Ausblick und Prognose

MorphoSys fokussiert sich zunehmend auf die eigene Entwicklung therapeutischer AntikörperAntikörper: Proteine des Immunsystems, die ­fremde Antigene erkennen und eine Immunreaktion auslösen. Diese Aktivitäten werden durch eine große Anzahl von Partnerprogrammen ergänzt. Durch die Maximierung der Anzahl der Entwicklungsprogramme steigert MorphoSys sein künftiges Wachstumspotenzial und begrenzt das mit der Entwicklung neuer Medikamente verbundene Risiko.

Gesamtaussage zur voraussicht­lichen Entwicklung

MorphoSys’ strategischer Fokus liegt auf der Entwicklung einer breiten und nachhaltigen Pipeline von innovativen Medikamentenkandidaten in Eigenregie und mit Partnern. Die Grundlage bilden etablierte und validierte Technologien, in deren Weiter­entwicklung das Unternehmen kontinuierlich investiert. Im therapeutischen Bereich steuert die Vermarktung der Technologien vertraglich zugesicherte Mittelzuflüsse aus langfristigen Partnerschaften mit großen Pharmaunternehmen bei. Weiterhin profitiert MorphoSys von der erfolgreichen Weiterentwicklung von Medikamenten­kandidaten durch Meilensteinzahlungen sowie, sobald ein Medikament die Marktreife erreicht, auch durch Tantiemen aus Produkt­verkäufen.

Umsatzerlöse aus F&E-Unterstützung, Lizenz- und Meilensteinzahlungen sowie eine starke Liquiditätsposition ermöglichen es der Gesellschaft, die Geschäftstätigkeit durch Investitionen in die Entwicklung eigener Medikamente und Technologien weiter auszubauen. Der Vorstand rechnet für 2016 mit den folgenden Entwicklungen:

  • erhöhte Investitionen in die firmeneigenen Produktkandidaten durch den Start von zusätzlichen klinischen Studien
  • weiterer Ausbau der firmeneigenen Entwicklungsaktivitäten durch Einlizenzierungen, eventuell auch Firmenzukäufe, Entwicklungskooperationen oder eigene Neuentwicklungen
  • neue strategische Abkommen auf der Basis firmeneigener Technologien, mit dem Fokus, Zugang zu innovativen Zielmolekülen und Wirkstoffen zu erlangen
  • Investitionen in die Technologieentwicklung, um MorphoSys’ Spitzenplatz im Bereich der Antikörper und verwandten Technologien wie der LanthipeptideLanthipeptide: neuartige Klasse von Therapeutika, mit hoher Zielmolekül­selektivität und verbesserten Wirkstoff­eigenschaften zu behaupten
  • Ausbau der Pipeline therapeutischer Antikörper im Rahmen der Partnerschaft mit Novartis

Strategischer Ausblick

Das Geschäftsmodell von MorphoSys basiert auf seinen firmeneigenen Technologien einschließlich der HuCALHuCAL: Human Combinatorial Antibody Library; von MorphoSys entwickelte Antikörperbibliothek zur raschen Erzeugung von spezifischen und mensch­lichen Antikörpern für alle Anwendungen-AntikörperbibliothekAntikörperbibliothek: große Sammlungen von Antikörpern mit unterschiedlicher Aminosäuresequenz, der Antikörperbibliothek YlanthiaYlanthia: neuartige Antikörper­plattform der nächsten Generation von ­MorphoSys, der SlonomicsSlonomics: Plattform zur gerichteten Gensynthese und Erstellung von Proteinbiblio­theken, die in 2010 von MorphoSys erworben wurde-Plattform und der Lanthipeptid-Bibliothek. Wir setzen diese Technologien ein, um innovative Arzneimittelkandidaten zu entwickeln, die für Patienten verbesserte Behandlungsalternativen bieten. Die Geschäftsleitung von MorphoSys beabsichtigt, das Portfolio an Medikamentenkandidaten in der eigenen Entwicklung weiter auszubauen und wird verstärkt in das eigene Entwicklungsportfolio investieren. Zusätzlich konzentriert sich MorphoSys weiterhin auf den Einsatz und die Erweiterung seiner Technologien in schnell wachsenden und innovationsgetriebenen Bereichen des Gesundheitssektors.

Im Segment Proprietary Development entwickelt MorphoSys in Eigenregie therapeutische Antikörper und Peptide, hauptsächlich in den Bereichen entzündliche Erkrankungen und Onkologie. Von Fall zu Fall wird MorphoSys Allianzen für die weitere Entwicklung seiner firmeneigenen Kandidaten eingehen. Unter bestimmten Voraussetzungen könnten einzelne Projekte auch länger in eigener Regie, sogar bis zur Marktreife, entwickelt werden.

Das Segment Partnered Discovery erwirtschaftet auf Basis langfristiger Kooperationen vertraglich zugesicherte Mittelzuflüsse. Die Partnerschaft mit der Firma Novartis ist für den Großteil der Entwicklungskandidaten verantwortlich. Die Partnerschaft endet im Dezember 2017, mit einer Option für Novartis, die Zusammenarbeit um weitere zwei Jahre zu verlängern. Auch über das Vertragsende hinaus werden Entwicklungskandidaten aus dieser Partnerschaft, wie auch die aus anderen Partnerschaften, weiter entwickelt und können zu weiteren Meilensteinzahlungen führen. Die Breite der Pipeline verspricht für die kommenden Jahre eine beträchtliche Anzahl marktreifer therapeutischer Antikörper und als Folge eine finanzielle Beteiligung in Form von Tantiemen aus Produktverkäufen. Im Geschäftsjahr 2016 werden für zwei Produktkandidaten Ergebnisse aus Phase 3-Studien erwartet. Bei positiven Studienergebnissen könnten diese Antikörper bereits 2016 bzw. 2017 die Zulassung erhalten.

Auf absehbare Zeit wird MorphoSys einen signifikanten Teil seiner Finanzmittel in die eigene F&E investieren. Der Vorstand hält dies für den besten Weg, um das Portfolio an eigenentwickelten Wirkstoffkandidaten weiter auszubauen, seine Technologieplattformen zu stärken und somit den Wert des Unternehmens zu maximieren.

Voraussichtliche Konjunktur­entwicklung

Nach den Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft 2016 zwar stärker wachsen als 2015, aufgrund der Zunahme globaler Risiken jedoch schwächer als bislang erwartet. In seiner Prognose vom Januar erwartet der IWF für das laufende Jahr ein Wachstum von 3,4 % (2015: 3,1 %), im Herbst 2015 waren noch 3,6 % berechnet worden. Hauptgründe für die zum Jahresanfang gestiegenen ökonomischen Unsicherheiten sind die anhaltende Wachstumsschwäche Chinas und einiger weiterer Schwellenländer, der starke Verfall der Öl- und Rohstoffpreise und die schwer abzuschätzenden Auswirkungen der Flüchtlingskrise. Zudem wurden die Weltwirtschaft und Kapitalmärkte durch die massive Talfahrt an den Börsenmärkten in den ersten Wochen des Jahres verunsichert.

Basierend auf schlechteren Wachstumsaussichten in den Schwellenländern senkten weitere Institute ihre Wirtschaftsprognosen. In ihrer aktuellsten Prognose vom Februar 2016 reduzierte die OECD ihre Schätzung für das globale Wachstum auf 3,0 % (zuvor 3,3 %).

Die entwickelten Volkswirtschaften werden 2016 mit insgesamt 2,1 % im Schnitt gegenüber dem Vorjahr zulegen (2015: 1,9 %). Für Deutschland sehen die Experten des IWF ein Wachstum von 1,7 % im Jahr 2016 (2015: 1,5 %). Dies liegt exakt im Durchschnitt der Eurozone (2016: 1,7 %, 2015: 1,5 %), aber unterhalb europäischer Länder wie Spanien und Großbritannien. Insgesamt wird das Wachstum in Europa eher vom Konsum getragen als vom Export, da die sehr niedrige Inflation und die Wachstumsschwäche der Schwellenländer die Exportwirtschaft belastet. Weiterhin deutlich robuster sollte sich die Konjunktur in den USA entwickeln und es wird ein Wachstum von 2,6 % (2015: 2,5 %) erwartet. Für die Schwellenländer wird 2016 insgesamt ein Wachstum von 4,3 % erwartet, nach 4,0 % 2015. Allerdings belastet insbesondere das weiter sinkende Wachstum Chinas, das der IWF im laufenden Jahr nur noch bei 6,3 % (2015: 6,9 %) sieht. Sorgen bereiten ebenfalls Brasilien, das weiterhin in einer tiefen Rezession steckt (2016: – 3,5 % nach 2015: – 3,8 %) und Russland, dessen Wirtschaft ebenfalls schrumpfen wird (2016: – 1,0 % nach 2015: – 3,7 %).

Voraussichtliche Entwicklung des ­Gesundheitssektors

Nach vier für den Biotechnologie-Sektor an den Kapitalmärkten überaus erfolgreichen Jahren von 2012 bis 2015, in denen sich der Nasdaq Biotechnology IndexNasdaq Biotechnology Index: Aktienindex von Unternehmen der Biotechnologie- oder Pharmabranche, die an der US-Börse NASDAQ gelistet sind mehr als verdreifachte, erwartete der Brancheninformationsdienst BioCentury zu Jahresbeginn für 2016 eine Börsenentwicklung des Sektors im Einklang mit dem Gesamtmarkt. Zudem wird wegen des möglichen Wahlkampf­themas der Medikamentenpreiskontrollen im US-Präsidentschaftswahljahr mit einer steigenden Volatilität für den Sektor gerechnet. Schließlich wurde der Sektor in den ersten Wochen des Jahres 2016 an den Börsen massiv nach unten gezogen – der Nasdaq Biotechnology Index notierte im Januar 2016 auf einem 15-Monats-Tief. Insgesamt sind wegen des deutlich volatileren Kapitalmarkt­umfelds die Prognosen für die Entwicklung der Finanzierungs­bedingungen des Sektors im Jahr 2016 schwieriger geworden.

Fundamental ist der Sektor weiterhin in guter Verfassung. Wissenschaftliche Fortschritte und ein steigendes Verständnis biologischer Zusammenhänge, beispielsweise im Bereich von Kombinationstherapien auf dem Gebiet der ImmunonkologieImmunonkologie: neue Klasse von Wirksubstanzen, die das Immunsystem im Kampf gegen Tumorzellen aktiviert, gepaart mit einem nach wie vor hohen medizinischen Bedarf, insbesondere im Bereich Krebs und seltener Erkrankungen, lassen Innovationen und neue Medikamentenzulassungen erwarten. Nach der mit 45 sehr hohen Anzahl von Marktzulassungen der FDAFDA: Food and Drug Administration; amerikanische Zulassungs- und Kontroll­be­hör­de für Arznei- und Lebensmittel im Vorjahr hat BioCentury zu Jahresbeginn bereits 35 mögliche Marktzulassungen im Jahr 2016 aufgelistet.

Voraussichtliche Geschäfts­entwicklung

Mit den bis mindestens Ende November 2017 vertraglich zugesicherten Mittelzuflüssen aus dem Novartis-Vertrag und auf Basis der starken Liquiditätsposition wird sich MorphoSys vor allem auf die Ausweitung der Wertsteigerung der Entwicklungspipeline konzentrieren.

Im Segment Partnered Discovery geht die Gesellschaft davon aus, bis Ende 2017 im Durchschnitt jährlich bis zu zehn neue Partnerprogramme starten zu können. Das Netto-Wachstum der Gesamtpipeline wird jedoch aufgrund der üblichen Ausfallraten in der Medikamentenentwicklung geringer ausfallen. Auf Basis der Ylanthia-Technologie plant MorphoSys zusätzliche Partnerschaften mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen einzugehen. Weiterhin werden Kooperationen, auch mit akademischen Instituten angestrebt, um Zugang zu neuen Zielmolekülen und Technologien zu erhalten.

Im Jahr 2016 könnte im besten Fall der erste therapeutische Antikörper aus einer Partnerschaft zugelassen werden. Im ersten Halbjahr 2016 werden die Ergebnisse aus der Phase 3-Studie für Bimagrumab (BYM338) erwartet. Novartis ist allein verantwortlich für die Entwicklung dieses Antikörpers und hat bereits angekündigt, bei positiven Studienergebnissen im Jahr 2016 einen Zulassungsantrag stellen zu wollen. Auch für Guselkumab (CNTO1959), einen Antikörperwirkstoff, der von Janssen entwickelt wird, könnte 2016 eine Zulassung beantragt werden.

Voraussichtliche Personal­entwicklung

Die Konzernbelegschaft in den beiden Segmenten, Proprietary Development und Partnered Discovery, wird im Geschäftsjahr 2016 voraussichtlich stabil bleiben.

Künftige Forschung und Entwicklung

Das F&E-Budget der Gesellschaft für die firmeneigene Medikamentenentwicklung wird im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem der Vorjahre nochmals signifikant ansteigen. Der überwiegende Teil dieser Investitionen wird in die klinische Entwicklung der am weitesten fortgeschrittenen Medikamentenkandidaten MOR208, MOR202 und MOR209/ES414 fließen. Weitere Investitionen sind im Bereich der ZielmolekülZielmolekül: Angriffspunkt für therapeutische Intervention, etwa auf der Oberfläche von kranken Zellen (auch: Target)-Validierung und Antikörperentwicklung sowie der Technologieentwicklung geplant.

Zu den für 2016 geplanten Schritten für das firmeneigene Portfolio der Gesellschaft werden voraussichtlich zählen:

  • Start der Kombinationsstudie L-MIND für MOR208 in Kombination mit Lenalidomid in DLBCLDLBCL: diffuses großzelliges B-Zell Lymphom, eine Unterform des NHL
  • Start der Sicherheitsevaluierung für MOR208 in Kombination mit Bendamustin (B-MIND); diese Studie soll im Jahr 2017 in eine pivotale Phase 3-Studie überführt werden, in der MOR208 in Kombination mit Bendamustin im Vergleich zu Rituximab und Bendamustin getestet wird
  • Start der Kombinationsstudie für MOR208 in Kombination mit Idelalisib in CLLCLL: chronisch lymphatische Leukämie; am häufigsten vorkommende Leukämieform, greift die B-Zellen an
  • Fortführung der Phase 1/2a für MOR202 mit zusätzlichen Patienten mit der empfohlenen Dosis von 16 mg/kg alleine und in Kombination mit Pomalidomid und Lenalidomid
  • Fortsetzung der angepassten Phase 1-Studie für MOR209/ES414 in mCRPCmCRPC: metastasierender, kastrationsresistenter Prostatakrebs innerhalb der Kooperation mit Emergent
  • Fortsetzung und Start der Phase 1-Studie des gemeinsamen Entwicklungsprogramms MOR106 mit Galapagos
  • Start der Phase 1-Studie von MOR107
  • Einlizenzierung eines oder mehrerer Zielmoleküle oder Wirkstoffe zur Stärkung des eigenen Entwicklungsportfolios
  • Weiterentwicklung der Lanthipeptid-Technologie
  • Start bzw. Fortführung neuer Entwicklungsprogramme im Bereich der Antikörper-Identifizierung und präklinischer Entwicklung

Voraussichtliche Entwicklung der ­Finanz- und Liquiditätslage

MorphoSys verfügt über eine solide finanzielle Basis unplanbare Umsätze, die hauptsächlich auf die Zusammenarbeit mit Novartis zurückzuführen sind. Darüber hinaus erhält MorphoSys bei der erfolgreichen Weiterentwicklung von Produktkandidaten erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen. Auf dieser Basis erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2016 einen Konzernumsatz in Höhe von 47 Millionen Euro bis 52 Millionen Euro. Dies berücksichtigt keine zusätzlichen Erlöse aus neuen Kooperationen. Davon entfällt der größte Teil auf das Segment Partnered Discovery.

Ausgehend von der aktuellen Planung der Geschäftsleitung werden die F&E-Aufwendungen für die firmeneigenen Programme und die Technologieentwicklung im Jahr 2016 auf 76 Millionen Euro bis 83 Millionen Euro steigen. MorphoSys plant neben der Fortführung der aktuell laufenden Studien für MOR208, MOR202 und MOR209/ES414 den Start zusätzlicher klinischer Studien. Die F&E-Aufwendungen für das Segment Partnered Discovery werden in etwa in der gleichen Höhe wie in den Vorjahren erwartet.

Das Unternehmen erwartet für 2016 ein EBIT von ungefähr –58 Millionen Euro bis 68 Millionen Euro. Diese Prognose für 2016 beinhaltet jedoch keine möglichen Einlizenzierungen oder die gemeinsame Entwicklung weiterer Entwicklungskandidaten zusammen mit einem Partner (co-development). Für das Segment Partnered Discovery wird für 2016 ein positives operatives Ergebnis in etwa in der gleichen Höhe wie in den vergangenen Jahren erwartet. Für das Segment Proprietary Development erwartet MorphoSys einen deutlichen Verlust, bedingt durch die gesteigerten F&E-Aufwendungen für die Programme in Eigenentwicklung.

In den kommenden Jahren werden einmalige Ereignisse, wie die Ein- und Auslizenzierung von Entwicklungskandidaten sowie größere Meilensteinzahlungen und Tantiemen im Zusammenhang mit der Erreichung der Marktreife von HuCAL- bzw. Ylanthia-Antikörpern, einen zunehmenden Einfluss auf die Vermögens- und ­Finanzlage haben. Solche Ereignisse könnten dazu führen, dass sich die Finanzziele erheblich verschieben. Genauso können Fehlschläge in der Medikamentenentwicklung negative Folgen für den MorphoSys-Konzern haben. In der näheren Zukunft hängt das Umsatzwachstum von der Fähigkeit der Gesellschaft ab, zusätz­liche neue Partnerschaften einzugehen und/oder firmeneigene Programme auszulizenzieren. Ab dem Jahr 2017 könnten Tantiemen für vermarktete Produkte zum Umsatzwachstum beitragen.

Am Ende des Geschäftsjahres 2015 belief sich die Liquiditätsposition von MorphoSys auf 298,4 Millionen Euro (31. Dezember 2014: 352,8 Millionen Euro). Die Abnahme der Liquiditätsposition ist auf die Aufwendungen in die firmeneigne Forschung und Entwicklung sowie auf die Akquisition der ausstehenden Geschäftsanteile an der Lanthio Pharma B.V. zurückzuführen. Durch den geplanten Verlust im Jahr 2016, wird sich die Liquiditätsposition weiter reduzieren. MorphoSys sieht in seiner starken Liquiditätsposition einen Vorteil, der zur Beschleunigung seines zukünftigen Wachstums für strategische Maßnahmen, wie die Einlizenzierung von Wirkstoffen sowie die Beteiligung an vielversprechenden Unternehmen, genutzt werden kann. Weiterhin können die liquiden Mittel für erhöhte F&E-Aufwendungen in das unternehmenseigene Portfolio von therapeutischen Antikörpern genutzt werden.

DIVIDENDE

Der deutsche Einzelabschluss der MorphoSys AG weist einen ­Bilanzgewinn aus, der für eine Ausschüttung verwendet werden könnte. Unter Berücksichtigung der erwarteten Verluste im Jahr 2016 wird das Unternehmen keinen Bilanzgewinn mehr ausweisen. MorphoSys wird auch in Zukunft in die Entwicklung firmeneigener Medikamente investieren und strebt weitere Einlizenzierungen und Zukäufe an, um weiterhin Shareholder Value zu schaffen und neue Wachstumschancen zu eröffnen. Aus diesem Grund geht MorphoSys für die absehbare Zukunft nicht davon aus, eine Dividende auszuschütten.

Dieser Ausblick zieht alle Faktoren in Betracht, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts bekannt waren und unser Geschäft im Jahr 2016 sowie in den kommenden Jahren beeinflussen könnten und beruht auf den Annahmen des Vorstands. Zukünftige Resultate können von den Erwartungen, die im Kapitel „Ausblick und Prognose“ beschrieben werden, abweichen. Die wichtigsten Risiken werden im Risikobericht erläutert.

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