Risiken-und-Chancen-Bericht

MorphoSys ist Teil einer Industrie, die von stetem Wandel und Fortschritt geprägt ist. Die Herausforderungen und Chancen in der Gesundheitsindustrie werden von sehr unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Die weltweiten demografischen Veränderungen, medizinischer Fortschritt und der Wunsch nach steigender Lebensqualität bilden eine solide Wachstumsperspektive für die Pharma- und Biotechnologiebranche. Steigende regulatorische Auflagen im Bereich der Medikamentenentwicklung und insbesondere der Kostendruck auf die Gesundheitssysteme müssen jedoch ebenso berücksichtigt werden.

MorphoSys unternimmt größte Anstrengungen, systematisch neue Chancen zu erkennen und für den Geschäftserfolg zu nutzen, um langfristig den Unternehmenswert zu steigern. Unternehmerischer Erfolg ist jedoch nicht ohne das bewusste Eingehen von Risiken möglich. Durch seine weltweiten Geschäftsaktivitäten ist MorphoSys einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die sich auf den Geschäftsverlauf auswirken können. Das Risikomanagement­system von MorphoSys identifiziert diese Risiken, bewertet sie und leitet geeignete Maßnahmen ein, um Gefahren abzuwenden und die ­Unternehmensziele zu erreichen. Eine regelmäßige Überprüfung der Strategie stellt sicher, dass Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. MorphoSys geht nur dann ein Risiko ein, wenn dieses gleichzeitig die Chance bietet, den Unternehmenswert zu steigern.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem ist ein zentraler Bestandteil von MorphoSys’ Unternehmensführung und dient dazu, die Prinzipien guter Unternehmensführung sowie die Erfüllung gesetzlicher Vorschriften sicherzustellen.

MorphoSys hat ein umfassendes System eingerichtet, um Risiken in allen Teilen des Unternehmens erkennen, bewerten, übermitteln und bewältigen zu können. Das Risikomanagementsystem von MorphoSys identifiziert Risiken sehr früh und ermöglicht so geeignete Gegenmaßnahmen, um betriebliche Verluste zu limitieren und Risiken zu vermeiden, die die Existenz des Unternehmens gefährden könnten. Alle Maßnahmen zur Abmilderung eines Risikos werden einzelnen Risikoverantwortlichen zugeordnet, die vorwiegend der Senior Management Group von MorphoSys angehören.

Im Rahmen eines systematischen Risikobewertungsprozesses werden alle wesentlichen Risiken hinsichtlich der verschiedenen MorphoSys-Geschäftsbereiche sowie in Bezug auf das Unter­nehmen als Ganzes bewertet. Solche Risikobewertungen finden zweimal jährlich statt. Risiken werden beurteilt, indem ihre quantifizierbare Auswirkung für den MorphoSys-Konzern und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit mit und ohne Ingangsetzung eines Schadensminderungsprozesses miteinander verglichen werden. Die Methodik wird für eine Bewertungsperiode von zwölf Monaten und eine mittelfristige Sicht von drei Jahren angewandt, um Verpflichtungen aus der firmeneigenen Entwicklung mit längeren Laufzeiten mit einzubeziehen. Darüber hinaus bezieht sich die erweiterte strategische Risikobewertung auf einen langfristigen Zeitraum über drei Jahre hinaus. Der Prozess der strategischen Risikobewertung wird im Kapitel Erweiterung des Risiken-und-Chancen-Managementsystems beschrieben. Eine Übersicht über die aktuelle Risikobewertung durch MorphoSys ist der Abbildung 21 zu entnehmen.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr konnte überdies das im Vorjahr neu eingeführte IT-gestützte Risiken-und-Chancen-Managementsystem in vollem Umfang etabliert werden. So war es den Risikoverantwortlichen möglich, ihre Risiken über die konzernweite IT-Plattform einzugeben, wodurch die Überwachung, Analyse und Dokumentation deutlich erleichtert wurden. Das Risikomanagementsystem unterscheidet zwischen Risk Owner und Risk Manager. Der Risk Owner ist in der Regel der zuständige Abteilungsleiter. Die jeweiligen Mitarbeiter der Abteilung können Risk Manager sein, sofern in ihren Zuständigkeitsbereich Risiken fallen, die durch das Risikomanagementsystem erfasst werden. Die Risk Owner und Risk Manager werden im halbjährigen Turnus aufgefordert, ihre Risiken mit der entsprechenden Bewertung zu aktualisieren. Der Prozess dazu wird von der Abteilung Corporate Finance & Corporate Development koordiniert und geleitet, die auch den Bewertungsprozess überwacht, die wesentlichen Inhalte zusammenfasst und dem Vorstand und Aufsichtsrat turnusmäßig präsentiert. Das gesamte Bewertungsverfahren stützt sich auf standardisierte Formulare und Grafiken zur Auswertung. Die Risikosteuerung und Überwachung der Maßnahmen wird vom jeweiligen Verantwortlichen vorgenommen. Die durch die Maßnahmen hervorgerufenen Änderungen im Risikoprofil werden im gewöhnlichen Turnus erfasst. Eine regelmäßige Prüfung durch externe Berater stellt sicher, dass das Risikomanagementsystem kontinuierlich weiterentwickelt wird, damit es möglichen Veränderungen jederzeit angepasst werden kann.

Erweiterung des Risiken-und-Chancen-Managementsystems

Im Geschäftsjahr 2013 wurde das bestehende Risiken-und-Chancen-Managementsystem um einen Top-down-Ansatz im Bereich der strategischen Risiken und Chancen erweitert. Neben der Identifizierung nach dem Bottom-up-Verfahren, das kurz- und mittelfristige Risiken erkennen soll, wird nun eine systematische Identifizierung von globalen strategischen Risiken und Chancen vorgenommen, um so das Bild der Chancen und Risiken zu komplettieren. Beispielhaft dafür waren die Umfeld- und Branchenrisiken, Personalrisiken oder auch Risiken, die sich aus der öffentlichen Wahrnehmung des Unternehmens ergeben können. Aus diesem Anlass wurde ein Workshop mit ausgewählten Mitgliedern der Senior Management Group eingeführt, in dem über verschiedene Unternehmensbereiche hinweg strategische Risiken und Chancen auch über den Zeitraum von drei Jahren hinaus erfasst und diskutiert werden. Die Beurteilung erfolgt dabei qualitativ, weshalb diese Risiken nicht in der graphischen Darstellung auf Seite 66 dargestellt sind. Der Workshop findet im Turnus der sonstigen Risikoerfassung zweimal jährlich statt.

Grundlagen des Risiken-und-Chancen-Managements

MorphoSys ist fortlaufend mit Risiken und Chancen konfrontiert. Hierbei sind sowohl materielle Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage möglich, als auch ein direkter Einfluss auf immaterielle Vermögenswerte, wie z. B. das Firmenimage innerhalb der Industrie oder auch die Marke des Unternehmens.

MorphoSys definiert Risiken als interne oder externe Ereignisse, die einen unmittelbaren Einfluss auf das Unternehmen haben. Hierbei wird der potenzielle finanzielle Einfluss auf die Firmenziele bewertet. Chancen stehen in direktem Zusammenhang mit Risiken. Die Realisierung von Chancen hat einen positiven Einfluss auf die Unternehmensziele, das Eintreten von Risiken hat ­einen negativen Einfluss.

Verantwortlichkeiten im Risiken-und-Chancen-Managementsystem

Der Vorstand der MorphoSys AG ist für das Risiken-und-Chancen-Managementsystem verantwortlich. Er stellt sicher, dass sämt­liche Chancen und Risiken umfassend dargestellt, bewertet und überwacht werden. Die Abteilung für Corporate Finance & Corporate Development koordiniert die Umsetzung der Maßnahmen und berichtet regelmäßig an den Vorstand. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsausschuss beauftragt, die Effektivität des Konzernrisikomanagementsystems zu überwachen. Der Prüfungsausschuss berichtet regelmäßig über die Ergebnisse an den gesamten Aufsichtsrat, der darüber hinaus vom Vorstand zweimal jährlich unmittelbar informiert wird.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

MorphoSys nutzt umfangreiche interne Kontrollen, konzernweite Richtlinien zur Berichterstattung sowie weitere Maßnahmen wie Mitarbeiterschulungen und fortlaufende Weiterbildungen mit dem Ziel, sowohl die Korrektheit der Buchhaltung und des Rechnungswesens wie auch die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung im Konzernabschluss und Konzernlagebericht sicherzustellen. Dieser integrale Bestandteil der Konzernrechnungslegung setzt sich aus Präventions-, Überwachungs- und Erkennungsmaßnahmen zusammen, die dazu dienen sollen, die Sicherheit und Kontrolle im Rechnungswesen sowie in den operativen Funktionen sicherzustellen. Nähere Angaben zum internen Kontrollsystem in Bezug auf die Finanzberichterstattung sind dem Corporate-Governance-Bericht zu entnehmen.

Risiken

RISIKOKATEGORIEN

MorphoSys ordnet die wichtigsten Risiken den folgenden sechs Kategorien zu.

  • Finanzielle Risiken (Risiken durch z. B. Insolvenzen und Zahlungsausfälle, Zahlungen für Lizenzen, finanzierte Forschungsleistungen und Meilensteine, die geringer als erwartet und geplant ausfallen, sowie Risiken im Zusammenhang mit jeder Form von Finanzierung und Finanzierungsinstrumenten, wie beispielsweise Geldanlage, Bankenpleiten, Währungen, Zinsen, Steuern und Inkasso).
  • Operative Risiken (z. B. Einkauf/Produktion, Vertrieb/Logistik, Kunden, Personal oder auch, speziell in der Biotechnologiebranche, Risiken aus den Ergebnissen präklinischer oder klinischer Studien).
  • Strategische Risiken (z. B. M&A , Beteiligungen, F&E, Unternehmensimage, überlegene Konkurrenzprodukte, Portfolioentwicklung).
  • Externe Risiken (Risiken jenseits der Kontrolle des Unternehmens, z. B. wirtschaftliche, politische, rechtliche Risiken, speziell bei Unternehmen in der Biotechnologie- und Pharmabranche auch Risiken beim Schutz von geistigem Eigentum oder im regulatorischen Umfeld bei der Zulassung von neuen Medikamenten).
  • Organisatorische Risiken (z. B. IT, Gebäudemanagement, Nachfolgeplanung, Unterbrechung des laufenden Betriebs, Verzögerung der Prozesse durch zu hohe Komplexität oder Quantität von Projekten).
  • Compliance-Risiken (z. B. Nichteinhaltung von Vorschriften der US-amerikanischen FDA und der europäischen EMA, Qualitätsmanagementrichtlinien, Bilanzrichtlinien, Corporate Governance, Nichtbefolgung des deutschen Aktiengesetzes).
FINANZIELLE RISIKEN

Das Finanzrisikomanagement bei MorphoSys zielt auf die Minderung der finanziellen Risiken und einen Abgleich dieser Risiken mit den sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden Bedürfnissen ab.

Finanzrisiken können sich aus Rahmenbedingungen von Lizenzvereinbarungen ergeben, beispielsweise wenn Projekte (Produkte oder Technologien) gar nicht, verspätet oder in einem anderen Umfang als geplant auslizenziert werden. Ein entsprechendes Risiko entsteht auch, wenn die Einnahmen nicht die geplante Höhe erreichen bzw. durch erhöhten Ressourcenbedarf die Kosten im Vergleich zum Budgetplan steigen. Eine detaillierte Vorbereitung der Projekte, z. B. durch einen intensiven Austausch mit internen und externen Partnern und Beratern, gewährleistet eine optimale Positionierung im Vorfeld und stellt somit eine wichtige Maßnahme zur Risikominimierung dar. Finanzielle Risiken, die im Zusammenhang mit unternehmenseigenen Programmen stehen, konnten durch die im Berichtsjahr erfolgreiche Einbringung von MOR103 und MOR202 in Partnerschaften deutlich gesenkt werden. Jedoch verbleiben die finanziellen Risiken in Bezug auf das Programm MOR208 bei MorphoSys, ebenso in Teilen Risiken bei den in Partnerschaften eingebrachten Programmen in Bezug auf die klinische Weiterentwicklung.

Aufgrund der immer noch angespannten europäischen Wirtschaftslage stellen mögliche Insolvenzen von Bankinstituten weiterhin ein finanzielles Risiko dar. MorphoSys investiert deshalb weiterhin nur in – soweit möglich und abschätzbar – als sicher erachtete Fonds und Produkte von Banken, die über ein gleichbleibend hohes Rating verfügen und/oder durch einen starken Partner abgesichert sind. Darüber hinaus wurden verschiedene Szenarien simuliert und geeignete Krisenpläne verabschiedet.

Durch den Verkauf des AbD Serotec-Segments konnte das Währungsrisiko leicht vermindert werden.

OPERATIVE RISIKEN

Operative Risiken umfassen Risiken im Hinblick auf die Erforschung und Entwicklung von eigenen Medikamentenkandidaten sowie Risiken im Bereich der Abteilung Zentraler Einkauf und ­Logistik. Hinzu kommen Risiken im Personalbereich, wie bei der Rekrutierung von geeigneten Mitarbeitern oder bei dem Verlust von hoch qualifizierten und erfahrenen Mitarbeitern.

Ein Scheitern von klinischen Studien – wobei ein Scheitern einer Studie nicht notwendigerweise das Scheitern eines ganzen Programms bedeutet – vor der Auslizenzierung an Partner kann sich ergeben, wenn die Studiendaten nicht die erwarteten Ergebnisse oder aber unerwartete unerwünschte Nebenwirkungen zeigen. Das Design der klinischen Studien und der Entwurf von Entwicklungsplänen erfolgt stets mit größtmöglicher Sorgfalt. Damit haben die Studien in der klinischen Erprobung die besten Chancen, klinisch relevante Daten zu zeigen und somit die Zulassungsbehörden und mögliche Partner zu überzeugen. Neben dem intern vorhandenen Wissen werden auch externe Fachleute eingebunden. Für die Überwachung des Fortschritts von klinischen Programmen wurden spezielle Komitees gebildet.

In Bezug auf Einkauf & Logistik wird eine partnerschaftliche ­Zusammenarbeit mit Lieferanten gelebt, um Verspätungen von Anlieferungen, Lieferungsengpässe und damit einhergehende zusätzliche Kosten zu vermeiden. Dies wird durch eine regelmäßige Lieferantenbeurteilung unterstützt, die mögliche Probleme identifiziert, Lösungen ermittelt und intern wie extern an die jeweils verantwortlichen Führungskräfte kommuniziert wird.

Personalrisiken bestehen im Bereich der Personalbeschaffung und dem Verlust von sogenannten Leistungsträgern. Bei der Rekrutierung wird dies vor allem im Hinblick auf die Schwierigkeiten bei der Suche nach Kandidaten mit geeigneten Qualifikationen sichtbar. Der Verlust von Leistungsträgern entsteht durch Kündigungen von erfahrenen und hoch qualifizierten Mitarbeitern. Um ­solchen Risiken zu begegnen, nutzt die Personalabteilung des ­Unternehmens alle Möglichkeiten, unter anderem auch die Zusammenarbeit mit externen Organisationen, um den Personalbeschaffungsprozess zu optimieren. Mit der Suche nach geeigneten Mitarbeitern wird zudem so früh wie möglich begonnen. Darüber hinaus wird die Attraktivität von MorphoSys als Arbeitgeber mit einer offenen und kreativen Unternehmenskultur in der Öffentlichkeit über Anzeigen sowie auf Messen dargestellt. Neben der Personalbeschaffung stellt auch die Personalbindung eines der Hauptelemente des Personalmanagements dar. So wird durch fortlaufende Vergleiche mit branchenüblichen Gehaltssystemen gewährleistet, dass Mitarbeiter fair und kompetitiv entlohnt werden. Darüber hinaus sorgen geeignete Lohnbestandteile und Mitarbeitergespräche für ein leistungsgerechtes Anreizsystem und unterstützen so das Ziel, die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Betriebsfeste, Maßnahmen zur Teambildung, Sportangebote und soziale Veranstaltungen tragen zudem zu ­einem guten Betriebsklima bei.

STRATEGISCHE RISIKEN

Im Berichtsjahr nahm MorphoSys erstmals die Erfassung der ­strategischen Risiken durch einen erweiterten Ansatz vor. Eine ausführliche Erläuterung dazu ist im Kapitel Erweiterung des Risiken-und-Chancen-Managementsystems zu finden.

Strategische Risiken ergeben sich im Bereich des firmeneigenen Portfolios an therapeutischen Molekülen. Nachdem MorphoSys im Berichtsjahr zwei der drei bestehenden proprietären Programme erfolgreich in Partnerschaften einbringen konnte, steht nun die Ergänzung des Portfolios wieder im Vordergrund. In diesem Zusammenhang können sich Risiken ergeben, wenn der Zugang zu attraktiven Zielmolekülen und Wirkstoffen oder zu innovativen Technologien fehlt. Diese Risiken beziehen sich auch auf verpasste oder fehlgeschlagene M&A-Transaktionen, durch die ein Zugang zu strategisch wichtigen Vermögenswerten geschaffen werden könnte. Um solchen Risiken zu begegnen, wurde u. a. ein multidisziplinäres Team etabliert, das sich um die Ergänzung des firmeneigenen Portfolios kümmert und geeignete therapeutische Moleküle identifiziert, die einlizenziert werden können. Weiter wurde ein New Discovery Team ins Leben gerufen, das nach geeigneten Zielmolekülen sucht, um mit eigenen oder externen technologischen Plattformen neue therapeutische Moleküle zu entwickeln. Um auch langfristige Optionen auf neue Technologien oder therapeutische Moleküle zu erhalten, wurde zudem mit „Innovation Capital“ ein Programm etabliert, das Wagniskapital in innovative Start-Up Firmen investiert.

Ein weiteres strategisches Risiko besteht in der Gefahr, dass therapeutische Antikörper in entfernter Zukunft nicht mehr wettbewerbsfähig sind, weil es eventuell bessere Moleküle oder vorteilhaftere Therapieansätze gibt. Dieses Risiko lässt sich zudem im Bereich der Branchenrisiken einordnen. Auch hier hat MorphoSys mit „Innovation Capital“ ein geeignetes Werkzeug geschaffen, um bereits frühzeitig neue Trends zu erkennen, in diese Innovationen zu investieren und dadurch an den Entwicklungen zu partizipieren. Zudem sucht ein eigenes Scouting Team weltweit nach neuen und innovativen Technologien und analysiert in regelmäßigen Zeitabständen die Wettbewerber von MorphoSys.

EXTERNE RISIKEN

Externe Risiken ergeben sich für MorphoSys überwiegend im Zusammenhang mit seinem geistigen Eigentum. Der Patentschutz der firmeneigenen Technologien von MorphoSys ist besonders wichtig. Um die Risiken auf diesem Gebiet zu mindern, hält MorphoSys fortwährend Ausschau nach veröffentlichten Patenten und Patentanmeldungen, analysiert und beobachtet entsprechende Funde und entwickelt Umgehungsstrategien für möglicherweise relevant werdende externe Patente, bevor diese erteilt werden.

Mit dieser Strategie erzielte MorphoSys im Laufe der Jahre zunehmenden Erfolg und konnte seine Handlungsfreiheit in Bezug auf die firmeneigenen Technologieplattformen und Produkte auf lange Sicht sichern.

Ein weiterer Bereich, in dem externe Risiken auftreten können, betrifft die Zusammenarbeit mit Serviceanbietern in der präklinischen und klinischen Entwicklung. Eine Minder- oder Schlechtleistung könnte hier zu Entwicklungsverzögerungen bzw. zu finanziellen Einbußen führen.

Als international tätiges Biotechnologieunternehmen mit zahl­reichen Partnerschaften und einer eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung zur Entwicklung von Arzneimittelkandidaten ist der MorphoSys Konzern einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Patentrecht, mögliche Haftungsansprüche aus den abgeschlossenen Partnerschaften, Wettbewerbs- und Kartellrecht, sowie Steuerrecht und Umweltschutz. Künftige Verfahren sind denkbar aber derzeit nicht vorhersagbar. Es kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem ­Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse haben.

ORGANISATORISCHE RISIKEN

Organisatorische Risiken bestehen auf den Gebieten Partnered Discovery, Technical Operations und IT. Im Bereich Partnered Discovery kann es innerhalb der Organisation zu Qualitätsverlusten oder zeitlichen Verzögerungen kommen, wenn sich die Zahl der Programme erhöht oder die Programme an Komplexität zunehmen. Zur Reduzierung der Komplexität und damit der Risiken wurden einheitliche Prozesse eingeführt, deren Einhaltung durch regelmäßige Audits überprüft wird.

Risiken im Bereich Technical Operations betreffen Vorgänge, die zur nachhaltigen Beeinträchtigung bis hin zur Unterbrechung des Betriebs sowie zu Störfällen mit gefährlichen oder umweltbelastenden Stoffen führen können. Zur Vermeidung derartiger Störungen werden geeignete Maßnahmen getroffen, wie regelmäßige Kontrolle und Wartung von Ausrüstung und Einrichtungen sowie Schulungen und Übungen für die betroffenen Mitarbeiter. Geeignete elektronische Überwachungssysteme vermindern darüber hinaus derartige Risiken. Finanzielle Risiken, die diesen Bereich betreffen, werden weitgehend über Versicherungen abgedeckt. Weitere Angaben zur betrieblichen Umgebung von MorphoSys können dem Nachhaltigkeitsbericht entnommen werden.

Geschäftstätigkeiten können Risiken ausgesetzt sein, die auf Ausfälle der IT-Infrastruktur oder der IT-Sicherheit zurückzuführen sind. Diesen Risiken wird mit Sicherungskopien begegnet, die mehrfach täglich erstellt werden, sowie mit der Implementierung von äußerst zuverlässigen Firewall- und Virenscan-Systemen, um die Sicherheit und Stabilität der Daten zu gewährleisten. Darüber hinaus minimiert MorphoSys Risiken im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit, Verlässlichkeit und Effizienz seiner IT-Systeme durch kontinuierliche Prüfungen (z. B. simulierte, stufenweise ­Hackerangriffe) und Updates der Soft- und Hardware-Systeme. Die IT-Strategie wird zudem jährlich überprüft und angepasst.

COMPLIANCE-RISIKEN

Compliance-Risiken können entstehen, wenn Qualitätsstandards nicht eingehalten oder Geschäftsabläufe aus juristischer Sicht nicht einwandfrei abgewickelt werden. Um diesen Risiken entgegenzutreten, hat sich MorphoSys verpflichtet, in seinem Geschäftsbetrieb höchste Qualitätsstandards zu erfüllen, wie im Nachhaltigkeitsbericht dargelegt. Zur Risikominimierung wird das System zudem regelmäßig von externen Experten überprüft und wiederkehrenden Prüfungen durch eine interne, unabhängige Qualitätssicherungsabteilung unterzogen.

Konkrete Risiken könnten beispielsweise entstehen, wenn das ­interne Qualitätsmanagementsystem die rechtlichen Anforderungen nicht erfüllt oder es versäumt wird, interne Systeme zur Aufdeckung von Qualitätsmängeln zu implementieren. Falls interne Kontrollen nicht in der Lage sind, Richtlinienverstöße gegen die gute Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practice – GMP), die gute klinische Praxis (Good Clinical Practice – GCP) oder die gute Laborpraxis (Good Laboratory Practice – GLP) aufzudecken, würde dies ebenfalls ein Compliance-Risiko darstellen.

Fehlerhaft durchgeführte Hauptversammlungen könnten zu rechtlichen Auseinandersetzungen mit Aktionären führen. Die Folgen wären erhebliche Kosten aus dem Versuch, entweder eine Anfechtung der Hauptversammlung abzuwenden oder, falls dies nicht möglich ist, die Hauptversammlung zu wiederholen. Zudem wären eventuell zu beschließende Kapitalmaßnahmen (z. B. eine Kapitalerhöhung) gefährdet.

Zur Minimierung dieses Risikos werden Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung sowie alle relevanten Dokumente und Abläufe sowohl durch die hierfür zuständigen internen Abteilungen, als auch von externen Anwälten und Wirtschaftsprüfern detailliert überwacht und geprüft.

BEURTEILUNG DER GESAMTRISIKOSITUATION IM MORPHOSYS-KONZERN DURCH DEN VORSTAND

Der Vorstand des MorphoSys-Konzerns hält die Risiken insgesamt für angemessen und vertraut der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Veränderungen des Umfelds und die Erfordernisse des laufenden Geschäftes. Den Fortbestand des MorphoSys-Konzerns sieht der Vorstand nicht gefährdet. Diese Einschätzung gilt sowohl für jedes einzelne Konzernunternehmen als auch für den MorphoSys-Konzern als Ganzes. Die Beurteilung stützt sich dabei auf verschiedene Faktoren, die im Folgenden zusammengefasst sind:

  • Der MorphoSys-Konzern verfügt über eine außergewöhnlich hohe Eigenkapitalquote und hat seine Konzernziele, wie in den vergangenen Jahren, erfolgreich bestätigt.
  • Der Vorstand des Konzerns hält MorphoSys für gut positioniert, um auch eventuell eintretende widrige Ereignisse bewältigen zu können.
  • Der Konzern verfügt über ein umfangreiches Portfolio an prä­klinischen und klinischen Programmen in Partnerschaften mit einer Vielzahl großer Pharmakonzerne sowie über eine starke technologische Basis zum weiteren Ausbau des firmeneigenen Portfolios.

Chancen

Führende Antikörpertechnologien, ein sehr gutes Know-how und ein breites Portfolio an validierten klinischen Programmen haben MorphoSys zu einer der weltweit bedeutendsten Biotechnologie­firmen im Bereich therapeutischer Antikörper gemacht. Weil diese Klasse therapeutischer Moleküle heute zu den erfolgreichsten und umsatzstärksten Medikamenten in der Krebstherapie gehört, ist auf dem Gebiet der Antikörper eine beträchtliche Anzahl von Pharma- und Biotechnologieunternehmen tätig, aus denen künftige Kunden und Partner für die Produkte und Technologien von MorphoSys werden könnten. Aufgrund dieser Tatsache und dank der langjährigen Expertise im Bereich der Technologie- und Produktentwicklung hat MorphoSys für die kommenden Jahre eine Reihe von Wachstumschancen identifiziert.

Die Antikörpertechnologien von MorphoSys bieten bei der Entwicklung und Optimierung von therapeutischen Antikörper­kandidaten entscheidende Vorteile, die im Medikamentenent­wicklungsprozess zu höheren Erfolgsquoten und kürzeren Entwicklungszeiten führen können. Der Transfer und die Anwendung von MorphoSys’ Kernkompetenzen auch außerhalb des Antikörpersegments eröffnet dem Konzern Chancen, weil sich viele Wirkstoffklassen in ihrer Molekülstruktur ähnlich sind. Die „Innovation Capital“-Initiative kann hier bislang nicht zugängliche Chancen nutzen, indem sich MorphoSys bei jungen, innovativen Firmen als strategischer Investor betätigt und so Synergien wirksam genutzt werden können.

CHANCENMANAGEMENTSYSTEM

Das Chancenmanagementsystem ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung von MorphoSys und dient dazu, Chancen frühzeitig zu erkennen, diese zu nutzen und daraus einen Mehrwert für das Unternehmen zu generieren.

Das Chancenmanagement stützt sich dabei auf vier Pfeiler:

  • ein regelmäßig stattfindendes Diskussionsforum von Vorstand und ausgewählten Mitgliedern der Senior Management Group,
  • die Business-Development-Aktivitäten des Unternehmens,
  • ein Technology Scouting Team sowie
  • die „Innovation Capital“-Initiative.

Im Diskussionsforum werden ausgewählte Chancen diskutiert und gegebenenfalls Maßnahmen zur Nutzung dieser Chancen beschlossen. Die Meetings und deren Resultate werden ausführlich protokolliert und das weitere Vorgehen überwacht und geprüft. Das Business Development Team des Konzerns nimmt an zahl­reichen Konferenzen teil und identifiziert dabei unterschiedliche Chancen, die zum Wachstum des Unternehmens beitragen können. Diese werden im Diskussionsforum vorgestellt und über Evaluierungsprozesse bewertet. Das Technology Scouting Team sucht gezielt nach innovativen Technologien, die mit der technologischen Infrastruktur von MorphoSys Synergien erzeugen und für die Identifizierung von neuen therapeutischen Molekülen geeignet sind. Auch diese Ergebnisse werden in internen Gremien abteilungsübergreifend diskutiert und evaluiert. Die bereits beschriebene Initiative „Innovation Capital“ erlaubt es MorphoSys zudem, auch an frühen Innovationen zu partizipieren und diese für das Unternehmen in Zukunft nutzbar zu machen. Ein etablierter Chancenbewertungsprozess sorgt für die qualitative und reproduzierbare Beurteilung der Chancen.

ALLGEMEINE AUSSAGEN ZU DEN CHANCEN

Es wird damit gerechnet, dass die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung in den Industriestaaten und die Veränderungen hinsichtlich Einkommenssituation und Lebensstil in den Schwellenländern die Nachfrage nach zusätzlichen und innovativen Behandlungsverfahren sowie leistungsfähigen Technologien fördern werden. Wissenschaftlicher und medizinischer Fortschritt haben zu einem besseren Verständnis der biologischen Abläufe von Krankheiten geführt, was wiederum den Weg für neue therapeu­tische Ansätze ebnet. Innovative Therapien, wie beispielsweise vollständig menschliche Antikörper, haben in den letzten Jahren die Marktreife erlangt und zur Entwicklung wirtschaftlich erfolgreicher Medizinprodukte geführt. Daneben gelten therapeutische Wirkstoffe auf der Basis von Proteinen  – auch als biologische Wirkstoffe oder „Biologics“ bezeichnet – als weniger dem Wettbewerb durch Generika ausgesetzt als chemisch hergestellte Moleküle, weil die Herstellung biologischer Wirkstoffe weitaus komplexer ist. Daher sind die Nachfrage nach Antikörpern und das Interesse an dieser Medikamentenklasse in den letzten zwölf bis 36 Monaten enorm gestiegen, was sich an verschiedenen Akquisitionen und bedeutenden Lizenzvereinbarungen auf diesem Gebiet deutlich zeigt.

MARKTCHANCEN

MorphoSys ist der Ansicht, dass seine Antikörperplattformen HuCAL und Ylanthia sowie Slonomics dazu genutzt werden können, um Produkte zu entwickeln, die einen erheblichen, bislang ungedeckten medizinischen Bedarf adressieren.

THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER – PARTNERED DISCOVERY

Durch die Zusammenarbeit mit einer Reihe von Partnerunternehmen bei der Medikamentenentwicklung konnte MorphoSys das Risiko, das untrennbar mit der Entwicklung von einzelnen Medikamenten verbunden ist, breiter streuen. Mit über 70 individuellen therapeutischen Antikörpern, die sich derzeit in Entwicklungsprogrammen mit Partnern befinden, werden für MorphoSys die Chancen, finanziell an der Vermarktung von Medikamenten zu partizipieren, immer wahrscheinlicher. Im Jahr 2013 befinden sich bereits zwei Antikörper in der klinischen Phase 3. Eine Zulassung im Falle positiver klinischer Studienergebnisse wäre somit auch in naher Zukunft denkbar. So hat der Partner Novartis angekündigt, dass für den Antikörper Bimagrumab im Jahr 2016 ein Zulassungsantrag eingereicht werden könnte.

MorphoSys wird seine mit Partnern betriebene Antikörperpipeline weiter ausbauen. Darüber hinaus könnte MorphoSys weitere Partnerschaften auf Honorarbasis schließen.

THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER – PROPRIETARY DEVELOPMENT

Es ist davon auszugehen, dass die Pharmaindustrie die Einlizenzierungen neuer Wirkstoffe weiter intensivieren wird, um ihre Pipelines wieder aufzufüllen und frühere Schlüsselprodukte und Umsatzträger, die ihren Patentschutz verloren haben, zu ersetzen. Mit seinen am weitesten fortgeschrittenen Wirkstoffen MOR103, MOR202 und MOR208 ist MorphoSys in einer guten Ausgangslage, um vom Bedarf der Pharmakonzerne zu profitieren. Die 2013 erfolgreich abgeschlossenen Partnerschaften für MOR103 und MOR202 unterstreichen dies.

Die über die kommenden Jahre hinweg gesicherten Mittelzuflüsse durch das Segment Partnered Discovery versetzen MorphoSys in die Lage, sein firmeneigenes Portfolio kontinuierlich zu stärken. MorphoSys wird die firmeneigene Pipeline durch zusätzliche klinische Studien mit seinen wesentlichen Medikamentenkandidaten weiter ausbauen, indem beispielsweise neue Krankheitsbereiche untersucht werden. MorphoSys beabsichtigt, sein Portfolio um weitere Programme zu ergänzen und könnte dazu bestehende und künftige Chancen für gemeinsame Entwicklungsprojekte oder -partnerschaften nutzen. Darüber hinaus sucht die Gesellschaft Chancen zur Einlizenzierung interessanter Medikamentenkandidaten.

Durch die Kooperation mit Celgene für MOR202 könnte sich für MorphoSys erstmalig die Chance ergeben, selbst mit einem Medikament am Markt tätig zu werden.

TECHNOLOGIEENTWICKLUNG

MorphoSys investiert weiter in seine bestehenden und in neue Technologien, um seinen Spitzenplatz als technologisch führendes Unternehmen zu wahren. Mit Ylanthia hat MorphoSys eine neue Technologieplattform etabliert, die – anders als ihre Vorgängerversion HuCAL – wieder für breitere Lizenzierungen an verschiedene Partner zur Verfügung steht. Im Jahr 2012 wurde mit der Kommerzialisierung der Ylanthia-Antikörperbibliothek begonnen.

Technologische Fortschritte dieser Art könnten das Unternehmen in die Lage versetzen, seine Partnerliste weiter auszubauen und sowohl das Tempo als auch die Erfolgsquote der mit Partnern betriebenen und firmeneigenen Medikamentenentwicklungsprogramme zu steigern. Neue Technologiemodule könnten auch neue Krankheitsbereiche erschließen, in denen derzeit Behandlungen auf der Basis von Antikörpern noch unterrepräsentiert sind, indem sie die Herstellung von Antikörpern gegen neuartige Klassen von Zielmolekülen ermöglichen.

Die Technologieentwicklung wird von einem Team von Wissenschaftlern vorangetrieben, das sich auf die Weiterentwicklung der MorphoSys-Technologien konzentriert. Außer auf die interne Technologieentwicklung setzt MorphoSys aber auch auf externe Quellen, um sich technologisch zu verstärken. Die Kooperation und Beteiligung an Lanthio Pharma, einem niederländischen Unternehmen, das sich mit der Entwicklung von Lantipeptiden auseinandersetzt, ist ein gutes Beispiel für derartige Aktivitäten.

AKQUISITIONSCHANCEN

MorphoSys hat in der Vergangenheit seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, Akquisitionen durchzuführen, um so sein Wachstum zu beschleunigen. Im Rahmen der bereits beschriebenen regelmäßigen Besprechungen mit dem Vorstand und ausgewählten Mitgliedern der Senior Management Group werden systematisch potenzielle Akquisitionskandidaten vorgestellt, diskutiert und bewertet. Im Anschluss daran werden vielversprechende Kandidaten auf strategische Synergien hin untersucht und in internen Fachgremien bewertet. Zu allen Kandidaten und Evaluierungen werden Protokolle angefertigt, die systematisch zur Beobachtung und Nachverfolgung archiviert werden. Eine eigens dafür generierte Datenbank hilft dabei, diese Informationen zu verwalten und verfügbar zu machen.

MorphoSys plant seine Akquisitionsstrategie im neuen Jahr weiter intensiv voranzutreiben, um seinen Marktanteil auszubauen, sein bestehendes Portfolio und die Technologieplattform zu ergänzen und sich Zugang zu Patenten und Lizenzen für die Entwicklung neuartiger firmeneigener Technologien und Produkte zu sichern.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN

Günstige Wechselkurs- und Zinsentwicklungen können sich positiv auf die Finanzergebnisse des Konzerns auswirken. Die Entwicklungen auf den Zins- und Finanzmärkten werden fortlaufend überwacht, damit Chancen zeitnah identifiziert und genutzt werden können.

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MorphoSys Konzern

Wandel zu einem Biopharmazie-Unternehmen

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Engineering the Medicines of Tomorrow

Kennzahlen (IFRS)

MorphoSys-Konzern

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Dr. Simon E. Moroney