktion konnte bereits kurz nach dem Jahreswechsel 2013 verkündet werden.

Bilanzielle Ermessensentscheidungen

Im Konzernabschluss 2013 wurden keine Bilanzierungsgrundsätze angewendet oder damit zusammenhängende Optionen ausgeübt, die sich von denen der Vorjahre unterscheiden und die, wenn sie angewendet oder anders ausgeübt worden wären, eine bedeutsame Auswirkung auf die Vermögens- und Finanzlage sowie die Bilanzstruktur gehabt hätten. Informationen zu den Auswirkungen des Einsatzes von Schätzungen, Annahmen und Beurteilungen durch den Vorstand sind im Anhang zum Konzernabschluss zu finden.

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MorphoSys Konzern

Wandel zu einem Biopharmazie-Unternehmen

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Kennzahlen (IFRS)

MorphoSys-Konzern

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Dr. Simon E. Moroney