Ausblick und Prognose

Der MorphoSys-Konzern entwickelt neuartige Antikörpermedikamente und -technologien. Durch den Anfang 2013 vollzogenen Verkauf der Forschungsantikörpersparte AbD Serotec verstärkte MorphoSys seinen Fokus auf die Entwicklung von therapeutischen Wirkstoffen. Die im Geschäftsjahr 2013 erfolgte Auslizenzierung von MOR103 und die Allianz zu MOR202 bestätigen die Möglichkeiten zur Wertsteigerung durch diese strategische Ausrichtung.

Die Geschäftsleitung von MorphoSys beabsichtigt, das Portfolio an Medikamentenkandidaten in der eigenen Entwicklung weiter ­auszubauen und wird entsprechend in diese Bereiche investieren. Zusätzlich konzentriert sich MorphoSys weiterhin auf den Einsatz und die Erweiterung seiner Technologien in schnell wachsenden und innovationsgetriebenen Bereichen des Gesundheitssektors.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

MorphoSys’ strategischer Fokus liegt auf der Entwicklung einer breiten und nachhaltigen Pipeline von innovativen Medikamentenkandidaten in Eigenregie und mit Partnern. Die Grundlage ­bilden etablierte und validierte Technologien, in deren Weiter­entwicklung das Unternehmen kontinuierlich investiert. Im therapeutischen Bereich steuert die Vermarktung der Technologien vertraglich zugesicherte Mittelzuflüsse aus langfristigen Partnerschaften mit großen Pharmaunternehmen bei. Weiterhin profitiert MorphoSys von der erfolgreichen Weiterentwicklung von Medikamentenkandidaten durch Meilensteinzahlungen sowie, sobald ein Medikament die Marktreife erreicht, auch durch Tantiemen aus Produktverkäufen.

Stabile Cashflows  und die starke Liquiditätsposition des Konzerns ermöglichen es, die Geschäftstätigkeit durch Investitionen in die Entwicklung eigener Medikamente und Technologien weiter auszubauen. Der Vorstand rechnet für 2014 mit den folgenden Entwicklungen:

  • MorphoSys wird durch Einlizenzierungen, Firmenzukäufe, Entwicklungskooperationen und/oder Neuentwicklungen sein fir­men­eigenes Portfolio erweitern.
  • MorphoSys wird weiterhin in die Technologieentwicklung investieren, um seinen Spitzenplatz im Bereich der Antikörper und verwandten Technologien zu behaupten. Die Gesellschaft erwartet, neue strategische Abkommen auf der Basis ihrer firmeneigenen Technologien – Slonomics und Ylanthia – zu unterzeichnen, um zum Beispiel Zugang zu innovativen Zielmolekülen und Wirkstoffen zu erlangen.
  • Die Nachfrage nach Antikörpern für neue Behandlungsmethoden ist unverändert hoch und erlaubt der Gesellschaft, ihre Pipeline therapeutischer Antikörper im Rahmen ihrer Partnerschaften weiter auszubauen.
  • Die Pharmaindustrie nutzt weiterhin die Einlizenzierung von Wirkstoffen, um sich Zugang zu vielversprechenden Produktkandidaten zu verschaffen. Für firmeneigene Medikamentenkandidaten könnten durch die erfolgreiche Auslizenzierung lukrative Cashflows erzielt werden.

Strategischer Ausblick

Das Geschäftsmodell von MorphoSys basiert auf seinen firmen­eigenen Technologien einschließlich der HuCAL-Antikörperbibliothek, der Slonomics-Plattform und der Antikörperbibliothek Ylanthia sowie auf den Fähigkeiten der Gesellschaft, innovative Arzneimittelkandidaten zu entwickeln.

Das Segment Partnered Discovery erwirtschaftet auf der Basis langfristiger Kooperationen vertraglich zugesicherte Mittelzuflüsse. Die Entwicklung therapeutischer Antikörper im Rahmen von Partnerschaften wird eine zentrale Säule der Strategie von MorphoSys bleiben. Die Therapeutika-Pipeline soll in den kommenden Jahren weiter wachsen und reifen und zu weiteren Meilensteinzahlungen führen. Die Breite der Pipeline verspricht für die kommenden Jahre eine beträchtliche Anzahl marktreifer therapeutischer Antikörper und als Folge eine finanzielle Beteiligung in Form von Tantiemen aus Produktverkäufen.

Im Segment Proprietary Development entwickelt MorphoSys in Eigenregie therapeutische Antikörper in den Bereichen entzündliche Erkrankungen und Onkologie. Von Fall zu Fall wird MorphoSys Allianzen für die weitere Entwicklung seiner firmeneigenen Kandidaten eingehen. Unter bestimmten Voraussetzungen könnten einzelne Projekte auch länger in eigener Regie entwickelt werden, eventuell sogar bis zur Marktreife. Ende 2013 bildeten die drei ­klinischen Programme MOR103, MOR202 und MOR208 die Hauptvermögenswerte im eigenen Entwicklungsportfolio von MorphoSys. Für MOR202 und MOR103 wurden im Geschäftsjahr 2013 Vertragsabschlüsse vermeldet, für MOR208 wird aktuell nach keinem Partner gesucht, sondern die weitere klinische Entwicklung in Eigenregie vorangetrieben.

Auf absehbare Zeit wird MorphoSys den Großteil seiner Finanzmittel in die eigene F&E investieren, um sein Portfolio an eigen­entwickelten Wirkstoffkandidaten weiter auszubauen und seine Technologieplattformen zu stärken.

Voraussichtliche Konjunktur­entwicklung

Für das Jahr 2014 wird ein verhaltenes Wachstum der Weltwirtschaft erwartet. Diejenigen Krisenländer des Euroraums, die bereits tiefgreifende Reformen durchsetzen konnten, z. B. Spanien, sollten von ihren Anstrengungen profitieren. Andere Länder dagegen drohen weiter zurückzufallen, wodurch sich der Euroraum insgesamt voraussichtlich nur langsam von der schweren Rezession erholen wird. Schätzungen von Finanzanalysten zufolge könnte die EZB ihre Geldpolitik möglicherweise sogar noch weiter lockern.

Unter einer neuen Bundesregierung mit der großen Koalition aus CSU/CDU und SPD dürften die Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 in Deutschland weiter zurückgefahren werden, was sich auf lange Sicht negativ auf das Wirtschaftswachstum des Landes auswirken könnte. Ungeachtet dessen wird die deutsche Wirtschaft innerhalb des Euroraums als Wachstumsgewinner dastehen, da der niedrige EZB-Leitzinssatz von derzeit 0,25 % die inländische Konjunktur anfachen dürfte. Unternehmen werden Schätzungen zufolge wieder stärker investieren und die Exporte profitieren von einer etwas stärkeren Nachfrage aus den anderen Euroländern. Analysten rechnen für 2014 mit einem Wachstum von 1,7 %.

Die USA konnten im abgelaufenen Jahr ihr wirtschaftliches Gleichgewicht wieder stärken. Die Immobilienblase wurde bereinigt, die kontinuierliche Verbesserung am Arbeitsmarkt wird den privaten Verbrauch stärken und das staatliche Haushaltsdefizit konnte trotz der prekären Diskussionen enorm zurückgefahren werden. Dies dürfte nach Einschätzung von Finanzexperten der Commerzbank 2014 zu einem Wirtschaftswachstum von rund 2,8 % führen.

Auch in Asien wird für 2014 mit einem kräftigen Wachstum gerechnet. Trotz einer geplanten Mehrwertsteuererhöhung wird für Japan stabiles Wachstum und eine weiterhin lockere Geldpolitik der Landesbank prognostiziert. Die chinesische Wirtschaft dürfte 2014 mit 7,5 % ähnlich stark wachsen wie 2013. Dank eines Ende des Jahres beschlossenen weitreichenden Reformprogramms sollte sich dieses Wachstum laut Experten zudem als sehr stabil erweisen.

Für die Weltwirtschaft insgesamt wird im Jahr 2014 ein recht ­zügiges Wachstum erwartet, wobei die OECD ihre Prognosen aufgrund der Bremswirkung aufstrebender Volkswirtschaften, die für zusätzliche Spannungen an den Märkten und Kapitalabflüsse sorgen, nach unten korrigiert hat und nun von einem weltweiten BIP-Wachstum in Höhe von 3,6 % ausgeht.

Voraussichtliche Entwicklung des ­Gesundheitssektors

Historisch gesehen ist die Pharma- und Healthcare-Industrie relativ immun gegen konjunkturelle Einbrüche. Eine alternde Bevölkerung in den Industrienationen und der steigende Lebensstandard in den ehemaligen Entwicklungsländern verlangt nach neuen und innovativen Behandlungsmethoden. Die Notwendigkeit von drastischen Einsparungsmaßnahmen bei den Staatshaushalten führt jedoch zu Umbrüchen in den internationalen Gesundheitssystemen, die sich wiederum direkt auf die Erstattungspolitik und damit auf die Pharmaunternehmen auswirken. Der Patentablauf umsatzstarker Arzneimittel macht der Pharmaindustrie nach wie vor zu schaffen, wobei der Löwenanteil der Patentabläufe wohl überwunden ist. Jedoch leiden die Pharmaunternehmen immer noch unter fehlender Innovation und mangelndem Produktnachschub.

Die Aussichten für die Biotechnologiebranche sind nach wie vor sehr günstig. Pharmaunternehmen sind weiterhin bereit, große Summen in die Entwicklung innovativer und vielversprechender Produktkandidaten zu investieren und solche Programme von Biotechnologieunternehmen einzulizenzieren.

Der Einfluss des in Kraft getretenen „Patient Protection and Affordable Care Act“ auf die US-Gesundheitsindustrie ist noch nicht bezifferbar. Seit dem 1. Januar 2014 muss jeder Amerikaner eine Krankenversicherung abschließen. Laut Medienberichten wurden rund drei Millionen neue Krankenversicherungsverträge in den ersten Wochen nach der Gesundheitsreform abgeschlossen. Eine Studie von IMS Health sagt voraus, dass dieser breite Zugang zu Gesundheitsleistungen in Kombination mit geringeren Patentabläufen im Jahr 2014 zu höheren Ausgaben im US-Gesundheitswesen führen wird.

Voraussichtliche Geschäfts­entwicklung

Mit den bis mindestens Ende 2017 vertraglich zugesicherten Mittelzuflüssen aus dem Novartis-Vertrag, dem finanziellen Einfluss des Celgene-Vertrages und neuen kommerziellen Möglichkeiten durch eigene Technologieplattformen wie Slonomics und Ylanthia wird sich MorphoSys weiterhin auf die Ausweitung seiner Partnerpipeline und die Wertsteigerung seines firmeneigenen Portfolios konzentrieren.

Im Segment Partnered Discovery geht die Gesellschaft für die nächsten Jahre davon aus, im Durchschnitt jährlich rund zehn neue Partnerprogramme starten zu können. Das Nettowachstum der Gesamtpipeline wird jedoch aufgrund der Ausfallraten in der Medikamentenentwicklung geringer ausfallen. Auf Basis der Ylanthia-Technologie sollen zusätzliche Partnerschaften mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen eingegangen werden. Diese Partnerschaften sollen als Zusatznutzen Zugang zu neuen Zielmolekülen oder therapeutischen Programmen liefern.

MOR103 wurde im Juni 2013 auslizenziert an GlaxoSmithKline (GSK). MorphoSys wird die bereits gestartete Phase-1b-Studie bei Patienten mit Multipler Sklerose abschließen und die Ergebnisse im ersten Halbjahr 2014 bekannt geben. Die weitere Entwicklung des Wirkstoffs wird dann von GSK übernommen.

Für MOR202 wurde im Juni 2013 eine strategische Allianz mit Celgene vereinbart. Derzeit wird ein gemeinsamer Entwicklungsplan für den Wirkstoff fertiggestellt. MorphoSys und Celgene teilen sich die globalen Entwicklungskosten im Verhältnis ein Drittel zu zwei Drittel. Bei erfolgreicher Entwicklung von MOR202 hat MorphoSys sich die Option gesichert, den Wirkstoff gemeinsam mit Celgene in Europa zu vermarkten.

MOR208 wird bis auf weiteres von MorphoSys in Eigenregie weiterentwickelt. Entscheidungen über eine mögliche Verpartnerung oder Auslizenzierung des Wirkstoffs werden auf Basis der klinischen Ergebnisse sowie Entwicklungen des Marktes für diese Klasse von Blutkrebspräparaten getroffen werden.

Die Zulassung eines therapeutischen Antikörpers auf Basis der unternehmenseigenen Technologien wird nicht vor 2016/2017 erwartet. Als einer der ersten Partner hat Novartis öffentlich bekannt gegeben, dass der therapeutische Antikörper Bimagrumab (BYM338) im Jahr 2016 zur Zulassung eingereicht werden könnte. Auch Guselkumab (CNTO1959), ein Antikörperwirkstoff der von Janssen entwickelt wird, könnte 2016/2017 auf den Markt gelangen.

Voraussichtliche Personal­entwicklung

Die Konzernbelegschaft in den beiden Segmenten Partnered Discovery und Proprietary Development sollte annähernd auf dem gleichen Stand wie dem des Berichtsjahres 2013 bleiben. Durch Abschluss neuer Entwicklungskooperationen oder durch die Ein­lizenzierung von neuen Technologien oder Entwicklungskandidaten könnte künftig zusätzlicher Personalbedarf entstehen.

Künftige Forschung und Entwicklung

Das F&E-Budget der Gesellschaft für die firmeneigene Medikamentenentwicklung wird 2014 gegenüber dem des Vorjahres signifikant ansteigen. Der überwiegende Teil dieser Investitionen wird in die klinische Entwicklung der am weitesten fortgeschrittenen Medikamentenkandidaten fließen. Weitere Investitionen sind im Bereich der Zielmolekül-Validierung und Antikörperentwicklung sowie der Technologieentwicklung geplant.

Zu den für 2014 geplanten Schritten für die firmeneigene Pipeline der Gesellschaft werden voraussichtlich zählen:

  • Abschluss der Sicherheitsstudie der Phase 1b für MOR103 in Multipler Sklerose als zweiter Indikation
  • Weiterführung der laufenden Studie der Phase 1/2a für MOR202 im Multiplen Myelom
  • Initiierung neuer Studien innerhalb der Partnerschaft mit Celgene für MOR202
  • Fortführung von zwei Phase-2-Studien für MOR208 in NHL und B-ALL
  • Fortsetzung des gemeinsamen Entwicklungsprogramms mit Galapagos
  • Einlizenzierung eines oder mehrerer Zielmoleküle oder Wirkstoffe zur Stärkung des eigenen Entwicklungsportfolios
  • Zusammenarbeit mit Lanthio Pharma zur Erstellung hochqualitativer und -diverser Lantipeptid-Bibliotheken
  • Start neuer Entwicklungsprogramme
  • Voraussichtliche Entwicklung der ­Finanz- und Liquiditätslage

    MorphoSys verfügt über eine solide finanzielle Basis und planbare Umsätze, die hauptsächlich auf die Zusammenarbeit mit ­Novartis zurückzuführen sind. Im Geschäftsjahr 2013 konnten zwei Wirkstoffkandidaten umsatzwirksam in Partnerschaften eingebracht sowie Lizenzeinnahmen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Geschäftseinheit AbD Serotec verzeichnet werden. Nach diesem operativ sehr erfolgreichen Jahr erwartet der Vorstand für 2014 einen Konzernumsatz in Höhe von 58 Millionen Euro bis 63 Millionen Euro.

    Beim Segment Partnered Discovery handelt es sich um eine hochprofitable Geschäftseinheit. Bis Ende 2017 wird insbesondere die Novartis-Kooperation die Gesellschaft mit vertraglich gesicherten Mittelzuflüssen versorgen.

    Das Segment Proprietary Development wird nach den erfolgreichen, umsatzwirksamen Verträgen für zwei firmeneigene Programme im Geschäftsjahr 2014 Verluste aufweisen. Diese ergeben sich aus intensiven Investitionen in die Weiterentwicklung des firmeneigenen Medikamentenkandidaten MOR208 sowie aus anteiligen Investitionen in die MOR202-Weiterentwicklung in Kooperation mit Celgene. Darüber hinaus plant MorphoSys finanzielle Mittel zur Stärkung der firmeneigenen Pipeline einzusetzen, durch die Identifizierung und Entwicklung von weiteren Produktkandidaten und auch durch mögliche Einlizenzierungen und Akquisitionen interessanter Produktkandidaten.

    Ausgehend von der aktuellen Planung der Geschäftsleitung werden die F&E-Aufwendungen für die firmeneigenen Programme und die Technologieentwicklung im Jahr 2014 voraussichtlich auf 36 Millionen Euro bis 41 Millionen Euro steigen. Neben der Fortführung der MOR202-Studie im Multiplen Myelom gemeinsam mit Celgene sowie der klinischen Phase-2-Studien von MOR208 in akuter lymphatischer B-Zell-Leukämie (B-ALL) und dem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) plant MorphoSys den Abschluss der MOR103-Studie in Multipler Sklerose (MS). Die Finanzprognose für 2014 beinhaltet keine zusätzlichen Entwicklungskosten für neu einlizenzierte Programme.

    Das Unternehmen erwartet für 2014 ein EBIT von ungefähr – 11 Millionen Euro bis – 16 Millionen Euro.

    In den kommenden Jahren werden einmalige Ereignisse, wie die Auslizenzierung firmeneigener Produkte sowie größere Meilensteinzahlungen und Tantiemen im Zusammenhang mit der Erreichung der Marktreife von mit Partnern betriebenen HuCAL-Antikörpern, einen zunehmenden Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage haben, wie das Berichtsjahr 2013 deutlich zeigte. Solche Ereignisse könnten erneut dazu führen, dass die Finanzziele erheblich übertroffen werden. Genauso können Fehlschläge der Medikamentenentwicklung negative Folgen für den MorphoSys-Konzern haben. In der näheren Zukunft hängt das Umsatzwachstum von der Fähigkeit der Gesellschaft ab, neue zusätzliche Partnerschaften einzugehen und/oder firmeneigene Programme auszulizenzieren. Mittelfristig könnten Tantiemen für vermarktete Produkte zum Umsatzwachstum beitragen.

    Am Ende des Geschäftsjahres 2013 belief sich die Liquiditätsposition von MorphoSys auf 390,7 Millionen Euro (31. Dezember 2012: 135,7 Millionen Euro). Die signifikante Stärkung der Liquiditätsposition ist auf den Verkauf der Geschäftseinheit AbD Serotec, die Lizenzvereinbarungen mit GSK und Celgene sowie eine erfolg­reiche Kapitalerhöhung im September 2013 zurück zu führen. MorphoSys sieht in seiner starken Liquiditätsposition einen Vorteil, der zur Beschleunigung seines zukünftigen Wachstums für strategische Maßnahmen, wie die Einlizenzierung von Wirkstoffen sowie die Beteiligung an vielversprechenden Unternehmen, genutzt werden kann. Weiterhin können die liquiden Mittel für erhöhte Investitionen in das unternehmenseigene Portfolio von therapeutischen Antikörpern genutzt werden.

    DIVIDENDE

    Der deutsche Einzelabschluss der MorphoSys AG weist einen ­Bilanzgewinn aus, der für eine Ausschüttung verwendet werden könnte. Dessen ungeachtet und im Einklang mit der gängigen ­Praxis in der Biotechnologiebranche geht MorphoSys für die absehbare Zukunft nicht davon aus, eine Dividende auszuschütten. Die erzielten Gewinne werden weitgehend in die operative Geschäftstätigkeit – und hier überwiegend in die Entwicklung firmeneigener Medikamente – reinvestiert werden, um weiterhin Shareholder Value zu schaffen und neue Wachstumschancen zu eröffnen. Das Unternehmen beabsichtigt, wie schon im Jahr 2013, auch 2014 eigene Aktien über die Börse zurückzukaufen. Die eigenen Aktien können für die langfristigen Anreizprogramme für den Vorstand und die Senior Management Group oder aber auch für alle anderen gesetzlich zugelassenen Zwecke verwendet werden.

    Dieser Ausblick zieht alle Faktoren in Betracht, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts bekannt waren und unser Geschäft im Jahr 2014 sowie in den kommenden Jahren beeinflussen könnten, und beruht auf den Annahmen des Vorstands. Zukünftige Resultate können von den Erwartungen, die im Kapitel „Ausblick und Prognose“ beschrieben werden, abweichen. Die wichtigsten Risiken werden im Risikobericht erläutert.

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    MorphoSys Konzern

    Wandel zu einem Biopharmazie-Unternehmen

    Magazin

    Engineering the Medicines of Tomorrow

    Kennzahlen (IFRS)

    MorphoSys-Konzern

    Brief des Vorstandsvorsitzenden

    Dr. Simon E. Moroney