6 Erläuterung der Aktivposten der Bilanz

6.1 LIQUIDE MITTEL

In T € 31.12.2015 31.12.2014
Bankguthaben und Kassen­bestände 90.928 32.238
Termingelder 631 573
Zweckgebundene Finanzmittel – 631 – 573
Liquide Mittel 90.928 32.238

Der Anstieg der liquiden Mittel resultierte im Wesentlichen aus stichtagsnah fällig gewordenen Festgeldern, deren Wiederanlage in 2016 erfolgt.

Die zweckgebundenen Finanzmittel in Höhe von 0,6 Mio. € stellten im Wesentlichen Mietkautionen dar (2014: 0,6 Mio. €).

6.2 FINANZANLAGEN/WERTPAPIERE

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen setzten sich am 31. Dezember 2015 und 2014 wie folgt zusammen.

Unrealisierter
In T € Fälligkeit Anschaffungskosten Brutto-Gewinn Brutto-Verlust Marktwert
31. Dezember 2015
Geldmarktfonds täglich 64.089 204 0 64.293
Zweckgebundene Finanzmittel 0
Gesamt 64.293
31. Dezember 2014
Geldmarktfonds täglich 105.961 142 64 106.039
Zweckgebundene Finanzmittel 0
Gesamt 106.039

Der unrealisierte Bruttogewinn des Konzerns für zur Veräußerung verfügbare Geldmarktfonds in Höhe von 203.738 € am 31. Dezember 2015 bzw. der unrealisierte Bruttogewinn in Höhe von 141.640 € sowie der unrealisierte Bruttoverlust von 64.291 € am 31. Dezember 2014 wurden als separater Posten im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage) ausgewiesen. Im Jahr 2015 hat der Konzern in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung einen Nettogewinn in Höhe von 32.539 € aus der Veräußerung von Finanzanlagen ausgewiesen, der zuvor im Eigenkapital erfasst war (2014: 710.518 €).

Die zur Veräußerung verfügbaren Anleihen setzten sich am 31. Dezember 2015 und 2014 wie folgt zusammen.

Unrealisierter
In T € Fälligkeit Anschaffungskosten Brutto-Gewinn Brutto-Verlust Marktwert
31. Dezember 2015
Anleihen täglich 33.599 1 480 33.120
Gesamt 33.120
31. Dezember 2014
Anleihen täglich 7.572 0 84 7.488
Gesamt 7.488

Der unrealisierte Bruttogewinn des Konzerns für zur Veräußerung verfügbare Anleihen in Höhe von 1.050 € und der unrealisierte Bruttoverlust in Höhe von 479.837 € am 31. Dezember 2015 bzw. der unrealisierte Brutto­verlust von 83.650 € am 31. Dezember 2014 wurden als separater Posten im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage) ausgewiesen. Im Jahr 2015 hat der Konzern in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung einen Nettoverlust in Höhe von 33.555 € aus der Veräußerung von Finanzanlagen ausgewiesen, der zuvor im Eigenkapital erfasst war (2014: Nettogewinn in Höhe von 17.460 €). Der Kauf der Anleihen erfolgte über dem Nennbetrag. Der aus dem produktspezifischen Kursverlauf resultierende Verlust wird durch die Zinserträge der Anleihen kompensiert und führt zu einem positiven Gesamtergebnis.

Zum 31. Dezember 2015 hielt die Gesellschaft kurzfristige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 94,6 Mio. € (31. Dezember 2014: 157,0 Mio. €) und langfristige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 15,5 Mio. € (31. Dezember 2014: 50,0 Mio. €), die in Übereinstimmung mit IAS 39 „Finanzinstrumente“ der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zuzuordnen waren. Diese bestanden im Wesentlichen aus Termingeldern mit fixer oder variabler Verzinsung. In diesen Buchwerten sind Zinsforderungen in Höhe von 1,2 Mio. € (31. Dezember 2014: 0,4 Mio. €) enthalten.

Die Zinserträge der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie „Kredite und Forderungen“ beliefen sich in 2015 auf 1.858.793 € (2014: 914.140 €) und wurden im Finanzergebnis erfasst. Die Risiken im Zusammenhang mit diesen Finanzinstrumenten bestehen in erster Linie in Bonitätsrisiken der Banken. Im Geschäftsjahr 2015 gab es keine Anzeichen für eine Wertminderung.

Weitere Erläuterungen zur bilanziellen Behandlung der Finanzanlagen werden unter Ziffer 2.8.1* dieses Anhangs gegeben.

6.3 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben generell Zahlungsziele zwischen 30 und 45 Tagen. Am 31. Dezember 2015 und 2014 enthielten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch nicht in Rechnung gestellte Beträge in Höhe von 3.878.771 € bzw. 3.649.124 €.

Auf Basis der Einschätzung des Vorstands wurden 2015 und 2014 keine Nettoverluste für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen ergebniswirksam erfasst.

6.4 SONSTIGE FORDERUNGEN

Gemäß der Kurssicherungsrichtlinie des Konzerns werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Cashflows und eindeutig bestimmbare Fremdwährungsforderungen mit einem Zahlungsziel von bis zu 24 Monaten auf ihren Kurssicherungsbedarf hin geprüft. Beginnend im Jahr 2003 hat MorphoSys Devisenoptions- und Devisenterminverträge zur Kurs­sicherung seines Währungsrisikos aus US-Dollar-Forderungen geschlossen. Diese Derivate werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten als sonstige Forderungen ausgewiesen.

Am 31. Dezember 2015 bestanden 15 offene Devisentermingeschäfte (Forward Rate Agreements) mit Laufzeiten von einem Monat bis zu 12 Monaten (31. Dezember 2014: 24 offene Devisentermingeschäfte). Der unrealisierte Bruttogewinn in Höhe von 749.929 € am 31. Dezember 2015 (31. Dezember 2014: 44.506 €) und der unrealisierte Bruttoverlust in Höhe von 24.984 € (31. Dezember 2014: 0 €) wurden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Auf sonstige Forderungen wurden zum 31. Dezember 2015 Wertberichtigungen in Höhe von 0,2 Mio. € gebildet, da Zweifel bei der Durchsetzung der Ansprüche bestehen.

6.5 FORDERUNGEN AUS ERTRAGSTEUERN, VORRÄTE, ­RECHNUNGSABGRENZUNG UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Zum 31. Dezember 2015 bestanden Steuerforderungen in Höhe von 2,7 Mio. € (31. Dezember 2014: 2,8 Mio. €), die aus Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus der Umsatzsteuerzahllast in Höhe von 1,8 Mio. € (31. Dezember 2014: 1,7 Mio. €) und aus Forderungen im Zusammenhang mit einbehaltener Kapitalertragsteuer sowie Steuern für Vorjahre in Höhe von 0,8 Mio. € (31. Dezember 2014: 1,1 Mio. €) bestanden.

Vorräte in Höhe von 0,4 Mio. € lagerten am 31. Dezember 2015 am Standort Martinsried und bestanden aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Wie im Vorjahr bestanden zum Bilanzstichtag keine Vorräte, die zum beizu­legenden Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten ausgewiesen wurden.

Am 31. Dezember 2014 lagerten Vorräte in Höhe von 0,6 Mio. € am Standort Martinsried und bestanden aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

Die Rechnungsabgrenzung und sonstige kurzfristige Vermögenswerte bestanden am 31. Dezember 2015 im Wesentlichen aus vorausgezahlten Gebühren für externe Laborleistungen von 0,6 Mio. € (31. Dezember 2014: 0,5 Mio. €), aus vorausgezahlten Gebühren für Unterlizenzen in Höhe von 0,3 Mio. € (31. Dezember 2014: 0,2 Mio. €) und anderen Vorauszahlungen in Höhe von 0,5 Mio. € (31. Dezember 2014: 0,5 Mio. €).

6.6 SACHANLAGEN

In T € Büro- und
Labor­ausstattung
Betriebs- und
Geschäfts­ausstattung
Gesamt
Anschaffungskosten
1. Januar 2015 13.963 1.765 15.728
Zugänge 1.372 15 1.387
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 126 0 126
Abgänge – 421 0 – 421
31. Dezember 2015 15.040 1.780 16.820
 
Kumulierte Abschreibungen
1. Januar 2015 10.560 1.610 12.170
Jahresabschreibung 1.497 45 1.542
Wertberichtigungen 25 0 25
Abgänge – 391 0 – 391
31. Dezember 2015 11.691 1.655 13.346
 
Buchwerte
1. Januar 2015 3.403 155 3.558
31. Dezember 2015 3.349 125 3.474
 
Anschaffungskosten
1. Januar 2014 12.161 1.867 14.028
Zugänge 2.864 35 2.899
Abgänge – 1.062 – 137 – 1.199
31. Dezember 2014 13.963 1.765 15.728
 
Kumulierte Abschreibungen
1. Januar 2014 10.173 1.687 11.860
Jahresabschreibung 1.386 60 1.446
Wertberichtigungen 57 0 57
Abgänge – 1.056 – 137 – 1.193
31. Dezember 2014 10.560 1.610 12.170
 
Buchwerte
1. Januar 2014 1.988 180 2.168
31. Dezember 2014 3.403 155 3.558

Im Geschäftsjahr 2015 waren die Wertminderungen auf Sachanlagen unwesentlich. Die Wertminderungen auf Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2014: 0,1 Mio. € und wurden im Wesentlichen auf Laborausstattung im Segment Partnered Discovery vorgenommen. Grund für die außerplanmäßigen Abschreibungen war die Tatsache, dass aus diesen Vermögenswerten keine Nutzenzuflüsse mehr erwartet werden.

Im Berichtszeitraum wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Verbindlichkeiten wurden weder durch Eigentumsvorbehalte noch durch Sachanlagen besichert. Zum Berichtszeitpunkt bestanden keine wesent­lichen vertraglichen Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen.

Die Abschreibungen sind in den folgenden Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthalten.

In T € 2015 2014
Forschung und Entwicklung 1.295 1.208
Forschung und Entwicklung (­Wertberichtigungen) 25 57
Allgemeines und Verwaltung 247 238
Gesamt 1.567 1.503

6.7 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

In T € Patente Lizenzen In Entwicklung ­befindliche ­Forschungs- und Entwicklungs­programme Software Geschäfts- oder Firmenwert Gesamt
Anschaffungs­kosten
1. Januar 2015 15.743 21.896 28.254 5.180 7.352 78.425
Zugänge 321 2.000 4.495 563 0 7.379
Zugänge aus Unternehmens­zusammenschlüssen 0 0 28.211 1 3.689 31.901
31. Dezember 2015 16.064 23.896 60.960 5.744 11.041 117.705
 
Kumulierte Abschreibungen
1. Januar 2015 8.755 20.553 0 3.138 0 32.446
Jahresabschreibung 1.145 98 0 670 0 1.913
Wertberichtigungen 23 0 0 0 3.676 3.699
31. Dezember 2015 9.923 20.651 0 3.808 3.676 38.058
 
Buchwerte
1. Januar 2015 6.988 1.343 28.254 2.042 7.352 45.979
31. Dezember 2015 6.141 3.245 60.960 1.936 7.365 79.647
 
Anschaffungskosten
1. Januar 2014 15.470 25.001 12.808 4.376 7.352 65.007
Zugänge 273 815 15.446 1.045 0 17.579
Abgänge 0 – 3.920 0 – 241 0 – 4.161
31. Dezember 2014 15.743 21.896 28.254 5.180 7.352 78.425
 
Kumulierte Abschreibungen
1. Januar 2014 7.635 19.604 0 2.619 0 29.858
Jahresabschreibung 1.120 824 0 744 0 2.688
Wertberichtigungen 0 4.045 0 16 0 4.061
Abgänge 0 – 3.920 0 – 241 0 – 4.161
31. Dezember 2014 8.755 20.553 0 3.138 0 32.446
 
Buchwerte
1. Januar 2014 7.835 5.397 12.808 1.757 7.352 35.149
31. Dezember 2014 6.988 1.343 28.254 2.042 7.352 45.979

Im Geschäftsjahr 2015 waren die Wertminderungen auf Patente und Lizenzen unwesentlich. In 2014 betrugen die Wertminderungen 4,1 Mio. €. Davon wurden 2,1 Mio. € im Segment Proprietary Development und 2,0 Mio. € im Segment Partnered Discovery erfasst. Grund für die außerplanmäßigen Abschreibungen war die Tatsache, dass aus diesen Vermögenswerten keine Nutzenzuflüsse mehr erwartet wurden. Weitere Angaben zur Wertberichtigung des Geschäfts- oder Firmenwerts können der Ziffer 6.7.5* dieses Anhangs entnommen werden.

Am 31. Dezember 2015 wurden in Entwicklung befindliche Forschungs- und Entwicklungsprogramme, wie von IAS 36 vorgesehen, einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Ein Wertminderungsbedarf hat sich daraus nicht ergeben.

Die Abschreibungen sind in den folgenden Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthalten.

In T € 2015 2014
Forschung und Entwicklung 1.806 2.562
Forschung und Entwicklung (­Wertberichtigungen) 3.699 4.058
Allgemeines und Verwaltung 107 126
Allgemeines und Verwaltung (Wertberichtungen) 0 3
Gesamt 5.612 6.749

6.7.1 PATENTE

Im Geschäftsjahr 2015 hat sich der Buchwert in Höhe von 7,0 Mio. € um 0,9 Mio. € auf 6,1 Mio. € vermindert. Ursächlich hierfür sind Zugänge im Wert von 0,3 Mio. € für Patentanmeldungen, insbesondere für die firmeneigenen Programme und Technologien, denen im Wesentlichen lineare Abschreibungen von 1,1 Mio. € gegenüberstehen.

6.7.2 LIZENZEN

Der Buchwert der Lizenzen hat sich von 1,3 Mio. € um 1,9 Mio. € auf 3,2 Mio. € im Jahr 2015 erhöht. Die Zugänge des Geschäftsjahres betrafen Einmalzahlungen für den Zugang zu Zielmolekülen sowie Technologien und lagen bei 2,0 Mio. €. Die planmäßigen Abschreibungen beliefen sich auf 0,1 Mio. €.

6.7.3 IN ENTWICKLUNG BEFINDLICHE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGS­PROGRAMME

Der Buchwert der in Entwicklung befindlichen Forschungs- und Entwicklungsprogramme hat sich im Jahr 2015 von 28,3 Mio. € auf 61,0 Mio. € erhöht. Diese Erhöhung resultierte vor allem aus den im Rahmen der Akquisition der Lanthio Pharma B.V erworbenen präklinischen Programmen sowie aus der Zahlung eines Meilensteins an Emergent. Das präklinische Programm MOR107 (ehemals LP2) aus der Akquisition der Lanthio Pharma B.V. ergänzt seit Mai 2015 das konzerneigene Portfolio von MorphoSys.

6.7.4 SOFTWARE

Im Geschäftsjahr 2015 betrugen die Zugänge in dieser Position insgesamt 0,6 Mio. €. Der Buchwert hat sich von 2,0 Mio. € im Jahr 2014 um 0,1 Mio. € auf 1,9 Mio. € im Jahr 2015 verringert. Den Zugängen stehen Abschreibungen in Höhe von 0,7 Mio. € gegenüber.

6.7.5 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Am 30. September 2015 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 7,4 Mio. € aus dem Erwerb der Sloning BioTechnology GmbH im Jahr 2010, wie von IAS 36 vorgeschrieben, einem Werthaltigkeitstest unter­zogen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der SlonomicsSlonomics: Plattform zur gerichteten Gensynthese und Erstellung von Proteinbiblio­theken, die in 2010 von MorphoSys erworben wurde-Technologie im operativen Segment Partnered Discovery, wurde auf der Basis von Nutzungswertberechnungen ermittelt, wobei sich der ermittelte Nutzungswert gegenüber dem Buchwert der zahlungsmittel­generierenden Einheit als geringer herausstellte und demzufolge eine Wertberichtigung in Höhe von 3,7 Mio. € vorgenommen wurde. Die CashflowCashflow: Kennzahl der Kapitalfluss­rech­nung zur Beurteilung der Finanz- und Ertragskraft-Prognosen beinhalteten erwartete Zahlungen aus bestehenden Verträgen sowie künftige Zahlungsüberschüsse aus der Einbringung der Slonomics-Technologie in Partnerprogramme. Demgegenüber stehen die erwartungs­gemäß anfallenden Personalkosten sowie Aufwendungen für administrative Tätigkeiten. Die Cashflow-Prognosen beziehen sich auf einen Zeitraum von zehn Jahren, da der Vorstand davon ausgeht, dass sich die Vermarktung mithilfe von Lizenzabkommen, die Vorauszahlungen, Meilensteinzahlungen, finanzierte Forschungsleistungen und Tantiemen enthalten, nur mit mittel- und langfristigen Verträgen realisieren lässt. Aus diesem Grund wird ein Planungshorizont von zehn Jahren für die Berechnung des Nutzungswerts als angemessen erachtet. Die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Cashflow-Prognosen beruhen vorwiegend auf der Annahme einer schwächeren Geschäftserwartung. Die Werte der zugrunde gelegten Annahmen wurden anhand sowohl interner (bisherige Erfahrungen) als auch externer Informationsquellen (Marktinformationen) ermittelt. Auf der Basis der aktualisierten Cashflow-Prognose für die kommenden zehn Jahre wurde der Nutzungswert wie folgt ermittelt: Betafaktor von 1,2 (2014: 1,2), ein WACC von 12,7 % (2014: 11,5 %) und eine Wachstumsrate der ewigen Rente von 1 % (2014: 1 %). Bei der Nutzungswertberechnung wurden ausführliche Sensitivitätsanalysen für die Komponenten des Cashflows, die Wachstumsrate sowie den Abzinsungssatz durchgeführt. Ein zusätzlicher Wertminderungsbedarf hat sich hieraus nicht ergeben. Die den Annahmen beigemessenen Werte entsprechen der Einschätzung des Vorstands im Hinblick auf die zukünftigen Entwicklungen und beruhen auf internen Planungsszenarien sowie auf externen Quellen.

Am 30. September 2015 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 3,7 Mio. € aus dem Erwerb der Lanthio-Gruppe am 7. Mai 2015 einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der Lanthio-Gruppe im operativen Segment Pro­prietary Development, wurde auf der Basis von Nutzungswertberechnungen ermittelt, wobei sich der ermittelte Nutzungswert gegenüber dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit als höher herausstellte. Die Cashflow-Prognosen beinhalteten geplante Zahlungsmittelzuflüsse aus erwarteten Verkäufen von potenziell zukünftig am Markt zugelassenen Wirkstoffen auf der Basis von Lanthipeptiden. Demgegenüber stehen die erwartungsgemäß anfallenden operativen Ausgaben für die Entwicklung der Wirkstoffe und klinische Studien sowie Aufwendungen für Vertrieb und administrative Tätigkeiten. Darüber hinaus werden die Dauer sowie die Eintrittswahrscheinlichkeiten einzelner Studienabschnitte berücksichtigt. Die Cashflow-Prognosen beziehen sich auf einen Zeitraum von 30 Jahren, da der Vorstand davon ausgeht, dass nach erfolgreichen Marktzulassungen von Wirkstoffen mit den daraus resultierenden Medikamenten über diese Zeiträume Einzahlungsüberschüsse erzielt werden können. Die Werte der zugrunde gelegten Annahmen wurden anhand sowohl interner (bisherige Erfahrungen) als auch externer Informationsquellen (Marktinformationen) ermittelt. Auf der Basis der aktualisierten Cashflow-Prognose wurde der Nutzungswert wie folgt ermittelt: Betafaktor von 1,2 und ein WACC von 13,6 %. Zusätzlich wurde eine ausführliche Sensitivitätsanalyse für die Komponenten des Cashflows sowie den Abzinsungssatz vorgenommen. Ein Wertminderungsbedarf hat sich hieraus nicht ergeben. Die den Annahmen beigemessenen Werte entsprechen der Einschätzung des Vorstands im Hinblick auf die zukünftigen Entwicklungen und beruhen auf internen Planungsszenarien sowie auf externen Quellen.

6.8 BETEILIGUNGEN, ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBAR

Bei den zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen zur Veräußerung verfügbaren Beteiligungen handelte es sich um eine Beteiligung an der niederländischen Lanthio Pharma B.V. in Höhe von 19,98 %. Am 7. Mai 2015 ­erwarb MorphoSys alle ausstehenden Geschäftsanteile. Dieser Unternehmenszusammenschluss wurde gemäß IFRS 3 bilanziert (siehe Ziffer 4*).

6.9 RECHNUNGSABGRENZUNG UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE, OHNE KURZFRISTIGEN ANTEIL

In dieser Position werden die langfristigen Anteile des Rechnungsabgrenzungspostens und der sonstigen Vermögenswerte ausgewiesen. Der Konzern hat bestimmte Positionen innerhalb der sonstigen Vermögenswerte als zweckgebundene Finanzmittel klassifiziert, die für betriebliche Zwecke nicht zur Verfügung stehen (siehe Ziffern 2.8.1*, 6.1* und 6.2* dieses Anhangs). Zum 31. Dezember 2015 und 2014 verfügte der Konzern über zweckgebundene Finanzmittel in Höhe von jeweils 0,6 Mio. € für ausgereichte Mietgarantien und in Höhe von 0,2 Mio. € bzw. 0,3 Mio. € für an Mitarbeiter ausgegebene Wandelschuldverschreibungen.

Die Position setzt sich wie folgt zusammen.

In T € 31.12.2015 31.12.2014
Aktive Rechnungsabgrenzung, ohne kurzfristigen Anteil 67 183
Sonstige Vermögenswerte 882 868
Gesamt 949 1.051
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